Östareichische Kaisakron

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De östareichische Kaisakron (österreichische Kaiserkrone)
Seitenausicht vo da Kaisakron

Ois östareichische Kaisakron oda österreichische Kaiserkrone is bei da Ausruafung vom Kaisadum in Östareich anno 1804 de Rudoifskron, de Privatkron vom Kaisa Rudolf II. festglegd woan. Se is bis 1918 de Kaisakron vom Kaisa vo Östareich bliem. Ob 1867 nua no fian cisleithanischn Reichsteu. Intressant is im Zammahang aa, warum ma de Kaisakron gmochd hod, wias dazua keman is und wems iazt wiakli keart.

Seidn Kaisa Konrad II san olle Kaisa mid da Reichskron krönt wuan (se is ausm 10. Joahundat). Obm 14. Joahundat is se mid de aundan Reichskloaodien in da Reichsstod Niamberg aufkom wuan. Und ma hods ned gern aussagrukt. Um bei bsundare Aunlos, wia zum Beispü an am Reichstog a respektirli aufztretn, hom se monche Kaisa a private Kron aufeadign lossn. Die Famüli vu de Habsburga hod aa a boa Kaisa vom „heiligen römischen Reiches deutscher Nation“ gstöd. Da Kaisa Rudolf II., dea wos in Prag residiad hod, woa ois grossa Kunstmäzen bekaunt. Er hod si aa midn Tycho Brahe gschrim und er hod aa in Johannes Keppler ois Hofmathematika und Astronom eigstöd. Aussadem hod ea mearare Kinstla ghobd, de wos fia ehm goabad hom. So aa in Büdlmola Giuseppe Arcimboldo, dea eahm des scheane Porträt gmoin hod. Ea hod aa ausgfoine Sochan und a fui Grafföweak zamkaft fia sei Wundakaumma (de Kunstkaumma). Und aus seine Buida is a späda de Bruegelsammlung in Wean endstaundn.

Rudolf II. woa a schwocha Heascha, dea aa ned vui Glick ghobt hod. Do hods a an Streit in da Famüli gebn (da Franz Grillparzer hod a Theatastikl driba gschrim, "Ein Bruderzwist im Hause Habsburg"), Tiaknkriag, de Reformation und dahea hods a grosse Streidareian im Reich gebn. In Rudolf hod aa es Kaisaspuin ned recht interressiad. Ea hod si mea fia de Astrologie, de Alchemie, de Kunst und sei Wundakaumma kimmad. Dahea woa aa sei Wundakaumma de Bsundaste in seina Zeit. Zu sein Glik is im Kaisa Rudolf II. (1552-1612) nua mea a eigana Kron ogaunga.

Oba weia so teire Voaliabn (Steggnpfead) ghobt hod, woa sei Kassa imma laa. Do hod ea ka Göd fia a neiche Kron ghobd. Dahea hod eam sei Hoffinanza Mordechai ben Samuel Meisel de Kostn fia de Kron fuastreka miassn. Da Meisel woa aa da Vuasteha vun da jidischn Gmoa in Prag und aa ia gresta Patron und Finanza. Do is im Meisl nix aundas ibrig blim, da ea a vum Kaisa a boa Privilegin ghobt hod (Gödvalei usw.). Dahea hod eas Göd fiad Kron vuastreka missn. Da Kaisa Rudolf II. hod daun aus Holland in augsegna Goidschmiad Jan Vermeyen kema lossn, so das a eam a bsundare Kaisakron aufeatigd.

Ois da Meisl one Kinda gstuam is, hod ea in gressan Teu vu sein Vamegn seine Vawaundn und an kloanan Tei da jidischn Gmoa vaeabt. Und ois da Kaisa Rudolf II. im Eismonad (Jänna) 1612 vastuam is, woa de Rechnung fia di Kron nu owei ned zoid.

Sei Bruada, da Matthias, Erzherzog von Österreich , dea wos in Rudolf 1611 ois behmischn Kini ogsezt ghobt hod und noch eam da Kaisa wuan is, den ham jo glei goa ned de Schuidn va sein Bruada kimad. Dea hod nemli gaunz aundare Bresln ghobd. Eam hod mea de Gegenreformation gspaund und es hod ja aa da dreißgjahrige Griag augfaungd.

Oiso is de Kron im Weana Kunstdepod vaschwundn. Eascht ois wia da Napoleon Bonaparte gaunz Eiropa midn Kriag iwazogn hod, is se wida zu Eahn kema. Wei da Napoleon noch seine easchtn Griagsgwinn in Rheinbund grind hod und damid im H.R.R. deitscha Nation in Gnodnstoß gem hod, is da Habsburga Franz II. ois deitscha Kaisa zruckdredn und hod sie zum östarreichischn Kaisa Franz I. eanaund.

Wei oba zwegn an Griagfian ka Göd fia a neiche Kron da woa, hod ma si an in Rudolf sei scheene Kron earinad. Und so hod ma si ois östareichische Kaisakron gnumma, wos daun a bis 1918 blim is.

In da easchtn Republik hod da neiche Stood de Kunstschäz vo de Habsburga eizogn. Oba no in da zwoatn Republik hod ma nu dischkariad, wem den nu in Rudolf sei Kron ghead. Da Famüli vo de Habsburger oda in Stood Östareich?

Do hod si da Lucian Otto Meysels, dea wos ois Dr. phil. promoviad und aa Geschicht und Archäologie studiad hod, mid an Zeidungsstüki gmöd. Do drin hod ea behaubt, das di Kron weda da Republik Österreich und scho goa ned dena Habsburga ghead, sundan eam. Wei de Schuidn vo da Vuastreckung vo de Kostn vu da Kron, vo sein Vorfoarn Mordechai Meisel san bis dato nu ned zoid.

Sei Spruch woa a:

Zuagem, ea (da Rudolf) hod schwaare Bresln mid seina Famüli ghobd. Oba daun hed a si a koa Privatkron aufeatigen lossn soin.

Gspassig hod ea daun nu gschrim:

De Famüli Meisls hod si de leztn 400. Joar vum Valust vo dem Göd nimma dahoid. Und soid eam do nu di Kron zuagsprocha wean, dad as ned aufsezn und a ned in seina kloan Weana Wohnung aufstön. Ea leichads da Schotzkaumma, oba ma missad danebn a Tofi aufstön und do soi draufste: Bsiz vom Mordechai Meisel, Primator vo da Praga Judengmoa. Wei Recht muas schliaßli Recht bleim.

Des Schüdl is eam a gschrim woan und is in da Maisel Synagoge in Prag, de wos midn Mordechai sein Göd baut woan is, ausgstöd woan.

Literadua[VE | Weakln]

  • Weltliche und Geistliche Schatzkammer. Bildführer. Kunsthistorisches Museum, Wean 1987, ISBN 3-7017-0499-6.
  • Georg Markus: Die Enkel der Tante Jolesch. 2. Aflog, Wean 2001. ISBN 3-423-20837-6
  • Hermann Fillitz: Die Schatzkammer in Wien: Symbole abendländischen Kaisertums. Wean 1986, ISBN 3-7017-0443-0.
  • Hermann Fillitz: Die österreichische Kaiserkrone und die Insignien des Kaisertums Österreich. Wean 1973, ISBN 3-7008-0015-0.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Österreichische Kaiserkrone – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

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