Österreichisches Wörterbuch

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Östareichis Weatabuach; Ausgob 39/ 2001

Österreichische Wörterbuch (ÖWB) is dés õanzige ãmtliche Weatabuach fia de hochdaidsche Schriftschbråch in Ésdaraich und wiad im Aufdråg fum Untarichtssminisderium (fria Bundesminisdearium fia Büdung, Wissnschåft und Kuitua, said 2007 Bundesminisdearium fia Untaricht, Kunst und Kuitua) fum Ésdaraichischn Bundesfalåg (ÖBV) in Wean aussa gém.

Bedaitung[VE | Weakln]

D'easchde Auflåg fum ésdaraichischn Weatabuach is nu in da Besåzungszaid 1951 fum dåmålign Untarichtsminisda in Felix Hurdes aussa gém woan und woa fia'n Untaricht in de Schuin dåcht. Dafoa håd nu oiwai s'åide daidsche Réglbuach fu 1902 goidn, bzw. sogoa dés nü ödane fu 1879. D'easchde Auflåg håd gråd amåi 276 Saitn ghåbt mid iwa 20.000 Schdichweata.

Dé Entschaidung fia a aigens ésdaraichs Weatabuach fu da daidschn Schbråch woa natiali a a politische. Ma håd fia de Schuin naiche Biacha braucht und woit auf kõan Fåi wöche aus Daidschlãnd bschdöön oda söwa a åids nåchdruka und so håd ma dãn glai a aigens gmåcht. Zu deara Zaid woit ma famaidn das iagend wås ans Daidsche Raich earinat und untam Minisda Hurdes is in de Zaignis fu de Schüla sogoa schdåd'n Fåch "Deutsch" õafåch "Unterrichtssprache" drinan gschdãndn. Aus dém Grund håd ma dés Weatabuach a goa ned "Wörterbuch der deutschen Sprache in Österreich" oda so gnend, sondan gãns õafåch "Österreiches Wörterbuch".

S'esdaraichische Weatabuach definiad de Rechtschraibung fum Hochdaidschn in Ésdaraich und is sowoi fia de Schuin de fabindliche Noam ois wia a fia ole Beãmtn und Inschdiduzionen fum Schdåd, so zum Baischbü a fia de ãmtliche Weana Zaidung und in ORF. Brivatpeasonen, brivate Zaidungen und Fiamen kinan si danåch richtn, miassn åwa ned. Nåchdém åwa a jéda Schüla in Ésdaraich s'Lésn und Schraim nåch deara Noam leand, håd dés mid da Zaid dazua gfiad, das duach dés Weatabuach a Schdandard fum ésdaraichischn Hochdaidsch entschdãndn is, an dén si fåst ole håidn.

Im Weatabuach söwa schded dazua foigendes:

Das amtliche Regelwerk regelt die Rechtschreibung innerhalb derjenigen Institutionen (Schule, Verwaltung) für die der Staat Regelungskompetenz hinsichtlich der Rechtschreibung hat. Darüber hinaus hat es zur Sicherung einer einheitlichen Rechtschreibung Vorbildcharakter für alle, die sich an einer allgemein gültigen Rechtschreibung orientieren möchten; das heißt Firmen, speziell Druckereien, Verlage, Redaktionen – aber auch Privatpersonen.

Dé gressan Untaschiad zum daidschn Duden han åwa hauptsechli im Vokabular, wo im ésdaraichischn Weatabuach an Haufn Austriazismen drinan schdengan, dé in Daidschlãnd schriftlich néd fawent wean oda zu mindest ned da offizieln Noam entschbréchn. Dazua schraims im ÖWB söwa:

Das Österreichische Wörterbuch ist ein Wörterbuch der guten, richtigen deutschen Gemeinsprache. Es ist jedoch in erster Linie für Österreicher bestimmt und wird vor allem von Österreichern benützt werden. Deshalb enthält es auch zahlreiche allgemein verwendete Wörter der österreichischen Umgangssprache und der österreichischen Mundarten, wenngleich keine Wörter in mundartlicher Schreibung. Solche Wörter sind ausdrücklich als der Umgangssprache oder der Mundart zugehörig gekennzeichnet. Durch die Aufnahme dieser Ausdrücke, die in der Sprache des Alltags immer wieder auftreten und etwa bei der Wiedergabe von Gesprächen geschrieben werden müssen, wurde auch ihre Schreibung festgelegt. Das Österreichische Wörterbuch ist noch in einem anderen Sinn als ein österreichisches anzusprechen. Wir Österreicher verwenden eine Reihe von Ausdrücken, die nicht weniger richtig, gut und schön sind als anderswo gebrauchte. Sie wurden naturgemüß im Wörterbuch bevorzugt, wogegen etwa nur in Norddeutschland übliche gar nicht berücksichtigt oder als bei uns fremd oder zumindest ungewohnt ausdrücklich gekennzeichnet wurden. Es ist aber auch Tatsache, daß wir in der besten Sprache der Gebildeten unseres Landes Wörter anders betonen, anders aussprechen, Hauptwörter mit einem anderen Artikel oder einer anderen Mehrzahlform, Zeitwörter mit einem anderen Hilfszeitwort verwenden u. v. a. m., als dies außerhalb Österreichs üblich ist. In solchen Fällen wurde die bei uns gebräuchlichen, allgemein als gut und richtig empfundenen Formen ins Wörterbuch aufgenommen. (Vorwort, 32. Auflage, 1972)

Fu da Schraibwais untaschait si s'ÖWB åwa nua bai Weata dé in Ésdaraich wiakli a ãndas ausgschbrocha wean, sunst san de Régl fu da Rechtschraibung de söbn wia in Daidschlãnd. Said da 39. Auflåg fu 2001 is dés ÖWB a auf de naiche daidsche Rechtschraibung nåch da Refoam umgschdööd woan, obwois fü Laid gém håd, dé då gãns dagéng woan.

Mitlawai gibts schã de 40sde Auflåg dafã, fu deas mearane Veasionen gibt: a düns fia d'Foikschui, a mitlas fia d'Hauptschui und s'Gimnasium und a diks wås ma im Buachhãndl kaufn kã.

In Sidtiaroi wiad übrigens a dés ésdaraichische Weatabuach ois Noam fia de Rechtschraibung heagnuma und a in de daidschschbråchign Schuin doat fawent.

Aktuelle Veasion[VE | Weakln]

Die Schulausgabe der 36. Auflage von 1985
Die Schulausgabe der 32. Auflage von 1972

De naichasde Auflåg fum ÖWB is de 40sde, dé in da bishea umfãngraichsdn Foiveasoin mid iwa 80.000 Schdichweata auf 1.008 Saitn im August 2006 aussa kema is. A boa Wochan schbéda, nu rechtzaidig fian Schuiãfãng is dãn dé a weng ågschbékde Schuiveasion mid 864 Saitn aussa kema. Daném gibts a nu de klõane Kompaktveasion mim Basiswoatschåz fu 20.000 Weata. De Autoan fu deara naichasdn Veasion woan da Back Otto, da Benedikt Erich, da Blüml Karl, da Ebner Jakob, da Möcker Hermann - ois Geamanisdn - und d'Maria Hornung, wås de bekãntasde Koarife im Beraich fu da Dialektfoaschung in Ésdaraich is, und a nu da Pohl Heinz-Dieter, a Brofessa fu da Univeasidet Klågnfuat und da Tatzreiter Herbert, dea bis zu saina Emaritiariung Brofessa auf da Univeasidet in Wean woa. D'Weatabuachredakzion is fum Fussy Herbert glait woan.

In da Foiausgåb han géngiwa da 39sdn Auflåg iwa 3.000 naiche Weata drin, wia zan Baischbü d'"E-Card", wås d'naiche elektronische Krãnkfasicharungskoatn in Ésdaraich is, oda a so Såchan wia d'"Hacklerregelung" und d'"Pensionsharmonisierung". Aus'n Åitågswoatschåz san alõa untam Bugschdåb A foigende Weata naich aufgnuma woan: "Altenbetreuer", "anzipfen", "ablösefrei", "Audiobook", "Afro-Look" und "Alkopops". Daném han a nu an Haufn naiche Begrif aus'n Beraich fum Computa und fum Intanet dazua kema, wia zan Baischbü "'skypen", "VoIP", "Blog", "Linux" und sogar "Wikipedia".

A boa naiche Begrifn untaschaidn si åwa im ÖWB géngiwa in daidschn Duden, so is zan Baischbü in Ésdaraich jéz "'smsen" ois Noam schdandardisiad, wo hingéngs in Daidschlãnd "'simsen" hoast. Im Beraich fum Schboat han a naiche Såchan dazua kema, wia zan Baischbü s'Woat "Blutdoping", wås nåch da Wintaolympiad fu Turin recht oft in de Zaidungen woa.

A boa åidfadarische Weata, dé haid e kõana mea fawent und Fåchausdrik fia Såchan dés gõa neama gibt han åwa in da naichasdn Veasion goa neama drin, wia zum Baischbü "Absperrkommando" und "Arbeitermittelschule", oda a dés ehemålige Modewoat "affengeil", wos saine béssan Dag a schã lãng hinta si håd. De Weata "Schilling" und "Gendarmerie" han åwa waida drin, a wãns dé dazua ghearige Såch in da realn Wöd goa neama gibt.

Dés bsondane am ÖWB is a, das a soichane Weata drinan schdengan, dé aigentli fum Dialekt keman, åwa in Ésdaraich a in da gschriwanen Foam oft fia keman. So fint ma zan Baischbü so Såchan wia d'Keantna "Strankerl" oda an "Zöger" bzw. "Zeger" fia a gflochdans Drågkeawi. Ãndane dipisch ésdaraischische Weata drin han a nu so Såchan wia: "Dulliähstimmung", "Greißler", "Gwirkst", "Jausengegner", "Käsekrainer", "klass", "Outwachler", "Pfusch", "pipifein", "Roadpricing", "Stockerlplatz", "Szenebeisl", "tschechern", "zach" und "zerknautschen".

Lusdig is, das si nåch da 39sdn Auflåg a boa Ötan im Minisdearium beschwead hãm, das im Österreichischen Wörterbuch z'fü drékige Weata drin schdengan und auf dés hãms a boa fu de eagan aus da Schuiveasion ausi dã. Zum Baischbü fint ma doat jéz s'Woat "pempern" in da umgãngsschbråchlichn Bedaitung fia'n Foatbflãnzungsakt nimma.

De Schraibwais richt si wia schã in da 39sdn Auflåg nåch da naichn refoamiadn daidschn Rechtschraibung.

2008 is fu da 40sdn Auflåg a naicha Druk gmåcht woan, dea åwa genau glaich is wia da foarige.

Literadua[VE | Weakln]

  • Österreichisches Wörterbuch - auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks (neue Rechtschreibung); herausgegeben im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Bearb.: Otto Back et al., Redaktion: Herbert Fussy et. al., 40. neu bearb. Aufl., Wean: öbv&hpt, 2006, 1008 S., ISBN 978-3-209-05511-8 (gebundene Buchhandelsausgabe)
  • Österreichisches Wörterbuch - auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks (neue Rechtschreibung); herausgegeben im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Bearb.: Otto Back et al., Redaktion: Herbert Fussy et. al., 40. neu bearb. Aufl., Wean: öbv&hpt, 2006, 864 S., ISBN 978-3-209-05068-7 (Schulausgabe)
  • Österreichisches Wörterbuch - auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks (neue Rechtschreibung); Ebner, Jakob, u. a., 40. neu bearb. Aufl., Wean: öbv&hpt, 2006, ISBN 978-3-209-04863-9 (Kompaktausgabe)

Sekundealitaratua[VE | Weakln]

  • Retti, Gregor (1999): Austriazismen in Wörterbüchern. Zum Binnen- und Außenkodex des österreichischen Deutsch. phil. Diss. Innsbruck. [1]
  • Retti, Gregor (1991): Das Österreichische Wörterbuch. Entwicklung, Wortbestand, Markierungssysteme. Dipl.-Arb. Innsbruck. [2]
  • Rudolf Muhr: Österreichisches Aussprachewörterbuch, österreichische Aussprachedatenbank (Adaba); inkl. CD mit 75.964 Audiofiles; Frankfurt am Main; Wean (u.a.): Lang, 2007, 524 S., ISBN 978-3-631-55414-2

Schau a unta[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]