Berg am Loam

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Berg am Loam
Landeshaptstod Minga
Koordinatn: 48° 7′ N, 11° 38′ O48.12222222222211.627777777778Koordinaten: 48° 7′ 20″ N, 11° 37′ 40″ O
Eigmoandung: 1. Juli 1913
Postleitzoi: 81671, 81673, 81677, 81735, 81825, 81829
Voawoi: 089
Karte
De Log vom Stodbeziak 14/Berg am Loam

Berg am Loam (amtle: Berg am Laim) is a Stodei vo Minga und buidd an Kern vum Stodbeziak 14/Berg am Loam. Ea zäid zu de kloanstn Mingara Stodbeziake, sowoi wos de Flechn ois aa wos de Einwohna betrifft.

Log[VE | Weakln]

Berg am Loam liagt im Ostn vo Minga; zwischn de Stodei Haidhausn im Westn, Truadaring im Ostn und Ramasdorf-Perlach im Sidn. De Grenzn z Bonghausn im Nordn werd duach d Gleis vo da Bohstregga Minga - Muidorf vo Berg am Loam bis Ream buidd. Doduach san de ehemoling Ortstei Zamdorf und Stoahausn, wo uaspringle zua ehemoling Gmoa Berg am Loam gheat hom, am Stodbeziak Bognhausn zuagschlogn worn.

Gschicht & Entwigglung[VE | Weakln]

Bis zan 19. Joarhundat[VE | Weakln]

Betriebswerk Berg am Laim-4.JPG

Berg am Loam is am 23. Aprü 812 ois „ad Perke“ urkundle dawehnt worn, da Zuasotz „am Laim“ ois „auf dem Laimb“ as erschde Moi 1430. Da Begriff Loam bedeidd nix ondas wia Lees-Ton-Eadn (boarisch „Loam“, deitsch „Lehm“). Da Noma beschreibt de Log auf am Higl, wo si auf da rund oan Kilometa broadn Lees-Loam-Zunga vo da Mingara Schottaebane zwischn Ismaning und Berg am Loam befindt. Ziagl aus Berg am Loam san fir grosse Tei vo da mittloitalichn und frianeizeidlichn Mingara Innenstod und fir de Fraunkirch vawendt worn. Orbata vo de Ziagelein hom in da Grindazeid in da Gengd vo eanare Orbatsorte gsiadlt. Uma 1900 is de Ziaglbrennarei zweng da Daschepfung vo de Loamvurkumma zgrund ganga.

Berg am Loam wor a Sitz vo ana Hofmork. Vor da Säkularisation wor de Hofmork a persenlichs Eingtum vo Mitgliada vom Haus Wittlsboch. Da bedeitnste Inhiba wor da Kurfirschd Klemens August I. vo Bayern, Erzbischof vo Köln, wo de bedeitnde barocke Stiftskircha St. Michael ois Rittaordns- und Bruadaschoftskircha darichtn hod lossn. Berg am Loam hod geograafisch zwor z Obabayern, politisch oba zum Kurfirschdbistum Köln gheat. Da letzte Inhob vo dera Hofmork wor da kinigliche ministraale Baron vo Hompesch, vo dera Familie aa da lezte Grossmoasta vom Maltesaordn auf Malta gstammt hod. De Vabindung vo Berg am Loam mid dene zoagt si heid no duach an Hauptsitz vo de Maltesa vo Bayern, wo se in da Streitfeldstross befindd.

1801 is Berg am Loam mid da Auflesung vom Kurfirschdbistum Köln z Bayern kema. Mid da Gmoareform is s 1818 zur sejbständing Gmoa worn und hod a eigans Patrimonialgricht dahoidn. Baamkircha, Echarding und Jesefsburg san Ortstei worn.

Historische Ortstei[VE | Weakln]

Baamkircha[VE | Weakln]

St. Stefan z Minga Baamkircha

(amtle: Baumkirchen) is s erschde Moi 870 ois „ad Pouminunchirihum“ ois Pforrdorf dawehnt worn. Da Nom bedeidd entweda „aus Baamstamm gfeatigte Kircha“ oda mid „Baama umstandane Kircha“. Da Ortskean hod si um de katholische Filiaalkircha St. Stefan befundn, wo im Raum Minga oane vo de ejdastn urkundlich dawehntn Kircha is. Da Beu kennt auf de Zeit umara 800 zruggadgeh, wei in na Urkundn vo 813 vo na Kirchastiftung ons Bistum Freising berichdd wead. Im Zug voo da Säkularisation 1806 hod St. Stefan aufgrund vo am kiniglichn Erloss sein Status ois Pforrkircha on de Bruadaschoftskircha St. Michael in Berg am Loam valorn und is zur Filiaalkircha worn. 1818 is Baamkircha a Tei vo da Gmoa Berg am Loam worn.

Echarding[VE | Weakln]

Echarding is s erschde Moi ois „Echartingin“ 1091 dawehnt worn, da Nom bedeidd sovui wia „da Besitz vom Erhard“.

Josephsburg[VE | Weakln]

De Josephsburg is ois Ort 1693 duachn Kurfirschd Joseph Clemens von Köln (da Bruada vom Kurfirscht Max Emanuel von Bayern) entstondn. 1701 is de Benennung vo da Ortschoft noch seim Dabaua dafoigt; des is zglei s Joar vo da Erstnennung ois „Josephs-Burg“. 1818 is Josephsburg Tei vo da Gmoa Berg am Loam worn.

Pacham[VE | Weakln]

(amtle: Pachem) is as erschde Moi 1315 ois „Pachem“ dawehnt worn. Da Nom loat si vom „Boch“ ob, worscheinlich is do da Hachinga Boch da Nomageba. De Kapejn Pacham is 1315 ois Filiaale vo St. Stefan in Baamkircha dawehnt worn.

1900 bis 1945[VE | Weakln]

Eisnbohsiadlunga[VE | Weakln]

De Entwigglung vo Berg am Loam ob eppa 1900 is stork vo da 1871 vo Minga in Richtung Muidorf bzw. vo Minga in Richtung Rousnhoam dafoigtn Valengarung vo da Eisnboh beinflusst worn, aufgrund vo dem unta ondam a Gita- bzw. Rangiarbohhof und a Betriabswerk fir Dampflokomotivn mitm entsprechendn Persoaalbedoaf entstondn is. Estlich vom Ostbohhof und entlang in Richtung Ostn valaffatn Bohkeapa san vorm Easchtn Wödkriag de easchtn Eisnbohwohnunga im Gschosswoohungsbau entstondn, wo in da Zeit zwischn de Wödkriag stoak daweidat worn san. Des bis heid existiarnde Egghaus on da Kreizung Berg-am-Loam-Stross und Laichtnbergring is 1901 darichdd worn und wpr oans vo de easchtn Haisa z Berg am Loam im Gschosswohnungsbau.[1] S Haisl werd bis heid vo da Eisbohna-Baugnossnschoft Minga-Haptbohhof eG (EBM) vawoidd. Weidane, im Joar 1911 entstondane und 1929 daweidate Eisnbohwohnunga, wo bis heit existent san, befindn si on da Kreizung vo da Schlisslbergastross und Oidädinga Stross.[2] Direkt on da heiting S-Boh-Hoitestej Berg am Loam ogrenzad, findd si a gressane zammhengade Siadlung on Eisnbohwohnunga aus da Zait zwischn de Wödkriag.

Eingmoandung z Minga[VE | Weakln]

Zum 1. Juli 1913 is de Gmoa Berg am Loam in de kgl. Hapt- und Residenzstod Minga eigmoandd worn.

Easchliassung durch de Tramboh[VE | Weakln]

In de spaadan 1920a und in de 1930a Joa hod si as Stodaibuid des bis daato imma no ibawiangd ländlich prägt gwesn is im gressan Umfong vaendat, wei de easchdn Grosswohsiadlunga vom sozialn Wohnbau fir vui tausnde Leidln aufm Gebiet vo Berg am Loama plant worn san. De Entwigglung vom sidlich ogrenzadn Nochbastodei Rammasdorf is im Zammahong mid da Entwigglung vo Berg am Loam zum seng. Boade Stodei san bis do hi eha lendlich-deaflich prägt gwen. 1926 is de bisher am Ostbohhof endate Strossnboh bis Berg am Loam und af Rammasdorf valengat worn, wos de easchdn Voraussezunga fian plantn Wohungsbau in gressan Ausmoss gwen is.

De erschdn Grosswohnsiadlunga[VE | Weakln]

Im Joar 1928 is untam Wohungsbaurot Karl Preis mitm Bau vo da Grosswohnsiadlung Neirammasdorf ogfonga worn, wo neadle vom oidn Rammasdorfa Ortskern entstondn is und de easchde Siadlung vom sozialn Wohnungsbau in Minga ibahapts wor. De stodingarische Wohungsbaugseischoft GEWOFAG is dodazua eingds grindd worn. Zwischn 1928 und 1931 is da easchde Bauobschnitt um de Melusinastross und am Piusblooz, oiso etwor zua Häiftn auf heiting Gebiet vo Berg am Loama (de Bezeichnung Neirammasdorf is foiglich teiwais irrefirnd). Zwischn 1936 und 1941 is de Siadlung uman Piusplotz umadum noamoi deitlich dawaidat worn. De Wohngebaide vo dera Siadlung bestenga bis heit.

De Voikswohnolog[VE | Weakln]

Zwischn 1936 und 1939 is zuadem, ois d' erschde vo dera Ort z Minga, de sognennte „Voikswohnungsolog Berg am Loam“, entlong vo da Bod-Schochna-Stross, zwischn Echadinga- und da St. Michael-Stross, darichtt worn. Dodafir is, noch da 1928 grindatn GEWOFAG, de zwoate stodingarische Wohungsbaugsejschoft GWG ins Lebm gruaffa worn.[3]. De sognenntn „Voikswohunga“ worn noch am Konzept vom Nationalsozialistischn-Raichsorbatsministerium „billigste Wohnungen in ein- oder mehrgeschossiger Bauweise“. Ois Spiznom hod si da bis haid gebraichliche Spiznom „Maikäfasiadlung“ druchgsetzt. De Siadlung, de an gortnstodischn Charakta ghobt hod, hod si durch de kloana Vorgeatn und vo da Winzigkeit vo de Wohungan her (Kloanstwonungan) charaktarisiart. Seid Joarn lafft bei de oidn Wohgebaide im Bereich vo da Maikäfasiadlung a umfossnds Modernisiarungsprogramm. De oidn Wohgebaide wern schrittweis obrocha und durch Neibautn easezt. Im Zug vo dene Neibautn wead aa de Infrastruktur vo da Maikäfasiadlung duach am Mitbau vo am bisher ned vorhondanen Supamorkt, sowia vo na Apothekn und mearane Oarztpraxn spirbor vabessat.

Beleg[VE | Weakln]

  1. http://www.ebm-muenchen.de/index.php?id=45
  2. http://www.ebm-muenchen.de/index.php?id=44
  3. http://www.gwg-muenchen.de/assets/files/gwgjournal/GWG_Journal_155.pdf

Biachl[VE | Weakln]

  •  Florian Breu: Die Münchener Stadtbezirke nach der Stadtgebietsneugliederung. In: Münchener Statistik. Nr. 1, 1996, S. 1-14.
  •  Klaus Gallas: München. Von der welfischen Gründung Heinrichs des Löwen bis zur Gegenwart: Kunst, Kultur, Geschichte. DuMont, Köln 1979, ISBN 3-7701-1094-3 (DuMont-Dokumente: DuMont-Kunst-Reiseführer).
  •  Christl Knauer-Nothaft, Erich Kasberger: Berg am Laim – Von den Siedlungsanfängen zum modernen Stadtteil Münchens. Volk Verlag, Minga 2006, ISBN 978-3-937200-16-3.
  •  Helmuth Stahleder: Von Allach bis Zamilapark. Namen und historische Grunddaten zur Geschichte Münchens und seiner eingemeindeten Vororte. Hrsg. v. Stadtarchiv München. Buchendorfer Verlag, Minga 2001, ISBN 3-934036-46-5.

Im Netz[VE | Weakln]