Bruno Kreisky

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Bruno Kreisky 1983

Da Bruno Kreisky (* 22da Jena 1911 in Wean; † 29dn Juli 1990 a doat) woar a ésdaraichische Bolitika fu da SPÖ und fu 1970 bis 1983 Bundeskãnzla fu da Republik Ésdaraich.

Sâi Lém[VE | Weakln]

Kindhaid und Ausbüdung (1911–1938)[VE | Weakln]

Dåfi bai saim Gebuatshaus in Wean-Magredn

Da Bruno Kreisky woa da zwoate Su fu ana guad situiadn jidischn Familie und is in Magredn, in fümbfdn Beziak fu Wean, auf d'Wöd kema. Sâi Fåta da Max Kreisky (1876-1944) woa Genaraldiarekda fu da Österreichischen Wollindustrie AG und da Textil AG, Zensor - oiso hocha Kontrolbeãmta - bai da Österreichischen Nationalbank, Miglid fum Zentralverein der kaufmännischen Angestellten - oiso da Gweakschåft fia Biaroãngschdöde - und in da Emigrazion (åb 1942) Diarekda fu ana Dexdilfabrik in Schwédn. Sâi Muata woa d'Irene Kreisky(1885-1969), a geboarane Felix, dea ia Familie Fabrikantn aus Mean woan. Sâi Grosfåta fum Fåta saina Sait woar a Owaleara und a Grosonki fu da Muata iara Sait, da Josef Neuwirth, woa fu 1873 - 1895 Ågoadneta im Raichsråd, im Parlament fu Cisleithanien.

Schã in saina Schuizaid is da Bruno Kreisky mid da Sozialdemokrati in Kondakt kema und is 1926 gãns bewust zu deara iara „proletarischn“ Jugendoaganisazion, da Sozialisdischn Oawatajugend (SAJ), dazua gãnga, wås saine Ötan néd gean gséng hãm. A in da Sozialisdischn Oawatajugend söwa woan am Ãfãng de ãndan a weng skeptisch, wås a so a "gschdobfda" biagalicha bea eana faloan håd. Mid da Zaid håd a si doat åwa recht guad integriad und is 1927, nu ois Schulabua und Gimnasiast, sogoa da Foasizende fu sa SAJ-Grupn im fiatn Beziak woan. Åb 1933 is a sogoa fia de Büdungs- und Kuituaoawad fu da gãnzn SAJ zuaschdendi gwén. In deara Zaid håd a d'Familie fum Gerhard Bronner kéna gleant und is mid dénan guad bekãnt gwén.

1929 håd da Bruno Kreisky zan schdudian ãgfãngt und zwoa Jus, obwoi a aigentli zeascht Medizin måcha woit, wai eam nemli gsågt woan is: "D'Boatai braucht guade Juaristn." Im Februa 1934 håd a géngan aufkemadn Faschismus in Ésdaraich und in Ainsåz fum Milidea géng dé aiganen Laid protesdiad und gemainsãm mim Olah Frãnz Aufruf und Flugblad fadailt. Am 18. Februa 1934 håd da dåmålige Bundeskanzla, da Doifuas Öngibeat (Engelbert Dollfuß), dea said 1933 auf Basis fum Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz fu 1917 autoaritea regead håd, dãn de Sozialisdische Oawatajugend (SAJ) fabiadn låssn, genau so wia d'Oawatazaidung (Arbeiterzeitung), ole Gweakschåftn und d'Sozialisdische Boatai (Sozialdemokratische Arbeiterpartei - SDAP) iwahaupt. Auf dés aufi håd da Kreisky gemainsãm mim saim Fraind in Roman Felleis und mim Franz Olah a fadékde naiche Oaganisazion aufbaud, dé si revoluzioneara sozialisdische Jugend gnend håd. Dafia hãm si si hõamli im Weana Wåid drofa.[1]

In de negsdn Monad is da Bruno Kreisky fia dé jéz ilegale sozialisdische Boatai unta faschidame Déknam éfda in d'Tschechai gfoan und håd si in Brünn mim Otto Bauer drofa. Doat håd woar a sogoa im Dezemba 1934 bai da 2. Konferenz fu da sozialisdischn Jugendbewegung in Mearisch-Trübau (Moravská-Toebová) ois Hauptrédna dabai und a bai da 1. Raichskonfarenz fu dé revoluzionean Sozialisdn in Brünn. Im Jena 1935 woar a bai da Grundungsfasãmlung fu da Revoluzionean Sozialisdischn Jugand in Wean dabai uns is kuaz drauf in da Wonung fu saine Ötan fahåft woan. Eascht nåch õan Joa Untasuchungshåft is a im Meaz 1936 bai de so gnendn "Sozialistnprozess" wéng Hochfaråd fauadaild woan. Foa Gricht håd a si åwa recht eloquent fadaidigt und saine Rédn han sogoa im Auslãnd aufgfoin. Nåchdẽm a ois Schdråf am Joa Keaka griagt håd und e schã so lãng in Untasuchungshåft gséssn is, is a am 3. Juni 1936 wida aussa kema. Ea håd åwa neama auf d'Uni zruk deafn, wai a fia ole Hochschuin in Ésdaraich gschbead woan is. Easchd im 1938ga Joa håd a wida featig schdudian deafn und sâi lézde Brüfung håd fian Dokda Juris håd a am 14. Meaz 1938 gmåcht, zwoa Dåg nåchn Aimarsch fu da daidschn Weamåcht. Õan Dåg schbéda is a fahåft woan.

Unta da Auflåg, das as Daidsche Raich falåst, is a im August 1938 ausn Gfengnis auslåssn woan und woit auf dés aufi nåch Bolivien. Duach a Ainlådung fum schwédischn Fiara fu de Jungsozialisdn, in Torsten Nilsson, is a åwa dãn nåch Schwédn kema. Sâi Roas doathî woa übrigens midn easchdn Linienflug fu da daidschn Lufthansa fu Wean nåch Bealin am 21dn Septemba 1938. Dés Flugticket dafia håd eam da Josef Afritsch bsoagt, dea schbéda in da Zwoatn Republik amåi Inenminisda woan is.

Exil in Schwédn (1938–1945)[VE | Weakln]

Dé Zaid fum Zwoatn Wödgriag woa da Bruno Kreisky im Exil in Schwénd, nåch dém a im 1938ga Joa neta unta da Bedingung ausn Gfengnis aussi låssn woan is, das a s'Daidsch Raich falåst. Ea is auf dés aufi nåch Schdokhoim gãnga, wo a an Bosdn ois Sekretea bai ana Konsumgsöschåft griagt håd. Némbai håd a nu fia schwédische und auslendische Zaidungen Artikl gschrim. Doatn håd a a in Willy Brandt kena gleant, dea a fu Daidschlãnd wég is und 1940 iwa Noawéng doat hî kema is. Dé zwoa han guade Fraind woan und sans a eana Lém lãng blim. In Schwén håd da Bruno Kreisky a 1942 ghairat, nemli de Vera Fürth, mid dear a schbéda zwoa Kinda griagt håd, an Su, in Beda (* 1944) und a Dochda, d'Susanne (* 1948).

Im Exil in Schwédn woar a åwa a oiwai bolitisch aktif und håd si fu doat aus fia a frais Ésdaraich âigsézt. Nu im 1939ga Joa woar a foam Griag nu in Lille in Frãnkraich baim Kongress fu da Sozialisdischn Jugendintanazionale und håd doat dé Bolitik fu de ésdaraichischn Sozialisdn géngiwa in Schdendeschdåd und in Nazionalsozialismus fataidigt und is doatn géngan Santiago Carrillo aufdredn, in schbédan Schef fu de schbanischn Komunisdn. 1941 is a Obmã fum Klub fu de ésdaraichischn Sozialisdn in Schwédn woan und håd 1942 earaicht, das ésdaraichische Desatea fu da daidschn Weamåcht in Schwédn bolitischs Asil griang. Nåchn Griag håd a fu Schwédn aus Hüfslifarungen fu Lémsmitl und Medikament fia Ésdaraich oaganisiad, bai dénan eam saine Kondakde zu dé doating Bolitika recht ghoifn hãm, wia zan Baischbü zum Minisdabresident Per Albin Hansson, nåchdém haid in Wean a grossa Gemaindebau benãnt is. Es san a an Haufn ésdaraichische Kinda zua Eaholung fum Griag nåch Schwédn gschikt woan und a de Weana Faiawea håd fu da schwédischn Marine Foazaig und Matrial gschenkt griagt.

Iwahaupt håd a aus Schwédn néd neta Hüfslifarungen und guade Kondakte midbråcht, sondan a naiche Iden fia an modean demokratischn Sozialismus, de schbéda ois "schwedischs Modö" bekãnt woan san. Im Mai fum 1946ga Joa is da Bruno Kreisky dãn nåch åcht Joa im Exil zan easchdn Måi wida zruk nåch Ésdaraich kema, nåchdém a fu da franzesischn Bsåzungsmåcht dé Ealaubnis dafia griagt håd.

Nåchn Griag (1946–1969)[VE | Weakln]

D'easchdn Joa nåchn Griag woa da Bruno Kreisky ois Diplomat fia Ésdaraich wida in Schwédn. Im 1951ga Joa is a dãn komplet nåch Ésdaraich zruk kema und is Beãmta im Kanzlaãmt woan, in da Åbdailung fia ausweatige Ãnglénghaidn (haid Aussnminisdearium). Da Bundesbresident Theodor Körner håd'n dãn zu eam ghoid und ois bolitischn Beråta ãngaschiad und eam zu saim Vize-Kabinetsdiarekda gmåcht. Im 1953ga Joa is a dãn Schdådssekredea fia ausweatige Ãnglénghaidn woan und håd so fia d'SPÖ a bolitischs Ãmt iwanuma. Auf Beziaksébene woar a åwa schã said 1951 fia d'Boatai aktif und woa untam Franz Olah, dén a nu aus da Zaid foam Griag kend håd, Subkassia fu da SPÖ in Wean-Heanals.

1955 woa da Bruno Kreisky a dabai, bai da ésdaraichischn Fahãndlungsdelegazion, dé in Moskau in Schdådsfadråg und damid in Åbzug fu de Bsåzungsmecht ausfahãndlt håd. Im 1956ga is a dãn zan easchdn Måi in Barlament gwöd woan und is Nazionalråd fia d'SPÖ woan. Im 1959ga Joa is a in da Regiarung fum Julius Raab (Grosse Koalizion) Aussnminisda woan. In deara Funkzion woar a a drã bedailigt, wia de European Free Trade Association (EFTA) grünt woan is, håd midgoawat bai ana Lésung fia de Siddiaroi-Fråg (Südtirol-Paket). Ois Aussnminisda håd a a an naichn „Marshall-Plan“ fia de Drite Wöd foagschlång, dea åwa néd z'Schdãnd kema is. Nåchdem im 1966ga Joa d'ÖVP åwa d'Absolute bai da Nazionalrådswåi griagt håd und a Alõaregiarung one d'SPÖ gmåcht håd, is da Lujo Toncic-Sorinj naicha Aussnminisda woan. Dafia wiad a im Juni 1966 SPÖ-Obmã fu Niadaésdaraich.

Sâi Zaid ois Bundeskãnzla (1970–1983)[VE | Weakln]

Am Boataidåg fum 30. Jena - 1. Februa 1967 wiad da Bruno Kreisky ois Nåchfoiga fum Bruno Pittermann zum Bundesfoasizadn fu da SPÖ gwöd und wiad aso Schef fu da Opposizion. Bai de negsdn Nazionalrådswåin am 1. Meaz 1970 gelingds da SPÖ de Absolute fu da ÖVP zan brecha und söwa a relatife Meahaid zan griang. Auf dés aufi büt da Bruno Kreisky a Mindahaidsregiarung, unta parlamentarischa Duidung fu da FPÖ, und wiad ois Nåchfoiga fum Josef Klaus zan easchdn Måi Bundeskãnzla. In dea Zaid fãngd a sâi Konflikt mim Simon Wiesenthal ã, dea dés gãnze Lém fu de zwoa dauan wiad. Auslösa dabai woa d'Kreisky-Peter-Wiesenthal-Affaire bai deas drum gãnga is, das da Simon Wiesenthal aufdékt håd, das da Obmã fu da FPÖ, duch dén sâi parlamentarische Untaschdüzung de Mindahaidsregiarung eascht mégli woan is, a oida Nazi is und das da Friedrich Peter sogoa bai da SS dabai woa. Õa Joa drauf, håd de SPÖ åwa bai dé am 10. Oktoba 1971 åghoidanen Nazionalrådswåin sogoa de absolute Meahaid griagt (50,04% fu de Schdimen und 92 Mandate) und håd auf dés aufi alõa regian kina, one de FPÖ.

Refoamen[VE | Weakln]

Duach de absolute Meahaid fãngt åb 1971 a intensife Refoamoawad fu da SPÖ-Regiarung untam Bruno Kreisky ois Kãnzla ã, dé ésdaraich in de komendn Joa komplet umbaud und so am modeanen Sozialschdåd nåch sozialdemokratischn Musda måcht. Untam Justizminisda Christian Broda wiad dés Rechtssisdem und da Schdråffoizug in de Gfengnis refoamiad, es wiad a naichs Familienrecht gmåcht (Große Familienrechtsreform) und dés Recht auf Schwãngaschåftsåbbruch wiad 1975 ausgwait (Frisdnlösung bis zan 3. Monad). Aussadem wiad Homosexualidet legalisiad und Schdråfn dafia ågschåft. Aussadem kimds zu ana Demokratisiarung fu de Univeasidetn, de Schdudiengebüan wean ågschåft, im Oawadsberaich wiad de 40-Schdundn-Wocha âigfiad, es wean Gséz fia d'Glaichberechdigung fu de Fraun gmåcht und an Haufn schdåtliche Soziallaisdungen fia Oawata und Ãngschdöde âigfiad.

Aussnbolidik[VE | Weakln]

Da Bruno Kreisky ois Bundeskãnzla bai am Bsuach in de USA im Februa 1983

Es gelingd eam dé gãnzn Refoamen duach zan griang und drozdem de Meahaid bai de Wåin zan gwinga. Im 1975ga wiad de SPÖ und damid sâi Regiarung zan zwoatn Måi mid absoluta Meahaid beschdetigt und s'Kabinet Kreisky III wiad ãngelobt. In deara Legislatuapeariodn håd da Kreisky ãgfãngd das a si intanazional ãngaschiad und håd a recht aktife ésdaraichische Aussnbolidik gmåcht. Ea håd si fian Fridn im Nån Osdn âigsézt und Kondakt zu fü arabische Bolitika aufgnuma und a zu dea dåmåis nu ois Terror-Oaganisazion âigschduftn PLO. Dés håd eam fü Kritik aus Israel âibråcht, foa oim das ea, dea söwa a Jud is, mid soichane Laid iwahaupt rét. Ea woa åwa eha a Gégna fum Zionismus und håd a de Argument fu da arabischn Saitn faschdãndn und eanan Ãnschbruch auf a aigens Lãnd fia de Palesdinensa. In deara Zaid håd a guade Bezihungen zum egiptischn Bresident Anwar as-Sadat ghåbt und zum Muammar al-Gaddafi fu Libien wia a zum Jassir Arafat fu da PLO.

In Airopa woa Ésdaraich duachn Bruno Kreisky a wichdiga Fadreta fu am airopeischn Model fu ana sozialn Moaktwiatschåft und ana sozialdemkoratischn Bolidik. Saine wichdigsdn Kolegn auf airopeischa Ebene, mid denan ea an guadn Kondakt ghåbt håd, woa da Willy Brandt, dea fu 1969 bis 1974 Bundeskãnzla fu da BRD woa und da Olof Palme, dea zu deara Zaid schwédischa Minisdabresident woa. Am 30. Meaz 1978 håd a ois easchda westlicha Regiarungsschef de DDR bsuacht.

Inenbolidik[VE | Weakln]

In Ésdaraich gelingt eam a Ãnneharung und Fasönung fu de Sozialisdn mid da katolischn Kiacha, denan eana Fahötnis duach de bolitischn Earaignis in da Easchdn Republik schdoak belåst woa. Dabai woa foa oim de peasönliche Beziung mim Kardinal König wichdig. Söwa håd si da Bruno Kreisky åwa oiwai ois Agnosdika bezaichnet, dés hoast das ea an kõan Got und kõa Religion glaubt håd, néd an de grisdliche und a ned an a ãndane.

A grossa inenpolitische Miseafoig fum Bruno Kreisky woa, das a si dafia schdoak gmåcht håd, das in Ésdaraich a Atomgråftweak baud wiad. Da Plan woa, das as Lãnd daduach unåbhengiga fu Impoate fu Ö wiad, wås gråd in de 70ga Joa massif daira woan is. Dé Laid hãm åwa Ãngst foa da Atomenagi ghåbt und da Dechnik néd fadraud. Duach Biagainiziatifn und a Foiksåbschdimung is 1978 dés fåst schã featig baude Keangråftweak Zwentndoaf fahindat woan, obwoi si da Kreisky recht fia a "Jå" âigsézt hed. Ésdaraich håd auf dés aufi a "Atom-Schbeagséz" faåbschit, wo dés Lãnd néd neta auf milidearische sondan a auf de zivile Nuzung fu da Nuklearenagi fazicht, dés bis haid in Gråft is.

Droz deara Zwentndoaf-Gschicht håd as a håibs Joa schbéda nu amåi gschåft das sâi Boatai de absolute Meahaid bai da Wåi griagt (51,3% bei da Nazionalrådswåi fum 6. Mai 1979).

Wiatschåfdsbolidik[VE | Weakln]

Inen- und finanzbolitisch håd in Kreisky sâi Regiarung nåch da Ökrise fu 1973 und da damid fabundenen intanazionaln Rezesion a aigane Wiatschåfdsbolidik bedrim und mid ana Deficit-Spending-Bolidik de Wiatschåft im aiganen Lãnd ãkuawit und a so d'Oawadslosigkaid niadrig ghåidn. Dés håd åwa bedait, das si da Schdåd und a de schdåtlichn Fiamen, wia d'Bost, d'Bã, d'VOEST und ãndane Indusdribetrib, an Haufn Kredit aufgnuma hãm und so schdoak faschuit hãm. De Schuidn fum Schdåd insgesãmt san in deara Zaid fu 15 auf üwa 45% fum Bruttoinslãnsbrodukt gschding. Daduach håd ma åwa fü Infraschdrukdua-Brojekt und a Transfea-Zålungen an de Baiga finanzian kina, de s'Wiatschåftswågsdum in de 70ga Joa schdoak schdaing hãm låssn. Åb 1979 håd si dea Trend åwa gschbiaboa reduziad und da Kreisky und sâi Finanzminisda, da Hannes Androsch, woitn déswéng in Schilling åweatn. Dés is åwa am Veto fu da ésdaraichischn Nazionalbank gschaitad, dé waida a hoate Wearung woit und an da Bindung zu da D-Mark féstghåidn håd. Entgéng so mãnche Aussång in schbedane bolitische Diskusionen woa åwa de Kreisky-Joa, néd de Zaid in dea Ésdaraich am hegsdn faschuit woa. 1992 san de Schuidn sogoa auf iwa 60% fum BIP gschding und de Naifaschuidung woa im Joa 1995 mid 5,8% am hegsdn.[2]

End fu da Absolutn[VE | Weakln]

Büsdn fum Bruno Kreisky

1982 håd de ÖVP a Foiksbegean iniziiad géng dés blande Konfarenzzentrum wås zu da Weana UNO-City dazua baud wean hed soin, wo 1.361.562 Untaschrifdn dagéng zãmkema san. Da Kreisky håd åwa dés Brojekt drozdem baun låssn und so fü fu saina Popularidet faloan. Åwa a gsundhaitli iss eam oiwai schlechda gãnga. Ea håds bai de Nian ghåbt und håd déswéng réglméssi zua Dialise ins Schbidåi miassn.

Nåchdem de SPÖ im 1983ga Joa bai de Nazionalrådswåin d'absolute Meahaid faloan håd, is da Bruno Kreisky déswéng ois Kãnzla zruk dredn und håd a in Fuasiz fu da Boatai zruk glégt. Dafoa håd a åwa nu duachgsézt, das auf sain Foaschlåg hî da Sinowatz Fredl sâi Nåchfoiga wiad. Sâi „Kronprinz“, da Androsch Hannes, dén a dé Joa dafoa aigentli ois sain Nåchfoiga aufbaud håd, woa nemli duach faschidane Affean so ãbåzt, das dés kõa Opzion mea woa. Aussadem hãm si de zwoa foahea zschdridn ghåbt. Da Kreisky håd si auf dés aufi ins Brivatlém zruk zong und is Eanfoasizenda fu da SPÖ woan. Daném is a untam Willy Brandt nu Vize-Bresident fu da Sozialisdischn Intanazionaln gwén.

D'Joa fu 1984 bis 1990[VE | Weakln]

Im 1984ga Joa is sâi Nian-Grãnghaid so schlecht woan, das a in da Medizinischn Hochschui in Hannover a Transplantazion griagt håd. 1987 håd a si dãn mid saina Boatai zschdridn, ãngébli wai a vehement dagéng woa das as Aussnminisdearium in da naichn Grossn Koalizion an de ÖVP ågém woan is. Saine Genossn is a åwa schã dafoa håibwegs schdia gwén, wais foahea schã a boa Wüki gém håd, unta ãndam woar a ned âifaschdãndn das da Sinowatz in Finanzminisda Salcher duach'n Vranitzky Frãnz easézd håd. Déswéng is a im 1987ga Joa dãn a ois Eanfoasizada fu da SPÖ zruk dredn und håd dafia saine Memoan gschrim, dé iwa 70.000 Måi fakauft woan san.

Im 1988ga Joa is dãn sâi Frau, d'Vera, 72jarig gschdoam und da Bruno Kreisky håd si oiwai mea fu da Öfentlichkaid zruk zong. Im 1989ga Joa is a dãn a ois Vize-Bresident fu da Sozialisdischn Intanazionaln zruk dredn, a Ãmt wås a said 1976 ghåbt håd.

Am 29. Juli 1990 is da Bruno Kreisky dãn oisa 79jariga gschdoam. Am 7. August 1990 is a in am Schdådsbegrebnis aufn Weana Zentralfridhof begråm woan. Bai da Laich woan an Haufn Laid dabai, Bolitika aus'n In- und Auslãnd, åwa a fü noamale Laid, wai a bis zan Schlus õana fu de beliabdasdn Bolitika in Ésdaraich woa.[1]

Anekdotn[VE | Weakln]

Dåfi baim Bruno-Kreisky-Park in Wean

Sâi Su, da Peter Kreisky, und sâi Schwigadochda, d'Eva Kreisky, hãm schbéda amåi dazöd das da Bruno Kreisky sé aus da Boatai ausschliassn låssn woit, wai dé zwoa a géngs Atomgråftweak Zwentndoaf woan. Eascht nåchdém ãndane Bolitika fu da SPÖ intaveniad hãm, håd a si dés wida ausrén låssn, das a de aigane Familia aus da Boatai aussi schmaist.

Nåch saine Wåi is a foa dém Dilema gschdãndn, das a faschbrochn håd d'Milideazaid fu 9 auf 8 Monad zan reduzian, wås a åwa one de Zuaschdimung fu de Schwoazn ned måcha kina håd. Auf dés aufi håd a de Mobilmåchung befoin und wia aussa kema is, das wéng am „Übermittlungsfehler“ s'Bundeshea in 24 Schdund néd fataidigungsberait woa, håd a de ÖVP âigseng, das so a Fakiazung a schã wuascht is und håd zuagschdimd.

Da Bruno Kreisky woa ois Bolitika 24 Schdund am Dåg fia de Biaga earaichboa und aus dém Grund is sâi Brivatnuma a gãns noamal in Delefonbuach drinan gschdãndn und dés hãm a fü õafåche Laid gwist und õafåch eanan Bundeskãnzla ãgruafn.

Legendea is a a Schbruch fum Bruno Kreisky, mid dém a amåi in ORF-Schuanalisdn Ulrich Brunner am 24. Februa 1981 foa renada Kamara im Feanseng zãmbuzt håd: „Lernen S' a bisserl Geschichte, Herr Reporter!“

Literadua[VE | Weakln]

  • Andreas P. Pittler: Bruno Kreisky, Rowohlt, 1996 Reinbek bei Hamburg
  • Martin van Amerongen: KREISKY und seine unbewältigte Gegenwart, Styria Verlag, Graz 1977
  • Harald Pesendorfer: Transformation der SPÖ – Bruno Kreisky wird Parteiobmann, Wien 1996
  • Bruno Kreisky: Zwischen den Zeiten (Autobiographie)

Brais und Oadn (Auswåi)[VE | Weakln]

  • 1961 - Orden wider den tierischen Ernst fum Aachener Karnevalsverein
  • 1975 - Freedom Award fum International Rescue Committee
  • 1976 - Eanbiagaschåft fu da Schdåd Wean
  • 1980 - Karl-Valentin-Oadn
  • 1981 - Da Bruno Kreisky wiad, gemainsãm mim Konstantinos Karamanlis, fu am Grémium fu Bolitika, Künstla und Wissnschåftla in Baris zum „Bolitika fum Joa 1980“ gwöd
  • 1983 - Nehru-Brais fia intanazionale Fökafaschdendigung
  • 1988 - Goidns Dokdoarat fu da Univeasidet Wean
  • 1989 - Fridnsbrais fu da Martin-Luther-King-Schdifdung
  • 1989 - KF-Hanson-Medaille in Saltsjöbaden (Schwédn)

Da Bruno-Kreisky-Brais[VE | Weakln]

  • In saim Nãm fagibt de Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte réglmessi in Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte.
  • S'Renner-Insdidut fu da SPÖ fagibt a jéds Joa in Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch.

Im Netz[VE | Weakln]

Spruch: Bruno Kreisky – Zitat af Boarisch

Fuasnotn[VE | Weakln]

  1. 1,0 1,1 www.kreisky.org Biographie
  2. Statistik Austria Einnahmen und Ausgaben des Staates, Jahresdaten 1976-2007
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