Burghausn

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Burghausn
Wappn vo Burghausn
Burghausn
Deitschlandkartn, Position vo Burghausn heavoghom
Basisdatn
Bundesland: Bayern
Regierungsbeziak: Oberbayern
Landkroas: Altötting
Koordinatn: Koordinaten: 48° 10′ N, 12° 50′ O 48° 10′ N, 12° 50′ O
Hechn: 421 m ü. NN
Flächn: 19,85 km²
Eiwohna: 18.108 (31. Dez.. 2006)
Bevejkarungsdichtn: 912 Eiw. pro km²
Sonstige Datn
Postleitzoi : 84489 (oid: 8263)
Vorwoi: 08677
Kfz-Kennzeichn:
Gmoaschlissl: 09 1 71 112
Stodgliedarung: 33 Ortsteile
Adress vo da
Stodvawoitung
:
Stadtplatz 112
84489 Burghausen
Hoamseitn:
Politik
Buagamoasta: Hans Steindl (SPD)
Log vo da Stod Burghausn im Landkreis Altötting
Karte

De oide Herzogsstod Burghausn (hochdeitsch:Burghausen) is de greßte Stod im Landkroas Oidäding. Burghausn liegt an da Soizach und da Grenzn zu Östareich, de ihr in frühere Zeitn durch Handl zu Woistand vooifa hot. Übaregional is Burghausn durch sei Burg, de mid 1.051 Meta de lengste in Eiropa is, de Wacker Chemie AG und da gleichnamign Fuaßboimannschaft bekannt.

Geografie[VE | Weakln]

Nachbargmoana[VE | Weakln]

  • Burgkirchen an da Alz
  • Haiming
  • Hochburg-Ach (Oberöstareich)
  • Mehring (Bayern)
  • Sankt Radegund (Oberöstareich)

Gliederung vom Stodgebiet[VE | Weakln]

Fia de Stod Burghausn san 33 amtlich benannte Gmoateile ausgwiesen:

  1. Burghausn
  2. Aching
  3. Auberg
  4. Bergham
  5. Eisenhammer
  6. Fuchshausn
  7. Gries
  8. Hasen
  9. Holzham
  10. Jagabauer
  11. Kupferhammer
  1. Loamgruam
  2. Lehner
  3. Lindach
  4. Marienberg
  5. Moosbrunn
  6. Neuhaus
  7. Oberhadermark
  8. Papiermuih
  9. Pfaffing
  10. Pfram
  11. Pritzl
  1. Pulvermuih
  2. Raitenhaslach
  3. Sägmoasta
  4. Scheuerhof
  5. Schreiner
  6. Silmoning
  7. Stacherl
  8. Stadl Kirnerhof
  9. Tiefenau
  10. Trutzhof
  11. Untahadermark

Gschicht[VE | Weakln]

Burghausn: Oidstodansicht

Burghausn is vermutlich zwischn dem 6. und 8. Joahundat am Flussufa vo da Soizach ois Zollstätte unta da Burg, de bis zum spadn Mittloita zua längsten Burganlage vo Eiropa erweitert worn is. Grabungen da letzten Joa auf dem Burggelände bringan allerdings nem keltischen Fibelteilen und remischen Münzn aa Funde aus da Mittleren Bronzezeit (in ebba 16. Joahundat v. Chr.) zu Tage, was auf a weit friahere Besiedlung hiweisn kunnt.

Im Joa 1025 ­wird Burghausn erstmois urkundlich ois Reichsguat erwähnt. Da spadere Kaiser Konrad II. setzt de Grafn vo Burghausn zua Verwaltung vom Fiskalguat ei.­ Im Joa 1164 nimmt Herzog Heinrich da Löwe de Burg in sein Besitz. Nach da Burg (1180) kommt 1229 de scho stodähnliche Doisiedlung in den Besitz da Wittelsbacher. De Verleihung da Stodrechte werd auf an Zeitpunkt kurz drauf vamutet, is aba net duach Quellen belegbar. ­Ab 1255, noch da erschtn Teilung vo Bayern, nimmt Burghausn an politischen und wirtschaftlichen Aufschwung ois zwoate Residenz da niederboarischn Herzög. Haupteinnahmequelle is da Handel mit Soiz aus Halloa, des in Burghausn ooglandet und auf'm Landweg weita transportiert werd. Oolegestelln is des iatzige Mautnerschloss (heit Seminargebäude da Stod, gnutzt vor oim vo da Voikshochschui, drüba hinaus aa fia Fotografie- und Jazzschulunga und aa fia Kloakunst- und Jazzveranstaltungen). Im Johr 1307 werd des bestehende präurbane Gmoarecht ois Stodrecht kodifiziert. In da 1. Hälfte vom 14. Jh. verleiht Kaiser Ludwig da Bayer da Stod mehra wichtige Privilegien. End vom 14. Jh. werd Burghausn Vawoitungsmittelpunkt ois Rentamt (Viztumamt). Unta de letztn drei niederboarischn Herzög Heinrich, Ludwig und Georg, ghoaßn de Reichen (1393–1503), erlebt Burghausn a Blüte- und Glanzzeit ois zwoate Haptstod vo Bayern. Noch'm Landshuter Erbfolgekriag erhoit Burghausn 1507 oans vo de vier Rentämter im neigeordneten Bayern.

De Haupteinnahmequelle Soizhandl geht duach de Errichtung vom herzoglichen Soizmonopol im Johr 1594 verlorn. In da Folge erlebt Burghausn an mehr ois 300 Joa an administrativn und wirtschafdlichn Bedeitungsverlust. Aa Burghausn hot schwaare Opfer und Lastn im Dreißigjährigen Kriag (1618/48) und in de Erbfolgekriag (1701/14 bzw. 1740/48) zum Tragn. Des französische Militär bringt während da Napoleonischen Kriag grouße Not üba Burghausn und sei Umgebung. De Reformen vo Minister Montgelas führn 1802 zua Auflösung da Regierung, 1807 werd da Titel Hauptstod aberkannt. Burghausn werd zerscht noch dem Frieden vo Teschen 1779 und endguitig noch dem Wiener Kongress 1815 duach de Abtretung vom Innviertel an des Kaisertum Östareich zua Grenzstod und verliert sei wirtschafdliches Hinterland. De Einstellung da nimma zeitgemäßn Flussschifffahrt und Abzug da Garnison (1891) kemman dazua.

End vom 19./Anfang des 20. Joahundat is Burghausn a Kloastod mit in ebba 2.500 Eiwohna, vergleichbar mit a Reihe vo anderne Kloastädt entlang da Soizach bzw. da Grenz zu Östareich. Duach de Niederlassung da Wacker-Chemie GmbH (1915) setzt a wirtschafdlicher Aufschwung ei. De Neistod entsteht, de Oidstod bleibt in einzigartiger städtebaulicher Geschlossenheit erhoitn und werd saniert und gesichert duach den Bau vom Hoachwassaschutzdamm und da Uferstraß (1969/71). Leider wern im Rahmen dera Maßnahmen aba aa a Reihe vo erhoitnswerte Gebäide abgerissen (z.B. Pferdestall und Bad beim Mautnerschloss, Lohnerbräu u.s.w.) De Wacker-Chemie expandiert und im Johr 1966 errichtet de damalige Deitsche Marathon a Raffinerieanlage (Heit OMV) De Eiwohnazahl steigt vo 2.500 (1910) üba uma 5.000 (1946) bis auf uma 18.500 (2005).

De Internationale Jazzwoche bringt üba Joazehnte a Reihe vo internationalen Jazzgrößen in de Stod. Sie findt oi Joa im Friahjoa statt. Da Walk of Fame in da Oidstod erinnert an bsundare Höhepunkte. De Fuaßboiabteilung vom Sportverein Wacker Burghausn spuit vo 2002 bis 2007 finf Joa in da 2. Bundesliga. Burghausn is zu dera Zeit de kloanste Stod im deitschn Profifuaßball. De Landesgartnschau ziagt 2004 a knappe Million Bsuachr oo. Im Winter 2005/2006 gewährt de Stod unta Buagamoasta Hans Steindl (SPD) alle Arbatslosengeld-II-Empfänger a Weihnachtsbeihuifn auf freiwilliger Basis („Weihnachtsgeld“) und sorgt damit deitschlandweit fia grouß Aufsehen.

Eigmeindungen[VE | Weakln]

  • 1921 de Gmoa Hoizfeld
  • am 1. Jenna 1978 de Gmoa Raitenhaslach

Politik[VE | Weakln]

Buagamoasta[VE | Weakln]

  • Hans Steindl, SPD (seit 1990)
  • Fritz Harrer, CSU (1984–1990)
  • Georg Miesgang, CSU (1966–1984)
  • Georg Schenk, SPD (1948–1966)
  • Franz Huber, BVP (1946–1948)
  • Johann Stiglocher, BVP (1945–1946)
  • August Fischer, DVU/NSDAP (1930–1945)

Vor 1930 warn ehrenamtliche Buagamoasta tätig.

Wappn[VE | Weakln]

De Oidstod vo Burghausn
De Schutzengelkirche in da Oidstadt
Da Innenraum vo da St. Jakobskirche

De Stod Burghausn führt seit 1290 a eigenes Siegel, des aba net überliefert is. Des zwoate Siegel aus dem Joa 1324 zoagt bereits a Burg. Im Joa 1416 taucht erstmalig da kloane Hügel auf. De Darstellung da Burg ändert spada ihren mittelalterlichen Charakter. De Farben wern seit 1605 hergnumma.[1]

Städtepartnerschaftn[VE | Weakln]

Bislang hot Burghausn mit vier Städt a Partnerschaft vaeinbart:

  • Flag of France.svg seit 18. Juli 1975: Fumel (Agglomeration Fumeloise) in Frankreich
  • Flag of Slovenia.svg seit 22. September 2001: Pettau in Slowenien
  • Flag of Saxony.svg seit 13. September 2002: Hohenstein-Ernstthal in Sachsen
  • Flag of Italy.svg seit 28. Oktober 2006: Sulmona in Italien, Provinz L’Aquila, Region Abruzzen

Drüba hinaus bestengan Städtefreundschaftn mit Schwechat (Niederöstareich) und Minakuchi (Japan).

Wirtschafd und Infrastruktur[VE | Weakln]

Burghausn is dea Spitzn vom Bayerischen Chemiedreiecks.

Vakea[VE | Weakln]

De Blaue Route, de Bundesstraß B 20 (Straubing - Berchtsgoan), führt direkt duach des Stodgebiet vo Burghausn. De B 20 verbindet de Stod aa mit der Bundesstraß B 12 (Minga - Passau) bzw. da im Bau befindlichen Autobahn A 94. De Stod besitzt an Bahnhof an da Bahnstreckn Muihdorf–Burghausn, de in Burghausn endet. Im Stodeil Lindach war a weiterer Haltepunkt, der werd heit aba nimma bedient.

Osässige Firmen (Auswoi)[VE | Weakln]

  • Borealis
  • Linde AG (Edelgas und Gabelstapler)
  • Loxxess AG (Logistiklösungen)
  • OMV Deitschland GmbH (Koks und Kerosin)
  • Siltronic AG (Wafer fia Computerchips)
  • Wacker Chemie AG

Ausbuidung[VE | Weakln]

  • Athanor Akademie fia Darstellende Kunst
  • Aventinus-Gymnasium Burghausn
  • Berufsbuidungswerk Burghausn
  • Kurfiarst-Maximilian-Gymnasium Burghausn
  • Maria-Ward-Realschui
  • Voikshochschui Burghausn-Burgkircha

Medien[VE | Weakln]

  • Burghauser Anzoaga, Nochrichten aus Burghausn
  • Inn Soizach Kurier, Regionale Zeidung für Burghausn und Umland
  • Inn-Soizach-Welle, Lokaler Radiosender
  • Wochablattl, Regionales Wurschtblattl

Kuitua und Sengaswiadigkeitn[VE | Weakln]

Theater[VE | Weakln]

  • Athanor Theater in da Freundlhalle
  • Cabaret des Grauens

Musi[VE | Weakln]

  • Internationale Jazzwoche Burghausn

De Jazzwoche is seit langer Zeit im kulturellen Repertoire da Stod Burghausn zum findn. Während dem Festival (organisiert vo da IG Jazzhttp://www.b-jazz.com) werd de Stod vo hunderten vo Jazzfans aufgsuacht, de die in da Mehrheit hochkarätig besetzn Konzerte bsuachan. A jeda Jazz-Star hinterlaßt sein Nama in da sogenannten Street of Fame.

  • Kultur im Zelt

Alle zwoa Johr findt des Kultur im Zelt-Festival statt zu dem vei Künstler - lokale wia aa überregionale - eingeladen wern. Veranstaltungsort is des Bergerhoftgelände am Pulverturm. 2008 findt des Festival vom 16. bis 27. Juli statt. Bekannte Künstler de eanane Teilnahme zugesagt ham: Hans Söllner, Willy Astor (Listn net vollständig)

Museen[VE | Weakln]

  • Bayerische Staatsgalerie in da Hauptburg Burghausn
  • Burgmuseum da Bayerischen Schlösservawoitung (in da Hauptburg)
  • Foltermuseum (auf da Burg)
  • Haus da Fotografie - Dr.-Robert-Gerlich-Museum (auf da Burg)
  • Historische Hammerschmiede (Tittmoniger Straße)
  • Stodmuseum (in da Hauptburg)

Bauwerk[VE | Weakln]

Da Haupthof da Burg

Des historische Zentrum is im "Inn-Soizach-Stil" erbaut worn.

  • Burganlage (längste Burganlag vo Eiropa)
  • Oideste, betriebene Hammerschmiede Europas
  • Klostakircha und Zisterzienserklosta Raitenhaslach
  • Pfarrkircha St. Jakob, greßte Kircha in Burghausn, Turmhehn 79 m
  • Woifahrtskircha St. Maria Himmelfahrt in Marienberg

Parks[VE | Weakln]

Im Joa 2004 findt vom 23. April bis zum 3. Oktober in Burghausn de Bayerische Landesgartenschau statt. Seit dera Zeit kinnan de Burghauser und eanane Gäste im Herzen da Neustod den Stodpark genießn.

Sport / Sportvereine[VE | Weakln]

Burghausn is de Heimat vom Fuaßboi Drittligisdn Wacker Burghausn.

  • DJK-SV Raitenhaslach
  • SV Wacker Burghausn
  • TV 1868 Burghausn

Regelmäßige Veranstaltungen[VE | Weakln]

  • März: Internationale Jazzwoche Burghausn
  • 1. Mai: Maibamaufstoin, olle Joa wechselnd in Raitenhaslach oder im Stodpark,
  • Mai: Maiwies'n (Voiksfest)
  • Juli: Historisches Burgfest
  • Internationaler Konzertzyklus an da Rieger-Orgel vo da Stodpfarrkira St. Jakob
  • Internationale Fotografieausstellungen und -wettbewerbe da vhs-Fotogruppe

Persönlichkeitn[VE | Weakln]

  • Ludwig Thoma bsuacht da des Kurfiarst-Maximilian-Gymnasium. Deshalb spuin aa a baar seiner Gschichten in Burghausn.

Buam und Dechta vo da Stod[VE | Weakln]

  • Hanns Purghauser, ghoaßn Hans vo Burghausn, Baumoasta da Spätgotik
  • Ernst Karl August Klemens Ritter vo Mann Edler vo Tiechler, Staatssekretär vom Reichsmarineamtes
  • Hannelore Elsner, Schauspuiarin
  • Stephan Barbarino, Intendant und Musicalproduzent
  • Ludwig IX., Herzog vo Bayern-Landshut
  • Michael Wiesinger, deitscha Fuaßboiprofi
  • Lutz Stoklasa, Deitscher Moasta Schwimma (100m Schmetterling 1966, 1967, 1968, 1969, 1971 und 1975; 200m Schmetterling 1967 und 1968)
  • Christine Pitzke, Schriftstellarin
Panorama da Burg zu Burghausn (Blick vo Ostn)
Panoramablick auf de längste Burg in Eiropa (vo Westn)

Literadua[VE | Weakln]

  • Josef Pfennigmann: Burghausen an der Salzach. In: Unbekanntes Bayern. Burgen – Schlösser – Residenzen. Süddeutscher Verlag, Minga 1960, Nachdruck 1975/1976, ISBN 3-7991-5839-1.
  • Johann Georg Bonifaz Huber: Geschichte der Stadt Burghausen in Oberbayern. Lutzenberger, Burghausen 1862 (Digitalisat)
  • Heinz Stoob, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek: Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis, Serie C, Deutscher Städteatlas, Band II, 1. Teilband, im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von . Stadtmappe Burghausen, Dortmund-Altenbeken, 1979, ISBN 3-89115-312-0
  • Johann Dorner: Herzogin Hedwig und ihr Hofstaat, Burghauser Geschichtsblätter 53. Folge, 2002, ISBN 3-9809426-1-9
  • Alois Buchleitner; Burghausen – Burg, Altstadt, Neustadt, Raitenhaslach, Herausgegeben vom Heimatverein Burghausen 2004

Beleg[VE | Weakln]

  1. Ralf Hartemink, International Civic Heraldry

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Burghausen – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien
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