Degndorf
| Degndorf |
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| Basisdatn | ||
|---|---|---|
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbeziak: | Niadabayern | |
| Landkroas: | Degndorf | |
| Koordinatn: | Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 58′ O 48° 50′ N, 12° 58′ O | |
| Hechn: | 314 m ü. NN | |
| Flächn: | 77,21 km² | |
| Eiwohna: | 31.421 (31. Dez.. 2006) | |
| Bevejkarungsdichtn: | 407 Eiw. pro km² | |
| Sonstige Datn | ||
| Postleitzoi : | 94469 | |
| Vorwoi: | 0991 | |
| Kfz-Kennzeichn: | DEG | |
| Gmoaschlissl: | 09 2 71 119 | |
| Stadtgliadarung: | 7 Ortstei | |
| Adress vo da Stadtvawoitung: |
Franz-Josef-Strauß-Str. 3 94469 Degndorf |
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| Hoamseitn: | ||
| Politik | ||
| Obabuagamoastarin: | Anna Eder (CSU) | |
| Log vo da Stadt Degndorf im Degndorf | ||
Degndorf oda aa Deggndorf (amtle: Deggendorf) is a Kroasstod im niadaboarischen Landkroas Degndorf. De Obabuagamoastarin vo Degndorf is d'Eder Anna vo da CSU. De Hochschuiståd werd a "as Diarl zum Boarischen Woid" gnennt und ligt a no an da Doana und in da Nachan vo da Isarmündung. In Degndorf werd 2014 de Bayerische Landesgartenschau stattfindn.
Inhoitsvazeichnis |
[drå werkln] Eadkund
[drå werkln] Stådgliadarung
De Ståd gliadat si in de siem Stådteile:
- Deggenau is am 1. Juli 1972 eigmeindet und liegt im Südosten da Ståd am linken Donauufer.
- Fischerdorf is am rechten Donauufer gleng und werd vo da oidn Bundesstraß 11 duachlaffa. Mit am Stådzentrum vo Degndorf is Fischerdorf duach de 1999 nei erbaute Maximiliansbruck, de die oide Bruck aus de 1920er Jåhr ersetzt, vabundn. Derzeit findt in Fischerdorf de Dorferneuerung statt.
- Greising
- Mietraching
- Natternberg
- Schaching
- Seebach
- Eichberg
[drå werkln] Klima
Duach sei Lage in Mittleiropa is de Ståd Degndorf in da warmgemäßigten Klimazone. Dabei liegt de Ståd im Übergangsbereich zwischn dem feichtn atlantischen und dem trocknen Kontinentalklima.
[drå werkln] Gschicht
In a am 20. November 1002 ausgstellten Urkunde Kine Heinrichs II. fia des Kloasta Niedermünster in Rengschburg, werd Degndorf erstmois erwähnt worn. Degndorf is an am geografisch wichtigen Ort errichtet worn. Da war a natürlicher Donauübergang vorhandn, der de Straß entlang da Isar nåch Nordn fortsetzt. Fia de in Bayern herrschenden Geschlechter war des allawei a Grund, da präsent zu sei. Mit am Aussterben vo de Babenberger und da Grafn vo Bogen (1242), setzn si de Wittelsbacher in den Besitz da ehemaligen Grafschaft Degndorf. De Ståd werd nei geordnet und geplant ooglegt. Mit Privilegien und Vergünstigungen is Degndorf gefördert, bis' 1316 und 1320 mit dem Stådrecht ausgstattet, und damit der Prozess da Stådwerdung aa verfassungsmaßig abgschloßn worn. Damit is Degndorf fia des Umland zu am Anziehungspunkt fia Markt und Handel worn. In de 1330er Jahr is im Verlauf vo am Pogrom de jüdische Gmoa vo Degndorf vanichtet worn. Des angebliche Wunder, des da de verbrenntn Judn vorgeworfna Hostienschändung gfoigt sei soi, begründt de bis 1992 stattfindende Woifahrt zua Grabkira, de sogenannte „Degndorfer Gnad'“. Schwere Bevölkerungsverluste warn im Dreißigjahrigen Kriag zu beklagen. Zwoa Drittel da Eiwohna sterm 1633/34 an da Pest. Während am Spanischen und am Östareichischen Erbfolgekriag san Teile da Ståd in Brand glegt und zerstört worn. Obwoi de Ereignisse Jåhrzehnte lang eanane Spuren hinterlaßn, ersteht Degndorf ois funktionierende Ståd mit Hilfe da Ressourcen vom Umland schnell wieda. A barockes Zeichen des da draus erwachsenen städtischen Selbstbewusstsein is mit dem Bau vom Grabkirchenturm 1722 gesetzt worn, der vo Kunsthistoriker ois oana da scheenstn Türme in Bayern beschriem werd und dem Stådplatz sein unverwechselbaren Charakter gibt. Im 19. Jåhrhundert san Verkehrsverbindungen wia de Eisenbahnlinie üba de Donau in den Boarischn Woid hinei gschaffen worn, de hölzerne Donaubruck duach an stabiln eisernen Übagang ersetzt und Straßn zua Erschliaßung vom Umland vo Degndorf baut worn. Des mittelalterliche Stådbuidl verschwindt duach des Auffüllen vo de Stådgräben, und de Stådtore und Stådmauern san weggerissen worn. Da üba 500 Jåhr oide Stådkern is verändert und aufgeweicht worn. Heit is nur no de Anlage da Ståd erkennbar, und a 27 m langs Stuckl vo da Stådmauer is erhoitn bliem. Nach'm End vom Zwoatn Weltkriag is 1945 in Degndorf a DP-Lager fia jüdische so ghoaßne „Displaced Persons“ eingrichtet. Des Lager is im Juni 1949 aufglöst worn. Es beherbergt bis zu 2.000 Bewohner. Erst im vorigen Jåhrhundert erfahrt Degndorf duach Eigmeindung da benachbarten Ortschaftn an entscheidenden Gebiets- und Bevoikerungszuawachs. De Nachbargmoa Schaching kimmt 1935 zua Ståd Degndorf, in de Jåhr 1972 bis 1978 foing Deggenau, Fischerdorf, Mietraching mit Greising und aa Seebach und Natternberg.
[drå werkln] Politik
Degndorf werd seit 2000 vo Anna Eder regiert. Damois is außa da Reih a Obabuargamoastawahl nötig worn, wei ihr Vorgänga Dieter Görlitz aus gesundheitliche Gründ zrucktretn is. 2006 is OB Eder bei a Walhbeteiligung unta 50% wiedagwäit worn. Ihre Gengkandidatn warn Dr. Thomas Trautwein vo da SPD und Karl Hauser vo da FDP.
[drå werkln] Stådrat
| CSU | SPD | Freie Wähler | B90/Greane | Junge Liste | WAN | REP | FDP | Gesamt | |
| 2002 | 23 | 7 | 5 | 2 | - | 2 | 1 | - | 40 |
| 2008 | 17 | 7 | 6 | 3 | 2 | 2 | 2 | 1 | 40 |
[drå werkln] Wirtschaft und Vakehr
Hauptindustriezweige san Textilindustrie, Leichtmetallbau, Reaktorbau, Eisen-, Gummi-, Kunststoff- und Hoizverarbeitung; Hoch- und Tiefbau und Wachswarenfabrikation. Degndorf is Mitglied da Wirtschaftsregion Donaustädt. Degndorf liegt verkehrsgünstig am Autobahnkreiz da Autobahnen A 3 Emmerich – Köln – Frankfurt a.M - Passau und A 92 Minga – Degndorf mit der Fortsetzung ois Bundesstraß B 11 nåch Bayerisch Eisenstein und in de Tschechische Republik. De Ståd besitzt an Donauhafn und a Schiffsanlagestelle fia Fahrgastschiffe. Da uralte Donauübergang in Form a Furt is scho um 1280 duach a hölzerne Donaubruck ersetzt worn, 1863 in a eiserne Bruck umgewandelt und letztmalig 1999 duach a moderne Donaubruck zu am sowohl den Erfordernissen des Straßnverkehr ois aa da Schifffahrt entsprechenden Übergang ausbaut worn. De Eisenbahnlinie Plattling – Boarisch Eisenstoa („Bayerische Woidbahn“), oane da landschaftlich scheenstn Eisenbahnstreckn vo Deitschland, verbindet Degndorf mit dem Boarischn Woid und Tschechien und aa mit dem deitschn Fernverkehrsnetz im Taktknoten Plattling. Vo Degndorf aus zweigt a Giatabahnstreckn nåch Hengersberg ab, de bis zu eanam Rückbau bis Kalteneck und Passau glaffa is. Danem håt's a kurze Stichstreckn nåch Metten gem, de emfois abgerissen worn is.
[drå werkln] Buidung
Degndorf is seit 1994 Fachhochschuiståd mit oana da erfolgreichsten FH-Neigründungen mit 3500 Studenten. Hauptfachrichtungen san Betriebswirtschaft (u.a. mit der Spezialisierung Wirtschaftsinformatik, Internationales Management, Tourismusmanagement), Bauingenieurwesen, Elektro- und Medientechnik und aa Maschinenbau und Mechatronik. 2008 is da Nam in Hochschui Degndorf geändert worn. De Ståd håt zwoa Gymnasien (Comenius-Gymnasium, Robert-Koch-Gymnasium), a Berufsober- und Fachoberschui (Aloys-Fischer-Schule), a Realschui fia Deandl (Maria-Ward-Schulstiftung), a Wirtschaftsschui, zwoa Berufsschuin, Berufsfachschuin fia Krankenpflega, Krankengymnastik und Fremdsprachenberufe, a Fachakademie fia Sozialpädagogik, finf Grundschuin, zwoa Hauptschuin und aa zwoa Förderschuin.
[drå werkln] Kuitua und Sengaswiadigkeitn
Des Degndorfer Stådmuseum im Kulturviertel präsentiert üba 10.000 Exponate zua kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung da Ståd und ihrer Region. De friare Besiedlung des Donauraumes beleng archäologische Funde ausm Landkroas vo da Stoanzeit bis zum friahen Mittloita. A Abteilung Stådgschichte vermittelt lebendig des mittelalterliche Stådleben. Da Verkaufsraum a Biedermeierapotheke mit Laborzubehör und a Tante-Emma-Laden san anschauliche Zeignisse da Vergangenheit. A eigener Bereich is da sakralen Kunst, da Woifahrt „Degndorfer Gnad“ und da Voiksfrömmigkeit gewidmet. Des benachbarte Handwerksmuseum widmet si dem regionalen und überregionalen Handwerk. Sechs Abteilungen gem an Überblick üba de reiche niederbayerische Handwerkskultur: De Gschichte da handwerklichen Ausbildung is dabei ebenso a Thema Wia z. B. des Handwerk am Wassa, de Rolle da Frau im Handwerk, des Hoizhandwerk im Boarischn Woid oda de Entwicklung des Handwerks im Industriezeitalter. A Museumskino und wechselnde Sonderausstellungen in de Museen komplettieren des Angebot. Oi zwoa Museen und de Museumswerkstätten bieten a umfangreiches Begleitprogramm fia Familien, Kinder und Schulklassn. Da „Kapuzinerstadl“, a 1802 profanierte Kapuzinerkirche, is Veranstaltungs- und Kongressgebäude fia verschiedenste kulturelle Ereignisse. Kunstausstellungen findn da ebenso statt Wia Konzerte und Tagungen. Des vierte Glied im Kulturviertel is de 1990 erbaute Stådbibliothek. De „Degndorfer Stådhalle“ gibt den Rahmen fia greßere Veranstaltungen ab. Konzerte, Ausstellungen und Tagungen findn da ebenso statt wia Tanzveranstaltungen oda Feste. Danem engagieren si vei Vereine in da Musik, Malerei und Kunst und belem damit des Kulturlem vo da Ståd. Nem dem groaßzügig anglegtn Stådplatz, der duach des Rathaus mit seim historischen Festsaal zwoateilt is, san an Kirchen und Kapellen de Grabkirche Peter und Paul, de Pfarrkira Mariä Himmelfahrt (mit dem ehemaligen Barock-Hoachaltar vom Eichstätter Dom vo Matthias Seybold) und de idyllisch glenge Woifahrtskirche zua Schmerzhaften Mutter Gottes in da Rose auf dem Geiersberg sehenswert. De barocke Kapelln im ehemaligen Katharinenspital und de aus da gleichen Zeit stammenden Woifahrtskirchen in Greising und in da Halbmeile bergen emfois künstlerische Kloaodien.
[drå werkln] Partnerstädte
[drå werkln] Freizeit
De geografische Lage zwischn da Ebene vom Gäuboden und dem Boarischn Woid eröffnet vei Möglichkeiten da Freizeitgstoitung. Fernwanderwege (via nova), und aa Rund- und Strecknwanderwege führn duach Degndorf oda ham da ihren Ausgang. Vei Wanderungen kinnan in de nachen umliegendn Berg gemacht wern. Fahrradlfahrn an da Donau bis zum Mountainbiken im Boarischn Woid (z.B. Rusel oda im Beikpark Goasskopf) is ebenso möglich Wia Wassasport auf Baggerseen und da Donau. Im Winta werd auf de Berg vom nachen Boarischn Woid Schilanglauf und Abfahrt betriem. Drüba hinaus bestengan des Ganzjahresbad „elypso“ und a Golfplatz auf da Rusel, der im Winta zu a Schi- und Schlittenpiste umfunktioniert is. Jährlich vaanstalt' de Ståd nem dem Friahlings- und Voiksfest oa im wechselnden Turnus stattfindends Biargafest, a Boarisch-Böhmische Woch und a Sommertraumparty an da Donaupromenade. In da Adventszeit werd da Christkindlmarkt abghoitn.
[drå werkln] Berihmtheitn
[drå werkln] Ehrnbiarga
Seit 1990:
- Max Gallinger, Bauunternehma
- Dr. h.c. Max Streibl (* 6. Januar 1932 in Oberammergau; † 11. Dezember 1998 in München), Bayerischer Ministerpräsident
- Oskar Hatz, Chefredakteur vo da Passauer Neuen Presse
- Franz Kuchler, Gründer vo de Bayerischen Mundarttage
- Dieter Görlitz, Oidobabuargamoasta
[drå werkln] weidane Berihmtheitn
- Caspar Aman (Hofkontrollor)
- Django Asül (Kabarettist)
- Viktor Martin Otto Denk (Schriftsteller, Redakteur)
- Ludwig Ebner (Kirchenmusika, Komponist)
- Wilhelm Fink (Hoamatpflega, Hoamatforscha)
- Fritz Goller (Kirchenmusika, Komponist)
- Vinzenz Goller (Kirchenmusika, Komponist)
- Rudolf Grashey (Röntgenologe)
- Heinrich Hartl (Komponist, Pianist)
- Max Hebecker (Bergbauingenieur und Initiator vom sog. Wära-Wunder vo Schwanenkirchen)
- Heinrich XV. (Herzog vo Bayern)
- Johannes Heugel (Komponist, Musika)
- Ludwig Kandler (Porträt-, Historien- und Genremala)
- Johann Jakob Kollmann (Stodphysikus)
- Georg Lotter (Ingenieur)
- Cölestin Maier (Abt vo Schweiklberg)
- Kathrin Passig (Journalistin und Schriftstellarin)
- Joseph Conrad Pfahler (Degndorfer Stodpfarra, bayerischer Politika)
- Georg Rörer (lutherischer Theologe)
- Benedikt Schöttl (Maurermoasta, Architekt)
- Jakob Stählin (Schriftstella)
- Albert Steigenberger (Hotelier)
- Josef Still (Domorganist in Trier)
- Karin Thaler (Schauspuiarin)
- Andreas Trost (1652-1708; Kupferstecha)
- Maximilian Weber (Mineraloge, Geologe)
- Joseph Gregor Wink (Mala, Stuckator)
[drå werkln] Biacha
- Brückenschlag ins Jåhr 2000. De Gschichte da Degndorfer Donaubruck. In: Degndorf. Archäologie und Stådgschichte. 8, Degndorf 2000.
- Da schau her Degndorf. Bilder und Texte vom Lem a Ståd, ihrer Gschichte und Kultur, ihrer Häuser, Straßn und Plätze, vo da Arbat und den Festen ihrer Biarga. Degndorf 1991.
- Konrad Held: Prachtwerk des Hofbildhauers (Matthias) Seybold. Des Schicksal des barocken Hoachaltar vom Eichstätter Doms. In: Historische Blätter 37 (1988), Nr. 2, S. 1-4, Nr. 3, S. 3f.
- Johannes Molitor (Hrsg.): Degndorf 1002 – 2002. In: Degndorfer Geschichtsblätter. Band 24, Degndorf 2003.
- Manfred Eder: De »Degndorfer Gnad«. Entstehung und Entwicklung a Hostienwallfahrt im Kontext vo Theologie und Gschichte. Mit am Geleitwort vo Franz Mußner, Degndorf, Passau 1992.
- Erich Kandler: Degndorf – Ståd zwischn Gäu und Woid. Vo de Anfängen bis zua Gengwart. Grafenau 1976.
- Johannes Molitor: Degndorf. Ståd zwischn Donau und Bayerischem Woid. Stuttgart 1994, ISBN 978-3-09-303806-8.
- Klaus Rose: Degndorf. In: Historischer Atlas vo Bayern, Teil Altbayern. 27, Minga 1971.
- Siedler – Nonnen – Biarga. In: Degndorf. Archäologie und Stådgschichte 10 Degndorf 2002.
[drå werkln] Im Netz
- Degndorf
- Degndorf: Woppmgschicht vom Haus vo da Bayrischn Geschicht
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