Gschicht vo Bayern

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Da boarische Herold, ummara 1500 n.Chr., Vorlaifa vo nam Diplomatn

De Geschicht vu Bayern, aa Baiern oda Boarn, losst si zmindast bis ins Joar 555 n. Chr. zruckvafoign, bis zu de Uaspring vum Stammesherzogtum vo de Agilofinger mit Sitz z Freising. De Gschicht vum Boarischn Voik gäht no vui weida zruck.

De Schreibweis mid „y“ hod da boarische Kini Ludwig I. am 20. Oktoba 1825 eingfiat. Damid is de oide Schreibweis „Baiern“ oglest worn.

Im Joar 1918 is dann des Kinireich Bayern durch a Revolution gstiazt worn und da Kini Ludwig III. is zrucktretn.

Ibablick[VE | Weakln]

In da Zeit vom remischn Koasa Augustus is Oidbayern, sidle vo da Doana, wo domois keltisch gwen is, a Tei vo da Provinz Raetia vom Remischn Reich worn.

Nochm Untagang vom remischn Reich hom vom Nordn her eingwandate Germanen zamma mit de romanisiatn Kelten (Boier) in Stamm vo de Baiern ('schaug Bajuwaren) buidt und de walsche Beväikarung is langsam assimiliat worn.

Seit anno 555 is de Existenz vo am boarischn Stammesherzogtum belegt, des wo unta de Merowinga a Tei vom Franknreich worn is. Da Sieg vom Karl im Grossn iban Bayernherzog Tassilo III. anno 788 hod s End vom „äitan Stammesherzogtum“ brocht.

Erscht durchn Niadagang vo de Karolinga san de boarischn Herzeg im „jingan Stammesherzogtum“ wieda säibständiga worn.

Streidarein mit de Ottonen hom oba wieda zu oana Obhängigkeit vom deitschn Kini gfiat. Anno 976 is da Herzog Heinrich "da Zänka" vo seim Vetta im remisch-deitschn Kini und Koasa Otto II., noch am Aufstand ogsetzt worn. Bayern hod so fost de Häiftn vo seim Territorium valorn; vor oim Karntn und de italienischn Markn.

Ob 1070 is unte dena Welfen zu ana kurzzeitign Mochtvastärkung vo de boarischn Herzeg kema. Dann is oba zum Streit zwischn im Welfen-Herzog Heinrich im Lewen und im deitschn Kini Friedrich Barbarossa kema, des wo 1180 zum Sturz vo de Welfen gfihrt hod. Weite Tei vo Ostarrichi, im heitign Östareich, san vo Bayern obtrennt worn. In Rest vo Bayern hod da Otto I. vo de Wittelsbacher kriagt. So wor aa des "jingare Stammesherzogtum" Gschicht. De Wittelsbacher hom nacha bis 1918 in Bayern gherrscht.

In da Foigezeit is zu an Hauffa Toalunga vo Bayern in Oanzlherzogdima keman. Erscht mitm Primogeniturgsetz vo 1506 hod des aufghert.

In da Gegnreformation hod Bayern a fihrende Stäiung ein und is ausm Dreissgjahrign Kriag mit Gebietsgewinn aussakuma. Anno 1623 is Bayern Kurfirschtndum worn.

Im Spanischn und Östareichischn Erbfoigekriag is Bayern a Zeitl vo Östareich bsetzt gwen.

In da Zeit vom Napoleon is Bayern am Ofang auf da Seitn vo Frankreich gstandn und hos so grosse Gebietsgewinne gmocht. Anno 1806 is Bayern Kinireich worn. Durchn Frontwexl auf de Seitn vo de Gegna vom Napoleon hod Bayern aufm Weana Kongress 1814, an grossn Tei vo de Gwinne bhoidn kina.

Da Kini Ludwig I. hod Minga zua Kunst- und Universitätsstod ausbaut. Im Valauff vo da Märzrevolution hod a 1848 zweng ana Affär mit da Tänzarin Lola Montez odankn miassn. Da Ludwig II. zweng seine Prochtbautn, wia z.B. Neischwanstoa, ois Märchnkini in de Gschicht einganga.

Im Preissisch-Östareichischn Kriag hods fir Bayern anno 1866 auf da esterreichischn Seitn a Niadalog gegn Preissn gebm.

1871 is Bayern Tei vom nei grindtn Deitschn Koasareich worn, hod oba Sondarechte griagt, so gnennte Reservatrechte (ognas Post-, Eisnboh- und Heareswesn).

Anno 1918 is de Wittelsbacha Monarchie zammbrocha (Novemberrevolution). Am 9. Novemba 1918 is nacha da Freistoot Bayern ausgruafa worn. Revolutionäre, sozialistische Gruppm hom an Einfluss gwunna und hom in Voiksstoot Bayern und späda de Münchna Räterepublik ausgruafa. Anno 1923 hods in Minga in Hitlerputsch gebm, wo da Hitla scho an de Mocht keman hod woin.

Im Zwoatn Wäitkriag san boarische Städd wia Wiazburg, Minga oda Niamberg schwaa zasteat worn. Nochm Kriag wor Bayern vo de Amis bsetzt.

Anno 1949 is Bayern nacha a Bundesland vo da neigrindtn Bundesrepublik Deitschland worn.

Wichtige Datn:
  • 555 n. Chr. - erschta Beleg vu an boarischn Herzogtum mit Sitz in Freising
  • 788 - s End vum äitan Stammesherzogtum
  • 955 bis 976 - de greßte Ausdehnung vo Baiern bis an de Adria
  • 1070 bis 1180 - de Regentschoft vo de Welfen (mid Untabrechungen)
  • 1156 werd Baiern aufteit und Österreich a unobhangigs Heazugdum unta de Bamberga
  • 1180 - s Ende vum jingan Stammesherzogtum
  • 1180 bis 1918 - Regentschoft vo de Wittelsbacha
  • 1255 - de erste Teilung vo Baiern
  • 1506 - de Wiedavereinigung vum Herzogtum
  • 1623 - Baiern werd Kurfirschtentum
  • 1777 - Baiern werd mid da Kuapfoiz vaeinigt
  • 1806 - Baiern werd Kinireich; Tei vo Frankn, Schwobn und Östarreich kemman dazua
  • 1866 - de Niedalog gegn de Preissn im Deitschen Kriag
  • 1871 - Bayern werd Tei vum nei grindtn Deitschn Reich
  • 1918 - s End vum Kinireich, Bayern werd Voiksstoot (Räterepublik) und nacha Freistaat
  • 1919 - de Räterepublik wiad niedagschlogn
  • 1933 - Bayern wead im Nationalsozialismus gleichgschoit
  • 1946 - de Rheinpfoiz gäht valorn
  • 1949 - Bayern werd Bundesland vo da Bundesrepublik Deitschland

Beleg[VE | Weakln]

Literadua[VE | Weakln]

  • K. Bosl: Bayerische Geschichte. Minga 1979.
  • P. C. Hartmann: Bayerns Weg in die Gegenwart. Vom Stammesherzogtum zum Freistaat heute. Regnschburg, 2. Auflog 2004.
  • A. Kraus: Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Minga 3. Aufl. 2004 (EA 1988)
  • E. Rosenthal: Geschichte des Gerichtswesens und der Verwaltungsorganisation Bayerns. Wiazburg 1889.
  • Philip M. Soergel: Wondrous in His Saints. Counter-Reformation Propaganda in Bavaria. Berkeley 1993.
  • Max Spindler (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. 4 Bände in 7 Teilbänden, 2. Aufl., Minga 1981 ff.
  • U.-B. Vollhardt: Geschichtspolitik im Freistaat Bayern. Das Haus der Bayerischen Geschichte: Idee – Debatte – Institutionalisierung. Minga 2003, ISBN.

Im Netz[VE | Weakln]