Haferlschuah

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Haferlschuah mit seitlicha Schniarung, Soin mit Krampn und Soinnogl-Beschlog.

Da Haferlschuah is friaa in da boarischn Oipnregion und driba ausse ois Orbats- und Oitogsschuah stoark vabroad gwen. Es deafat s erfoigreichste Schuahmodej vo oin Zeitn in Bayern und Östareich sein. Deshoib is aa zum festn Bstandtei vo oipnländischn Trochtn woan. In Bayern hoasst a aa Bundschuah, in Östareich aa Schitznschuah oda recht sejtn Schernknschuah bzw. Goisara[1].

De Haferlschuah san robuste Hoibschuah und hom an bequeman Schnitt. Des woa grod fia Hoiz-, Woid- und Fäidorbatn a groußa Vortei. De broade, vordare Front hod de Zechn guad gschitzt. Duach de Schifferlfoam hom de Zechn aa noch obm ausweicha kenna. Duach de seitlichn Ausporunga an de Knächl, woa da Fuaß guad bewegli und de robustn Soin hom s Orbatn afm Woidbodn und af schrägn Bergwiesn bequem und sicha gmocht.

Gschicht[VE | Weakln]

Da Haferlschuah soi 1803 vom Oberstdorfa Schuahmocha Franz Schratt entwicklt woan sei, owa woahscheinli is des nua a Legendn. Voabuid woa ogeblich de Natur, und zwoa da Gamshuaf. Gamsn san bekanntli in schwierigm Glände sea trittsicha. Da Haferlschuah is owa woahscheinli vui äita.

Duach sei extreme Zweckmäßigkeit und sei schlichte Eleganz hod da Haferlschuah imma meah Liabhoba gfundn. Um 1900 is da Haferlschuah aa zum Trochtnschuah woan. In de 20er Joa vom vorign Joahundat is a da beliabtest Stroßnschuah gwen. Haferlschuah wern a heit no - ned nua zua Trocht - trogn und s gibt vui moderne Variantn.

Wia is da Haferlschuah zu seim Nama kemma[VE | Weakln]

S gibt mehra Theorien wia da Haferlschuah zu seim Nama kemma is. S Woat kennt ausm Englischn kemma, und zwoa vo half. S soin ogebli englische Summafrischla gwen sei, de wo zu dem Schuah oafoch half shoe (Hoibschuah) gsogt hom. Wei de Haferlschuah broad und schisslfeamig ausschaung, kinnt s Woat owa aa vom Boarischen Haferl obgleit sei.

Tippische Kennzoachn[VE | Weakln]

Ois klassischn boarischn Orbats- und Oitogsschuah gibts an Haferlschuah in meara Variantn. De obaboarische Variantn hod a seitliche Schniarung de Oigaia hod a Ristschniarung.

  • zwifoch gnaht
  • untam Knechl is da Schoft tiaf ausgschnittn
  • de Schuaspitzn hom a Schoftkantn, de wo noch untn hi rechtwinkli is
  • de Schuaspitzn is in Foam vo oam Schiffbug afgworfa (Schiffal-Foam)
  • de Soin san aus Gummi (friaha woans aus Leda)
  • mit oana stoakn Spitznsprengung
  • s Fersntei is houchzogn
  • da Schuah hod koa Schoftfuada

Beleg[VE | Weakln]

  • Helge Sternke: Alles über Herrenschuhe. Nicolai Verlag, Berlin, 2006, 560 S., 450 Abb., ISBN 3-89479-252-3. (Mit oana ausfiahlichn Beschreibung vo de Haferlschuah.)

Fuassnotn[VE | Weakln]

  1. OEWB: Schernkenschuh, Goiserer (vgl. auch Google-Suche "Schernkenschuh")