Landla

Aus Wikipedia
Wexln zua: Navigation, Suach
Der Artikl is im Dialekt Owaöstareichisch gschrim worn.
Disambig-dark.svg Dea Artikl do ged um de Foiksgrupm fu de Landla in Rumenien, fia Landla in da Musik klik do: Landla (Musi)
D Kiachabuag in Grosau (rum. Cristian; ung. Keresztenysziget) in Rumenien

De Landla oda a Simbiaga Landla san de Nochkomen fu de Protesdantn, de untam Kaisa Koal VI. und da Maria Tearesia in da Zaid fu 1734 bis 1756 aus Esdaraich zwaungswais ins oanzig efangelische Gebit fu da Habsbuaga-Monachi, nemli Simbiagn im haidign Rumenien, depoatiad woan san und si doat in da Nehe fu Heamanschdod aungsidlt haum.

Politischa Hintagrund[VE | Weakln]

Gegnrefoamazion[VE | Weakln]

D Refoamazion und d Gegnrefoamazion haum im 16., 17. und 18. Joahundat gewoitige Auswiakungen ghobt und des ned neta im kiachlichn und religiösn Beraich. Mocht und Religion woan domois eng midanaund fabundn und de hohaitliche Mocht woa duach d Religion ogsichat. Schbedastns said n Augschbuaga Religionsfridn fu 1555 is de Konfession a zu am Inschdrument fum si ausbroatadn Obsolutismus woan.

Cuius regio, eius religio[VE | Weakln]

Des Prinzip fu "cuius regio, eius religio", wos nochn Draisgjarign Griag im Westfälischn Fridn festgschrim woan is und grob gsogt ghoassn hod, das da Laundeshea bschdima kau, wos fia Religion saine Untatanen haum miassn, is zum easchdn Moi iwahaupt im Eazbisdum Soizbuag exekutiad woan. 1684/85 hod da Fiaschteazbischof Max Gandolf fu Kuenbuag ole efangelischn Laid aus Soizbuag fabaunt. 1731/32 hod da Soizbuaga Eazbischof Leopoid Anton fu Firmian duach sai Emigrazionspatent ole Aunhenga fu da augschbuagischn Konfession, hauptsechlich protestandische Pongaua, aus saim Hohaidsgebit fadraim lossn, unta dem Foawaund, dass Rebelln wan. Dazua hod a fum Kaisa Koal VI. milidearische Untaschdizung augfoadat. Dem woa owa kloa, das im Laund damid a a Haufn tichdige Untatanen und Schdaiazola, sogenaunte "Kontribuentn", faloan gengan und womegli sogoa zu saim scheafsdn Rivaln, in Friedrich Wilhelm I., in Kini fu Braissn, auswaundan.

Maria Tearesia[VE | Weakln]

In Kaisa Koal sai Dochda, de Maria Tearesia, hod owa noch iara Aumtsüwanaum im Joa 1740 a ausgfinklte Lösung fia des Problem gfundn. Oa Gebit fu iam Heaschoftsberaich woa nemli sowiso meahaitlich protestantisch, und zwoa Simbiang im haidign Rumenian, und dea Schdatus woa a rechtlich ogsichad. Wia d Maria Tearesia oiso d lezde grosse Wøn fu da Gengrefoamazion gschdart hod, wais iare esdaraichischn Kronlenda fiada komplet katolisch mocha woit, san ole hoatnekign Protesdantn oafoch noch Simbiagn depoatiad woan. So woans waid weg und haum owa drozdem waida Schdaian noch Wean zoin miassn.

D Transmigrazion[VE | Weakln]

S Landlafensda in da efangelischn Kiachn in Heamanschdod (rum. Sibiu; ung. Nagyszeben) zum Gedenkn an d Âiwaundarung fu de Landla

Easchde Depoatazionswøn[VE | Weakln]

De Zwaungsumsidlung fu Protesdantn untam Koal VI. und schbeda saina Dochda da Maria Tearesia is eufemisdisch Transmigrazion gnend woan. Augfaunga hod des gaunze in de Joa 1734-1737. Do san 800 Laid noch Simbiagn depoatiad woan, dafau knop 200 aus Keeantn. De ausn Soizkaumaguad schdaumadn Transmigrantn san in Südsimbiagn auf "Königsboden" augsidlt woan. De aus Owaesdaraich fadriwanen Efangelischn san in Simbiagn in de Oatschoftn Grosboid (rum. Apoldu de Sus; ung. Nagyapold), in Grosau (rum. Cristian; ung. Keresztenysziget) und Nepndoaf (rum. Turnisor, ung. Kistorony), ole rund um Heamanschdod (rum. Sibiu; ung. Nagyszeben), augsidlt woan.

Obwoi des Laund doatn duach de Diakngriag und d Pest schdoak entfökad gwen is und tailwais gaunze Deafa la gschdaundn san, woan de oahoamischn Simbiaga Saxn iwahaupst ned begaisdat, das eana do iagendwöche Laid foat Nosn gsezt wean. Mid da Zaid haum si si owa mid de fadriwanen Esdaraicha augfraint, immahin haums aloa schau weng da gemainsaumen protesdantischn Konfession a gewisse Solidaridet ghobt.

Zwoate Depoatazionswøn[VE | Weakln]

1752 bis 1756 woa daun de zwoate, gressare Transmigrazionswøn, bai dea mea ois 2.000 Laid aus n sogenauntn "Landl", im Keangebit fu Owaesdaraich, wos ungefea im Gebit zwischn Wøs, Feklabruk und Gmundn entschbrocha hod, zwaungsumgsidlt woan. Aussadem woan a nu mea ois 1.100 Efangelische aus Innaesdaraich, des hoast Keeantn und da Schdaiamoak, dabai. Mitlawai is owa de Befökarung in Simbiagn schau wida augschding gwen, a wai si mea Rumenen auf n Königsbodn nidalossn haum und so haum de Depoatiadn fu deara zwoatn Wøn koane laschdeadn Deafa und Bauanhef mea gfundn. Neta de, wo dahoam eanan Hof foa da Depoatazion nu guad fakaufn kina haum, haum si daun unt wos Naichs kaufn kina. Oft is owa des Gød in da Korruption fu de zuaschdendign Behöadn henga blim, so das de Laid doat gauns fu Nui aufaunga miassn haum. Fü fu denan, de de easchdn Joa da Not iwalebt haum, san daun int Schdod zong, hauptsechlich noch Heamanschdod (Sibiu).

Fia d Obwiklung fu da Transmigrazion is 1754 in Heamanschdod (Sibiu) a grosa Gebaide-Komplex baud woan, enlich da Fuggerei in Augschbuag, dea Theresianum gnend woan is. Foa de Bauweak, des haid nu gibt, schded a Denkmoi fu da Gründarin da Maria Tearesia.

Landlarisch[VE | Weakln]

Da Naum fu de Landla kumt fum da oidn Bezaichnung fia s Schaunbeaga Landl, deara Gegend in Owaesdaraich, de fria da raichsunmitlboan - oiso ned zum habsbuagischn Kronlaund ghearadn - Grofnfamilie fu de Schaunbuaga ghead hod und east 1548 zu Habsbuag kema is. Haid entschbricht des ungefea da Gegend zwischn Efading, Wøs, Feklabruk und Gmundn.

De efangelischn Landla ins Simbiagn, de in de drai Deafa Grosboid (rum. Apoldu de Sus; ung. Nagyapold), Grosau (rum. Cristian; ung. Keresztenysziget) und Neppendoaf glebt haum, haum si ned wiakli mid de doatign Simbiaga Saxn famischt und so eanare aigenen Braich und foa oim a den oidn landlarischn Dialekt bewoad. Des Landlarisch is praktisch a konseawiada boarischa Dialekt ausn 18. Joahundat, dea a fu a boa Laid haid nu ois Muataschbroch gret wiad.

D Landla im 20. Joahundat[VE | Weakln]

D Kiacha fum Landladoaf Grosboid (rum. Apoldu de Sus; ung. Nagyapold)

East im 20. Joahundat hod s augfaunga, das de Landla a Saxn oda Rumenen hairatn und si so mid de aundan a famischt haum. Ma muas owa dazua song, das de Landla neta im Doaf Grosboid in da Meahaid woan, sunst woan s iwaroi a kloane Mindahaid. Bai Foikszelungen in Rumenien haum nia recht fü mea wia 5.000 Laid augem, dass Landla san.

Im 20. Joahundat haum de Landla in Simbiagn a turbulente Gschicht midealebt. Nochn End fu da Habsbuaga-Monachi 1918 is Simbiagn an Rumenien kema. In de im Aunschlus aufbrechadn Konflikte zwischn de faschidanen Foiksgrupn in Simbiagn, nemli Rumenen, Ungarn, Szekler, Saxn, Judn und Roma, san a de Landla tailwais mid aini zong woan. Im Zwoatn Wødkriag woan fü Landla in da rumenischn Armee, de zeascht auf da Saitn fum Dritn Raich geng d Sowjetunion kempft hod und ob 1944, wia de Rode Armee si bis Rumenien duachkempft hod, geng de Daidschn kempft hod.

Nochn Kriag und untam naich ant Mocht keman Komunismus woan ole Daidschschbrochign in Rumenien fadechdig und san schoaf iwawocht woan, so a de Landla. Es hod zwoa koane Fadraibungen gem, wia in aundare ostairopeische Lenda, owa fü san int Sowjetunion ois Zwaungsoawata gschikt woan. Aussadem san fü Bauan im Zug fu da Kolektiwiarung entaignet woan und haum eanare Bauanhef und eana Fi an de naich grüntn Cooperative ogem miassn.

Schbeda hod si de Situazion in Rumenien zwoa wida a weng beruigt, owa so richdig gmiadlich woas a zum Beispüi untam Ceaucescu und saim Polizaischdod nia.

D Landla haid[VE | Weakln]

Schau in de 60a und 70a Joa hod de daidsche Regiarung mid Rumenien a Obkomen gschlossn, das etnische Daidsche noch Daidschlaund auswaundan kinan. De Bundesrepublik Daidschlaund hod fia an jedn Auswaundara a Kopfgød an Rumenien zoid und unta de Regelung san ned neta de Banata Schwom und de Simbiaga Saxn, sondan a de Landla gfoin, obwoi s jo aigentlich ehemolige Esdaraicha woan.

De richdig grosse Auswaundarungswøn woa owa nochn End fum Komunismus im Joa 1989. Da san daun de mearan Landla noch Daidschlaund ausgwaundat, wai s doat glai d Schdodsbiagaschoft kriagt haum, wos eana Esdaraich ned gem hod. Haid lem de maistn im Fraischdod Boarn. A boa san owa nu oiwai in Simbiagn blim, hauptsechlich owa ödare Laid, de neama üwasidln woitn.

De politische Fadretung fu de Landla und aundane daidschschbrochige Grupn imheitingRumenien is des DFDR (Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien / Forumul Democratic al Germanilor din Romania).

Literadua[VE | Weakln]

  • Erich Buchinger: Die „Landler“ in Siebenbürgen. R. Oldenburg Verlag, Minga, 1980
  • Martin Bottesch, Franz Grieshofer und Wilfried Schabus: Die Siebenbürgischen Landler. Eine Spurensicherung.; Böhlau-Verlag Wean; 2002; ISBN 3-205-99415-9
  • Knall, Dieter : Aus der Heimat gedrängt - Letzte Zwangsumsiedlungen steirischer Protestanten nach Siebenbürgen unter Maria Theresia; Graz, Selbstverl. d. Histor. Landeskommission für Steiermark; 2002; 343 S.; ISBN 3-901251-25-1
  • Lore-Lotte Hassfurther (Hrsg.): Landler, Vergessene altösterreichische Tracht in Siebenbürgen
  • Roland Girtler: Verbannt und vergessen. Eine untergehende deutschsprachige Kultur in Rumänien; Linz 1992; ISBN 3853299784

Schau a unta[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]

Fairytale bookmark silver op.png
Fairytale bookmark silver op.png
Der Artikl gheart zu de berign Artikl in da boarischn Wikipedia.
Fairytale bookmark silver op.png