Leopoidstod

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Der Artikl is im Dialekt Weanarisch gschrim worn.
2. Weana Gemeindebeziak
Woppm Koatn
Wien Wappen Leopoldstadt.png
Kartewien2.png
Name: Leopoidstod
Flächn: 19,27 km²
Eiwohna: 95.238 (1. Jan. 2007)[1]
Bevökarungsdichtn: 4.870,9 Eiwohna je km²
Postleitzoi: 1020
Adress vom
Beziaksamt:
Karmelitergasse 9
1020 Wean
Netzseitn: www.wien.gv.at/bezirke/leopoldstadt
Politik
Bezirksvuasteha Gerhard Kubik (SPÖ)
Bezirksvatretung
(60 Beziaksräte)
SPÖ 30, Greane 12 ÖVP 9,
FPÖ 8, KPÖ 1

De Leopoidstod is da zweite Weana Gemeindebeziak.

Geographie[VE | Weakln]

Log[VE | Weakln]

Da 2. Hieb liegt auf da Insl zwischen da Donau und n Donaukaneu und grenzt aun an 1. Beziak. Weidas hod ar a Grenzn zu de Beziake 3, 9, 11, 20 und 22. Den grässtn Teu vom Beziak nimmt da Proda ein.

Beziaksteule[VE | Weakln]

Zaumgwoxn is da Beziak aus de aanzlnan Uatschoftn Leopoidstod, Jagazäun, Bregittenau (1900 ois 20. Hieb ausgliadat), Zwischnbruggn (seit 1900 a Teu vom 20. Beziak) und Kaisamühn (1938 ausgegliedat). Dazua gibts no a grosse Aunzoi vo klanare Teu, de wos ma aa Grätzl nennt, wia s Karmelitaviatl oda aa s Stuwaviatl.

Zum zweitn Hieb ghead aa no da Proda, s Messezentrum Wean und da Freidenaua Hofn (Wintahofn).

Gschicht[VE | Weakln]

De easchte Besiedlung wiad um 1300 vamutet.[2] Ausm Joa 1368 staumt de Eawähnung vo aana Bruckn zum Untan Werd (werd, mittelhochdeitsch fia Insl) beim Rotntuamtoa vo da Stod (bis 1782 de aanzige!).[3]

Bis 1450 is des Areal zwischn Hollandstroßn, Taborstroßn und Prodastroßn vabaut gwen; no imma is oba da greßte Teu vom Untan Werd Auwoid, vo vün Donauoamen duachzogn, de wos si bei aan Hochwossa imma wieda ändan. 1439 is beim heitigen Gaußplotz de easchte meahteulige Jochbruckn üba de Donau und iare Seitenoame baut wuan.[3]

1529 is de Bruckn während da easchtn Tiaknbelogarung vo Wean zasteat woan, da Untare Werd is vo da osmanischen Armee besetzt gwen.

1625 is fia de Judn a im Südteu a Ghetto aunglegt wuan, damits vo da Innenstod weg kuma san. Obwois des eftan a vo doat vadriem wuan san, zum Beispui 1670, san de Judn owei wieda dohea kema, so doss da zweite Beziak bis zum Holocaust dea woa, wo am meistn Judn gwohnt hom. Wegn dem hod ma zum 2. Hieb a „Mazzesinsl“ gsogt.

1850 san dann olle Oatschoftn auf dera Insl zum Beziak Leopoidstod zaumgschlossn wuan.

1900 is da neadliche Teil, da heitige Beziak Brigittenau obdrennt woan, wäu da zweite Beziak scho meah Einwohna ghobt hod ois da Easchte.

Politik[VE | Weakln]

Bezirksvuasteha seit 1945
Hermann Nieser (SPÖ) IV/1945–V/1945
Heinrich Hackenberg (SPÖ) V/1945–VII/1945
Josef Vunetich (SPÖ) VII/1945–1946
Emil Mayer (SPÖ) 1946–1949
Hubert Hladej (SPÖ) 1949–1977
Rudolf Bednar (SPÖ) 1977–1984
Heinz Weißmann (SPÖ) 1984–1999
Gerhard Kubik (SPÖ) 1999–

Seit Joazehntn dominiat de SPÖ de Politik im Beziak Leopoidstod. Bei de Woin am 23. Oktober 2005 hom de Grienan in zweitn Plotz gschofft und stön zum easchtn Moi en Beziaksvuasteha-Stövatreta.

Beziakspartnaschoftn[VE | Weakln]

2007 is da Weana Beziak Leopoidstod mitn New Yorker Stodbeziak Brooklyn a Bziakspartnaschoft einganga. [4]

Sehnswiadigkeitn[VE | Weakln]

Bsundas gnennt wean muass nadiali da Proda, bsundas des Stickal, wos Riesnradl steht, des wos oans vo de Woazeichn vo Wean woan is.

  • Proda
    • Riesenrad
    • Lusthaus
    • Liliputbahn
    • Weana Planetarium
    • Prodamuseum (Wien Museum)
  • Augoatn
    • Porzellanmanufaktur Augoatn
    • Weana Sängerknabn
    • Gustinus Ambrosi-Museum
  • Johann-Strauß-Museum (Wien Museum)
  • Augoatnbruckn
  • Leopoidskiachn
  • Franz-von-Assisi-Kiachn ("Mexikokiachn")
  • Tegetthoff-Denkmoi
  • Weana Krimineumuseum
  • Beziaksmuseum Leopoidstod

Berühmtheitn[VE | Weakln]

Literadua[VE | Weakln]

  • Ruth Beckermann: Die Mazzesinsel – Juden in der Wiener Leopoldstadt 1918–38. Löcker Verlag, Wean 1984, ISBN 978-3-85409-068-7
  • Gertrude Brinek (Hg.): Leopoldstadt: Geschichten einer widersprüchlichen Liebe. Science Press, Wean 1999, ISBN 3-900574-13-8
  • Felix Czeike: Wiener Bezirkskulturführer: II. Leopoldstadt. Jugend und Volk, Wean 1980, ISBN 3-7141-6225-9
  • Werner Hanak, Mechtild Widrich (Hg.): Wien II. Leopoldstadt. Die andere Heimatkunde. Brandstätter, Wean 1999, ISBN 3-85447-684-1
  • Evelyn Klein, Gustav Glaser: Peripherie in der Stadt. Das Wiener Nordbahnhofviertel – Einblicke, Erkundungen, Analysen, Studienverlag, Innsbruck 2006, ISBN 3-7065-4189-0
  • Christine Klusacek, Kurt Stimmer: Leopoldstadt. Eine Insel mitten in der Stadt. Mohl, Wean 1978, ISBN 3-900272-29-8

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Leopoidstod – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. Statistik Austria [1]
  2. Felix Czeike (Hrsg.): Historisches Lexikon Wien, Band 4, Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9, S. 38
  3. 3,0 3,1 Josef König (Hrsg.): Bezirksmuseum Leopoldstadt, Wiener Geschichtsblätter, Beiheft 4 / 2007; Verein für Geschichte der Stadt Wien, Wien 2007, S. 36
  4. http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/289167/index.do?from=suche.intern.portal