Mohammad Ali Paschah

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Muhammad Ali Pascha
Muhammad Ali Pascha
A Öbüdl vom Muhammad Ali Pascha (1848) vom August Couder
Herrschadatn
Titl Wali vo Egyptn • Sudan • Sham
  • Hedschas • Morea • Thasos • Kreta
Herrschofd 1805-1848
Reich Vizekinireich vo Egyptn
Vuagänga Gouvaneua Hurşid Ahmed Pasha
Nochfoiga Ibrahim Pascha
Lemsdatn
Glebt vo 4.3.1769 - 2.8.1849
Gebuan in Kavala, Makedonien, Rumelia Eyalet, Osmanischs Reich
Eheweib • Emina von Nosratli
  • Madouran • Ayn al-Hayat • Montaz,
  • Mahivech • Namchaz • Ziba Hadidja
  • Chams Safa • Shama Nour
Vota Ibrahim Agha (Suhn)
Muada Zainab


Da Muhammad Ali Pascha arabisch ‏محمد علي باشا ‎, albanisch Mehmet Ali Pasha oder tiakisch Mehmet Ali Paşa, woa a albanischschtemmiga osmanischa Offizia, geboan am 4 Mäaz 1768 und gschtoam is a am 2 August 1849. Eah hod des Mochtvakuum in Egyptn gnuzt und hod se zan Wali afgschwunga. Ea hod Egyptn modeanisieat und hod se zan Vizekini eaklead. Vom osmanischn Suitan hod a se de Zuaschtimmung gebn lossn, das a sein Titl und de Heaschoft iwa Egyptn in seina Famülie weidavaeabn kau und so hod sei Dynastie in Egyptn bis 1953 regiat.

Sei Vuagschicht[VE | Weakln]

Gebuan is da Muhammad Ali in Kavla woan. Des woa a Schtod im Rumelia Eyalet (Osmanischs Reich), im heidign griechischn Makedonien. Seine Ötan woan de Muadda Zainab und sei Vota da Ibrahim Pascha, a Tobakvaschleißa und Haundla. Bade woan albanischa Heakunft und hobm da Owaschicht aukhead. Wia sei Vota vaschtuam is, hod de Kinda eahna Onkö, da Hussein Aga, da Bruada vo seina Muadda, in sei Famülie afgnumma. Da Muhammed Ali woa a gschickts und wissbegiarigs Biaschal und des ia seim Onkö afgfoin. Und weu a da Ayan vo Kavla woa, hod an scho boid ois Schteiaeitreiwa eigsezt. Dabei hod a se a den Beaumtnraung vo an Boulukbashi vadeand.

A egyptischa Mameluknreita.

Ea is daun a za Kavala Miliz gaunga und unta seim Cousö Sarechesme Halil Agha zan Schtövatreta afgschtiegn. In Egyptn hod da Napoleon mid seim Expedizionskorps de Mamelukn und a osmanische Eiheitn gschlogn. A de Osmanen hobm valuan, owa bei de Kämpf 1799 hod se da Leitnaund Muhammed Ali auszoachhnt. Ois Belohnung fia sein Eisotz is a zan Kommandeua vom gfichtn albanischn Korps vo da Hohn Pfortn eanaunnt wuan.

  • Ois se 1801 de Franzosn aus Egyptn zruckzogn hobm, san de vo eahna gschlogna Mamelukn in Egyptn wiedahochkema. Des hod owa em osmanischn Suitan ned recht gschmeckt. Em Muhammed Ali sei albanischs Korps is nebm mera Aundre iwa Abukir noch Egyptn gschickt wuan.

Em Muhammed Ali sei Basl, de Emine Nosratli is a reiche Witdibin gwest und de hod den Mamluknfiara Ali Bey gheirat. Den ois de Osmanen 1812 a Armee iwa Syrien noch Owaegyptn gschickt hobm, hod da Muhammed Ali scho mid de eiheimischn Fiara und mid da Hüf vo seim Basl a mid de Mamelukn vahaundlt. Dahea hod a se mid de Mamlukn vabündt und gmoasaum hobms 1807 de Britn aus Egyptn vatriebm, de ois Siega iwa de Franzosn im Laund blibm san.

Scho 1807 hobm eiflußreiche Egypta vo da Hohn Pfortn valaungt, das em Wali (Gouvaneua) Ahmed Pascha Khurshid osetzn. noch an Zwischnschpü hods de Hohe Pfortn untam Suitan Selim III neamma vahindan kena das 1809 da Muhammed Ali da Wali vo Egyptn wead.

Sei Afschtig[VE | Weakln]

Da Muhammads Ali is zwoa vom Osmanischn Suitan ois Wali (Gouvaneua) in Egyptn bschtetigt wuan, owa de Mameluken woan nu oiweu a wichtiga Mochtfaktoa in Kairo.

Des Mamelukn Masaka in da Zidatön vo Kairo.
  • Do hod a an ausgschamtn Plan gfoßt. Ea hod zan 1 Mäaz a Mülitäaparad augsogt um de neichn Gweah viazschtön. Und dozua hod a de hechan Mamelukn in de Zitadön vo Kairo za an Festl eiglodn. Da Mehmed Ali hod mid seine Gäst Kafee drunga und mid eahna gscheazt. Ois de Soidotn viabeiparadiat san, san de glodnan Mamelukn außigaunga um de Soidotn auzschaun. Af oamoi hobm de keaht gmocht und se hobm af de Mameluken s`Schiaßn augfaungt. De Iwalebandn san daun mid de Sabön higschlocht wuan. Jo a in Kairo san eahnane Famülien umbrocht und de Weiwa sogoa gschend woan. Vo do weg woan de Mamelukn koa Gfoah mea.
Da Födzug vom Ibrahim Pascha, em Muhammad Ali Pascha sei Suhn, im Osmanisch-Saudischn Kriag.

Seine albanischn Soidotn woan owa ned zfried und woitn eahm sogoa umbringa. Do hod a de restlign Mamelukn und schpoda a seine albanischn Truppn noch Arabien gschickt um de Saudis (Wahabiten) nidazweafa. Dabei hod a gean in Kauf gnumma das af de Födzig a de Mera vo seine unzfriednan Albana umkemman. 1812 und 1813 hobm de Egypta (Osmanen) de heilign Schtäd Mecka und Medina zruckeaowat.

  • 1815 und 1816 san de Wahabitn oiweu weida ins Laund zrucktriebn woan. 1817 is weidagaunga und 1818 woan daun de Wahabitn fiaralos, weu da Abdallah I ibn Saud am 17 Dezemba in Istambul sein Kopf duach a Schweat valuan hod. Zan Daunk fia seine Vadeanst is da Muhammad Ali mid da Insl Thassos belehnt wuan.

Des egyptische Mülitäa is gaunz noch westeiropäischm Fiabüd neich afgschtöd woan. Und ois de Griechn wieda amoi an Afschtaund gmocht hobm und dabei em osmanischn Suitan Mahmud II. sei Armee gschlogn hobm, hod Dea em Muhammad Ali za Hüf gruaffa (Griechischa Unobhengigkeitskriag). Mid seina modeana Armee hod a 1826 de Griechn bei Missolunghi gschlogn und dafia is da Muhammad Ali a zan Schtodhoita af da Insl Morea eanaunnt woan.

Navarino, De HMS Asia zaschteat Links und Rechts zwoa Egyptisch-Osmanische Schiff.

Mid seina eignan modeana Flottn hod a en Aftrog kriagt a wida de griechischn Insln za Eaowan. Weu se do owa de eiropäischn Mächt eigmischt hobm, hed a gean zruckzogn und hod em Suitan de Log eaklean woin. De osmanischen Kriagsschiff woan toteu vaoatad und seine Neichn nu zweng Schtuck und a vo da Bewoffnung de Westlign nu untalegn. Da Suitan hod eahm owa fia sei maritime Intaschtitzung Syrien vaschprocha.

De Englenda, Franzosn und de Rußn woan af da Seitn vo de Griechn und hobm Kriagsschiff ins estlige Middlmea gschickt. De schiffmaßi untalegna Tiakn hobm in da Bucht vo Navarino gaunkad und se homs se a aa Wengl bled augschtöd. De Tiakn hobm de Gegna in zwoa Linien middn inta eahnane Schiff ungschteat aunkan lossn? Am End vom Tog san vo de tiakischn und egyptischn Schiff iwa drei Viatl in da Bucht zaschteat wuan, vo de 11 Linienschiff und 9 Fregattn da Eiropea.

Am Festlaund hod da Muhammad Ali Pascha de Kämpf gwunna, owa am Wossa hobm se seine neichn teian Schiff, untan Kommando vo an osmanischn Admireu, in Trimma afglest.

  • Dahea hod a vom Suitan ois Entschedigung de Schtodhoitaschoft vo Syrien eigfoadat, wos Eahm owa da Osmanische Suitan vaweigat hod.

De wiatschoftlige Eaneiarung vo Egyptn[VE | Weakln]

Da Muhammad Ali inspiziat sei neiche Weaft.

Egyptn is gaunz owigwiadschoft gwest. De Schteiaeitreiwa hobm se des Bauanlaund untan Nogl grissn und san de greßtn Großgrundbesitza woan. Do hods da Muammad Ali mid so hoche Schteian belegd, das es neamma zoihn hobm kena. Ea hods praktisch zan Gunstn vom Schtoot enteignt. De Lendareian san daun af de Laundoawada afteud wuan. Owa olle Eanteeaträg haum em Schtoot ogliefat wean miaßn. Dea hod ses Haundlsmonopoi bhoitn. Weus praktisch koa Industrie gebn hod, san vo eahm Webareian baud woan. In Alexandrien hod a aa Weaft eirichtn lossn. De eigne modeane Woffneazeigung hod a augschtessn. Des Egyptn hod a in 10 Provinzn eiteud und a via de Vawoitung a eigane Birokrazie afbaud. Weu a des Laund und as Mülitäa eiropäisian woit, hod a Schuin eigricht in de ma a franzesische Text glesn hod.

1835 hod a de easchte arabische Zeidung gründt, de Bulaq Presse. Mid dea hod a aa seine Gsetz und Viaschtöllungan vabroat.

Im Sudan[VE | Weakln]

Um en Haundl in Sidn owi, owa haubdsechli um neiche Soidotn zan Rekrutian hod da Muhammad Ali sein Suhn Ismael Kamil Pascha mid 5000 Soidotn in Sudan owigschickt (1820-1823). Se hobm em Nil owi des Laund eaowat. Mid eahnane neichn Feiawoffn woans de Sudanesn weid iwalegn. So hobms Schtitzpunkt auglegt und so a de Schtod Karthum grindt.

  • Des Haubtzü woa des Eibringa vo umma 20.000 schwoaze junge Mauna ois Sklavn, de a ois Soidotn in sei neiche Armee eibaun woit.
  • Owa afm Marsch noch Nuadn, san an Infekzionan und Kraunkheitn vo de 20.000 Sklavn nua umma 3.000 Mauna gsund aukumma.

In Syrien[VE | Weakln]

Weu eahm da Osmanische Suitan Syrien vaweigat hod, is a 1831 mid seine Armee in Palestina und Syrien eigfoin. Se Armee unta seim Suhn Ibrahim Pascha hod se sogoa scho gricht, in Sidanatolien eizfoin.

  • Do Eah, de eiropäischn Mächt (Englaund, Rußlaund, Preußn und Östareich) , scho zgroß woan is, hom se eahm 1840 mid mülitarischm Druck zwunga, se mid seine Soidotn aus Syrien wida zruckziagn.
  • Nu dazua, hod a Egyptn fia de eiropäischn Expoat effna miaßn. Wos de Industrialisiarung vo Egyptn schtoack zruckgwoaffa hod.
Da greßte Mochtbroach unta da Dynastie Muhammad Ali.

Sei Nochfoig[VE | Weakln]

Vom Muhammed Ali Pascha seine via Suhn, is da Ismail Pascha scho 1822 vaschtuam. Drum hod a 1848 seim Suhn Ali Pascha, de Regiarung iwagebm. Weu a Dea nu im söwn Joah gschtuam is, hod da Muhammed Ali nuamoi de Herrschoft iwanumma. Am 2. August 1849 is a daun vaschtuam und in da vo Eahm gründn Muhammad-Ali-Moschee beigsezt woan. Sei Enkal da Abbas I. is eahm ois Wali nochgfoigt. Ois dea 1854 a vaschtuam is, is eahm in da Trohnfoig em Muhammad Ali Paschas lezta Suhn, da Muhammad Said nochgfoigt.

Da Mohammad Ali Pascha wead nu Heid ois Eaneiara vom Egyptischn Schtoot augsegn und vaeaht.

Schau aa[VE | Weakln]

Litaradua[VE | Weakln]

  • Nicolae Jorga: Geschichte des osmanischen Reiches. Gotha 1913, ISBN 3-8218-5026-4
  • Khaled Fahmy: All The Pasha's Men – Mehmed Ali, his army and the making of modern Egypt, Kairo, New York, 1997
  • Alfred Schlicht: Les Chretiens en Egypte sous Mehemmet Ali In: Le Monde Copte 6/1979 S. 44-51
  • Ulrich Haarmann: Geschichte der Arabischen Welt, Beck, München 2001, ISBN 3-406-47486-1

Im Netz[VE | Weakln]

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 Commons: Egyptn – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
Wikiatlas Wikimedia-Atlas: Mohammad Ali Paschah – geografische und historische Koartn