Nutza:Luki/Münzvaschlechtarung

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Kippa und Wippa

De Münzvaschlechtarung, dt Münzverschlechterung, woa a Middl vo de Heascha zu neiche Gödmiddl zkema. Des hod ma noch launge kostschpülige Kriag gmocht, owa a waun de Heaschoftlige Kassa a wengl laa woa. Des woan owa Methodn de ma ned eascht umman dreißkjahrign Kriag eafundn hod, sundan damid hod ma scho in da Antike goawat.

Edlmetoigöd[VE | Weakln]

Do wiad a ausgschaumta Münzbscheißa zoagt

Des Papiagöd, oda a Fiatgöd hod koa oda nua a gringfügige Deckung duach Edlmetoi.

Owa des Edlmetoigöd hod noamalawoas gegniwa dem heitign Papiagöd an moaktiwlign Edlmetoiweat. Dea is owa Subjektiv und wiad maunchmoi, wia iazt da Goidpreis vo de Investoan in kollektiva Massnhysterie in schwindlnde Hechn triem.

Wea nowa da Moanigung is, De Edlmetoimünzn woan oiweu weatbschtändi gwest, dea untaliagt leida an Iatum.

Des Recht Münzn zpregn, hom oda hom se aussagnumma nua uneigschrenkte Heascha ghobt. Ebnso Schtodschtootn, Schtootn und natiali de Großreich. Im eiropäischn Schpodmiddloata a de fost souverän regiaratn Fiaschtn. Wea in seim Heaschoftsgbiat Münzn prägn hod lossn hod dahea a des Münzregal ghobt.

Noch kostschpülige Kriag oda zweng da Finanziarung söwiga, sowia noch ollalei Katasthrophn, woas fia de Heascha goa oag valockand, se de Middl dafia zbschoffa, das den Goid- oda Süwagehoit dea Münzn za Varingan.

Bekaunte Vorfoi aus da Antike[VE | Weakln]

Scho da Polykrates, dea vo 538 bis 522 v.Kr. da Tyrann vo Samos gwest is, hod se so oana Technik bdiand. Ea hod vo seine Sklavn Münzn aus Blei heaschton lossn, de se nochand mid an hauchdünna Goidaflog iwaziagn hom miassn. Damid woiat ea seine Kriagsschuidn bei seine Feind bzoin.

In da remischn Kaisazeit hod da Nero (37 bis 68 n.Kr) mid da Münzvaschlechtarung. Und seine Nochfuiga haum fleissi weidadau. Um de Middn vom 3 Joahundat hom de remischn Süwamünzn nua mea den 20 Teu vom uaschprünglichn Süwaghoit ghobt. Obm Kaisa Marc Aurel (ob 270 n.Kr) hom se de Kaisa daun um a Münzrefoam bemiaht.

Im Bodn, im Sidn vo Bonn vicus Bonnensis (da Zivüschtod) hod ma a Münzfuam aus brenntn Ton gfundn, umma 1800 Joa oid. Es hod se um a Negativfuam vo an Denar ghaundlt. De hod des Büdniss vom Kaisa Septum Severinus (134 bis 211 n.Kr.) zoagt. Sei Regiarungszeit woa ob 193. De Denare san za dera Zeit nu gschlogn (Prägt) wuan und hom an Süwagehoit vo 80/90% afgwiesn. De afgfundane Gußfuam zogt ins daß do echte Denare eigschmoizn wuan san. De relativ reine Süwaschmözn is dain mid unechte Metoi vamischt und so gschteckt wuan. Oda wia scho in Samos hod ma Metoirohling mid ana dünn Süwaaflog iwazogn.


Kippa und Wippa[VE | Weakln]

A

In Middleiropa is de Münzvaschlechtarung a scho vua dem dreißgjahrign Kriag vuakema (1618-1648). Owa so richti los gaunga is umma 1620. Do san de Wippa und Kippa richti za Laundplog wuan.

Do des Süwa knopp woa hod es se ned rentiat Münzn mid an gaunz kloan Gödweat zprägn, do da Süwapreis den Gödweat iwaschtign hed. Dahea hod ma vo de gressan Süwamünzn a Schtickl owagschnidn oda owakhockt (Kippn). Um den richtign Weat vom Münzbruchteu festschtön zkena, hod mas owiagn miassn (Wippn).

De Fiaschtn haums owa im großn Schtü btriem. Sie haum de söwaprägtn oidn Münzn mid gringan Weat eigschmoizn und haum Neiche , midn hoibn Süwaweat prägt. Mid dem Eagebniss das de Inflzion zan Galoppian augfaungt hod.

1570 san af oan oidn Tola 68 Kreiza kema.

1611 hod dea scho 90 Kreiza kost.

1622 hod ma scho umma 1000 Kreiza eitauscht.

Da jo de Kaufleid des oide Süwagöd ghoat hom, sans zwunga wuan, das de in de Neichn , mindaweatige oans za oans umzwexln. Des woa a oiseits gübte Praxis. Awa richtigawoas woas a schtootliga oaganisiate Betruag, mid vaherende Foign.

Das de , ob privat oda schtootligaseitz bsoidn Gödföscha und Wexla ned guad augseng woan, des lest ma an den Naum mid des vom Voik ghoassn wuan san:

Auffwechsla , Finanza , Ausschiaba , Partiera , Laundbetriaga , Müntzbscheissa , Ringera , Beschneida , Schwächa , Wäscha , Schmelza , Ausfüra , Abgoessa , Asswiegla , Aufwechsla , Fölscha , ..(ausn Grimms: "Deitsches Wöatabuach").

Des hod se eascht gendat ois de Münzrefuaman duachgfiat wuan san. De Großweatign Münzn hom an Schabün Edlmetoiweat ghobt und de Scheidemünzn san daun aus Kupfa (oda ana Legiarung) gwest.

Litaradua[VE | Weakln]

  • Gustav Freytag: Die Kipper und Wipper und die öffentliche Meinung. In: Gustav Freytag: Bilder aus der deutschen Vergangenheit. Band 2: Reformationszeit und Dreißigjähriger Krieg. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh u. a. 1998, ISBN 3-577-10472-4, S. 299–318.
  • Niklot Klüßendorf: Die Zeit der Kipper und Wipper (1618–1623). Realwert und Nominalwert im Widerstreit. In: Vorträge zur Geldgeschichte im Geldmuseum 2007. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86558-538-7, S. 5–38.
  • Franz Mathis: Die Wirtschaft im 16. Jahrhundert. R. Oldenbourg Verlag, München 1992, ISBN 3-486-55798-X, (Enzyklopädie deutscher Geschichte 11), S. 98ff.
  • Fritz Redlich: Die deutsche Inflation des frühen Siebzehnten Jahrhunderts in der zeitgenössischen Literatur. Die Kipper und Wipper. Böhlau, Köln u. a. 1972, ISBN 3-412-92872-0, (Forschungen zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 6).
  • Konrad Schneider: Artikel Kipper- und Wipperzeit, Münzwaage und Schreckenberger. In: Michael North (Hrsg.): Von Aktie bis Zoll. Ein historisches Lexikon des Geldes. Beck, München 1995, ISBN 3-406-38544-3.
  • Bernd Sprenger: Das Geld der Deutschen. Geldgeschichte Deutschlands von den Anfängen bis zur Gegenwart. 3. aktualisierte und erweiterte Auflage. Schöningh, Paderborn u. a. 2002, ISBN 3-506-78623-7, S. 107.

Aufsätz[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]

Daniel Vogt: Die große K* http://books.google.at/books?id=tidUAAAAcAAJ&pg=PA3&lpg=PA3&dq=kipper+und+wipper&source=bl&ots=QQhrH9kwNV&sig=UYnMXixaMA8nSNj4Y9dKExY1Kzc&hl=de&sa=X&ei=8-x0UqCtH-SK7Aatk4GYDg&ved=0CGIQ6AEwCDgK#v=onepage&q=kipper%20und%20wipper&f=false