Oidbayern

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Der Artikl is im Dialekt Oba-/Niadaboarisch gschrim worn.

Oidbayern (hochdeidsch: Altbayern oda aa Altbaiern) moand an boarischschbroching Tei vum Bundesland Bayern, wos friara Kurbayern ghoassn hod. Aussadem hoasst ma so de Leit, wo duatn wohnan.

Oidbayern is mea oda weniga deckungsgleich mid foigande Regiarungsbeziak:

De ondan Regiona vom heiting Bayern, wo ned z Oidbayern zäid san Frankn und Schwoom. De zwoa Regiona woasn spiaboare kuitureje und sprochliche Untaschiad af, wei s eascht relativ kuaz politisch z Bayern ghean. Boarische Dialekte redt ma in Oidbayern, in Frankn redt ma owa ostfränkisch und in Schwom redt ma alemannische Dialekte.

Wai da Begriff Oidbayern in da Haptsoch a kuitureje Ogrenzung gengiwa Frankn und Schwom doastäid, wean aa de Städt Wunsidl in Obafrankn genauaso wia Aichach und Friedberg in Schwoom dazuazäid, wai duatn da säiwe Dialekt und de Kuitua hoamisch san wia im Rest vo Oidbayern.

Im Boarischn Rundfunk gebds a kuituapolitische Sendung wo se "Schwaben & Altbayern" nennd, weand dera in Frankn de "Frankenschau" lafd. Im Radio gebds de säibe Afteilung beispuisweis ba de Sendunga "Bayern 1 - Volksmusik" und "Heimatspiegel" auf Bayern 2.

In da Sprochwissnschoft wead heitzadog unta Oidbayern oda Oidbaiern da Sprochraum vastondn, wo Boarisch gredt wead, des is Owabayern, Nidabayern, de Owerpfoiz und de boarischn Gebiete, wo dro ogrenzn.[1][2][3]

Gschicht[VE | Weakln]

S Bundesland "Baiern" schreibd ma ois "Bayern" seitm Kini Ludwig I. (1825-1848), dea wo a groussa Vaehra vo da oidgriachischn Kuitua gwen is.

Eigentli warad s Woat "Baiern" a Synonym fia "Oidbayern", owa wei "Baiern" und "Bayern" gsprocha in da Hochsproch wia im Dialekt genau gleich glingand und ban Schreim aa no a grouße Vawexlungsgfoa is, wead zum bessan Untascheidn "Oidbayern" heagnumma.

Genaugseng ghead as Inviadl in Estareich aa z Oidbayern, wei des bis 1779 z Niadabayern gheat hod.

Konfessiona[VE | Weakln]

Oidbayern gheat zu de Regiona vo Deitschland mit am vahäitnismassig hohn Katholiknotei. S Land is kiachlich en Eazdiezesn Minga und Freising, en Diezesn Bossa und Regnschburg sowia am kloan Tei aa Eichstätt und Augschburg untastejt. Rengschburg und Augschburg sejba san aba ois oide Reichsstädte hauptsächli protestantisch gwen. Im Gegnsotz zan fränkischn Tei is do bis zan Zwoatn Wäidkriag koa vasteakte Vamischung vo Kofessiona eitretn. In da Foig vom Zwoatn Wäidkriag san owa zuanehmend aa evangelische Biaga, moast Hoamatvatriemne, in de friara rein katholischn Gebiete zuazogn.

Literadua[VE | Weakln]

  • Bavaria Germania Europa. Geschichte auf Bayerisch. Katalogbuch zur Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Pustet, Regnschburg 2000, ISBN 3-7917-1707-3
  • Benno Hubensteiner: Bayern. In: Geschichte Bayerns. Sonderausgabe der Geschichte der deutschen Länder (Territorien-Ploetz). Verlag Ploetz, Wiazburg 1975, ISBN 3-87640-053-8
  • Georg Wilhelm Sante: Der historische Raum (Alt-)Bayern. In: Geschichte Bayerns. Sonderausgabe der Geschichte der deutschen Länder (Territorien-Ploetz).Verlag Ploetz, Wiazburg 1975, ISBN 3-87640-053-8

Beleg[VE | Weakln]

  1. Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch, Heinrich Hugendubel Verlag/edition vulpes, Kreuzlingen/München/Regensburg, 2005, ISBN 3980702871, S. 13ff
  2. Manfred Renn, Werner König: Kleiner Bayerischer Sprachatlas, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2006, ISBN 3423033282, S. 18ff
  3. Ludwig Zehetner: Das bairische Dialektbuch, Verlag C.H.Beck, München, 1985, ISBN 3406305628, S. 16ff