Pamarantschn

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Pamarantschn
OrangeBloss wb.jpg
Pamarantschn (Citrus sinensis, bzw. Citrus × aurantium L.)
Systematik
Oadnung: Sapindales
Familie: Rutaceae
Gåtung: Citrus
Oat: Citrus × aurantium
Wissnschåftlicha Naum
Citrus sinensis
Carl Linnaeus

Pamarantschn oda Pomarantschn (lådainisch: Citrus sinensis) hand oarãsche Fricht de im tropischn und subtropischn Klima auf glaichnamige Bam wågsn. De Frucht is oagentli in da Natua ned fiakema, sondan eascht duach a Kraizung fu Mandarinen (Citrus reticulata) und Pampelmusn (Citrus maxima) fum Ménsch gschåffa woan. Uaschbringli keman de Pamarantschn aus Kina und san iwa Indien, Persien und de arabischn Lenda nåch Airopa kema.

De Bittapamarantschn (Citrus × aurantium) is aus da Kraizung fu de zwoa glaichn Ötanbflãnzn entschdãndn, åwa in a ãndane Richdung zicht woan. Wia da Nãm schã sågt, han de Bittapamarantschn bitta, san meara göb und schaun faschrumpit aus, dawai de noamaln Pamarantschn oarãsch san und fü siaßa schmékan. De Bittapamarantschn han schã im 11. Joahundat nåch Airopa kema und in Italien ãbaud woan. De siaßn Pamarantschn han eascht im 15. Joahundat in Airopa ãbaud woan und då foa oim in Portugal. Fu doat aus hans dãnn im Rest fu Airopa bekãnnt woan. Bsondas in da Barockzaid håd ma fasuacht de Pamarantschn a bai uns zum kultivian, wås åwa nua in ghoazte Glåshaisa funkzioniad håd, de ma „Orangerien“ gnend håd. Des woa åwa recht aufwendi und déswéng wean de Pamarantschn, des haid bai ins zan kaufn gibt, oiwai nu aus sidlichare Lenda impoatiad.

Pamarantschn hãm im Gégnsåz zu Limauni und ãndane Zitrusfricht a siaß Fruchtflaisch und an siaßn Såft. Ma kãnns oisa raife éssn wias san, oda in Såft ausbressn und dringa.

Da Nãm[VE | Weakln]

As Woat „Pamarantschn“ håd a lãnge Gschicht hinta saina. Es håd sain Uaschbrung in Indien, wo de Fricht auf Sanskrit nāranga hoassn, wås söwa wida auf a dravidisches Wort zruk ged (faglaich Tamil nāram).[1] Fu de Inda hãm dãnn de Persa in Nãm iwanuma, wo de Fricht „nārendsch“ hoassn (Persisch: نارنج nārendsch, nāranğ, und نارنگ nāreng – weatl. »fu Elefãntn befoazugt«). De Persa wida hãm in Nãm an de Araba waida gém (Arabisch (نارنج nārandsch) und fu de arabischn Mauren is des Woat auf de iberische Håibinsl kema. Auf Schbanisch hoassn de Fricht „naranja“ (ausgschbrocha: Narancha) und auf Portugisisch hoassn „laranja“ (ausgschbrocha: Larãnscha).

Fu Portugal und Schbanien han de Pamarantschn dãnn a nåch Italien kema, wo ma den Nãm lautmålarisch iwanuma håd und „arancia“ dazua gsågt håd, oda „pom arancia“ (weatl. Orangen-Åpfi). De Laid in Bayern und Östarreich hãm de Frucht fu de Italiena zan easchdn Måi kena gleand und a den dåmålign italienischn Nãm iwanuma. So is „Pomarantschn“ oda „Pamarantschn“ draus woan.

As hochdaidsche Woat „Orange“ kimd hingéng aus'n Franzesischn, ged åwa a auf de söwe portugiesisch/spanische und somit arabische Wuazl zruck.

In da Barockzaid woa a nu de Bezeichnung Åpfi aus Kina übli. De Hollenda hãm draus „Appelsien“ oda „Sinaasappel“ gmåcht. De Bezaichnung is a im Niadadaidschn fawent woan und déswéng sågt ma in de noaddaidschn Dialekt oiwai nu „Apfelsine“, wås fu noaddaidsche Laid a im Hochdaidschn mãnchmåi fawent wiad.

Auf de söbe Iwalegung ged a de wissnschåftliche lådainische Bezaichnung Citrus sinensis zruk (weatl. kinesischa Zitrus). Said dém ma åwa woas, das de Bflãnzn oagentli a Hybrid-Kraizung aus Mandarinen und Pampelmusn is, wiad in da Botanik a da Nãm „Citrus × aurantium L.“ fawent. "x" schded dabai fia Hybrid und as L. kimd fum Carl von Linné, dea de Bflãnzn aso klassifiziad håd.

Intressant is, das de Araba söwa in åidn Nãm neama fawendn. Im modeanen Arabisch hoassn de Pamarantschn „burtuqāl“ (arab.: برتقال) wås fum Woat „Portugal“ kimd. In söbn Uaschbrung håd da Nãm fia de Fricht a im Grichischn, wos Portokalia (gr.: Πορτοκαλιά) hoassn. Fum Grichischn hãm a de Rumänen an Nãm iwanuma (rum.: Portocal), dawai de Ungarn, Serbn und Kroatn de italienische Foam hãm und „Narantscha“ dazua sågn (ung.: Narancs, serb.: Наранџа, kroat.: Naranča). De Slowenen, de Slowaken, de Tschechn und de Boin såg genau so wia mia auf Boarisch Pomarantsch dazua (slowenisch: Pomaranča, slowakisch: Pomaranč, tschech.: Pomeranč, boin.: Pomarańcza).

De Bflãnzn[VE | Weakln]

Wödwaida Ãnbau[VE | Weakln]

A Pamarantschnplantaschn im brasilianischn Bundesschdåd São Paolo.

Wai de Pamarantschnbam a woams Klima brauchan, wean de Fricht hauptsechli in tropische und subtropische Lenda ãbaud. In Airopa han oiwai nu Italien und Schbanien de gressdn Ãnbaulenda, se wågsn åwa praktisch iwaråi rund ums Mittlmea umadum, a in Marokko und Egiptn, in Israel, in Grichnlãnd und da Diakai. Des wödwaid gresde Ãnbaulãnd is åwa Brasilien, wos risige Lãndschdrich gibt mid Pamarantschnplantaschn. Große Ãnbauregionen gibts åwa a im Sidn fu de USA, in Mexiko und in Indien, Kina und im Iran.

De gresdn Ãnbaulenda fia Pamarantschn wödwaid (2004)
Quelle: Handelsblatt Die Welt in Zahlen (2005)
 Rãng  Lãnd Kilotonnen (kt)  Rãng  Lãnd Kilotonnen (kt)
   1 Brasilien    18.263    9 Egiptn    1.750
   2 USA    11.730    10 Indonesien    1.600
   3 Mexiko    3.970    11 Diakai    1.215
   4 Indien    3.070    12 Sidafrika    1.160
   5 Schbanien    2.900    13 Pakistan    1.120
   6 Kina    1.893    14 Grichnlãnd    1.000
   7 Iran    1.850    15 Argentinien    730
   8 Italien    1.800    16 Marokko    705

Pamarantschnsåft[VE | Weakln]

A Glasl Pamarantschnsåft

Da waidaus gresde Dail fu da wödwaidn Produktion fu Pamarantschn wiad zan Såftmåcha fawent. Ma kã de raifn Pamarantschn gãns õafåch ausbressn und griagt aso an gschmakign und gsundn Såft, dea a weng säuerlich is und wo fü Vitamin drin san.

Da moasde Såft, dén ma åbåckt zan kaufn kriagt, is åwa néd aus frisch bresste Pamarantschn gmåcht, sondan aus Konzentrat. In de großn Ãnbaulenda, wia zan Baischbü in Brasilien, wean risige Mengen fu Pamarantschn geantet und wai ma dé ned olle aufwendig bis za de Konsumentn in Airopa und Noadamerika fian kã, wean de doat foa Oat ausbresst und dea Såft kocht und aidikt und zu am Konzentrat faoawat. De Getränkeherstölla bai ins, kaufn dãnn des importiade Konzentrat und schbrizns wida mid Wåssa auf, dass ungefea wida so a Konzentration håd wia da uaschbringliche Såft und füns dãnn in Flåschna und Tetra-Pack. Dea Såft schmekt a ned schlecht, åwa fu de Vitamine ged håid duach des Kocha und Aidickn fü faloan.

Landpamarantschn[VE | Weakln]

A Landpamarantschn nennt ma aa a Deandl vom Land (a wengal obweatend).

Fuasnotn[VE | Weakln]

  1. orange. In: Oxford English Dictionary. 2. Auflage. Oxford 1989. ISBN 0-19-861186-2