Radschn

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A klõane Osda-Radschn

D'Radschn han hüzane Weakzaig, dé neta dafia baud wean, das ma damid an gschaidn Wüawi måcha kã. Mid soichane Radschn hãm de Bauan fria d'Fégi ausn Goatn oda fum Föd faschaicht. In da Koawocha gibts in de katolischn Lenda a in Brauch, das zwischn Grẽadonasdåg und Osdasondåg schdåd de Kiachaglokn d'Laid mid laude Radschn zan Kiachagê darinat wean. Dés han maisdns Kinda, dé in deara Zaid "Radschn gengan" und in Grupn duachn Oat ziang und an laudn Wüawi måchan.

Osdabrauch[VE | Weakln]

A boa Kinda wo a jéds a ãndane Radschn håd

Nåch da katolischn Dradizion deafn zwischn Grẽadonasdåg und Osdasondåg kõane Glokn néd glait wean und ma sågt a, das ole Glokn in deara Zaid nåch Rom gflong san und easchd am Osdasondåg, wida zruk keman. Zwischn in Koafraidåg, dém Dåg wo da Iwalifarung nåch da Jesus am Grais gschdoam is und am Osdasondåg, an dém Dåg wo a fum Dod wida aufeaschdãndn is, deafn in katolische Gégendn kõane Glokn laitn.

In mearane Regionen fu Belgien, Frãnkn, Bayern, Ésdaraich bis ins Alemanische, de Raingegend und a in Bemen, håd si déswéng da Brauch etabliad, das ma an dénane Dåg de Kiachgea duach lauds Radschn aufmeaksãm måcht, dass jiat Zaid wa. Mid Radschn bewåfnet gengan moasdns mearane Kinda in ana Grupn duachn Oat und måchn an laudn Grawai.

Oft måchan dés de Minisdrantn oda a ãndane Kinda, dé sunst nix mid da Kiacha z'dõa hãm, wai fia dé is dés natiali a a Gaudi, wãns amåi so laud sâi deafn wias woin. In Gégendn wo da Brauch fun Radschngê nu richdig brakdiziad wiad, singan de Kinda a schbeziele Liada, dé neta ãn dé Dag gsunga wean, oda sång Schbrichal auf. Fria håd ma soichane Grupn a "Radschnbuam" gnend, åwa haid kina Diandl genau so middõa.

Im månche Gégend iss a da Brauch, das de Minisdrantn bain Radschn a Göd sãmin, entwéda fiad Minisdrantnkassa, oda fia d'Kiacha, oda fia ãndane karitative Såchan.

Gschicht[VE | Weakln]

A Radschn woa fria a Weakzaig, wås néd neta ois Brauch fawent woan is sondan a an braktischn Nuzn ghåbt håd. Mid laudn Radschn hãm de Bauan Fégi aus eanam Goatn oda fu eanam Föd faschaichn kina. Foa oim bai Wâibauan wean Radschn haid nu fawent, wai wãn de Wâibé'l fåst raif zan lésn han, keman oft gãnze Schweam fu Fégi, de a gean de Bé'l fréssn dadn.

A Nåchtwechda hãm fria a Radschn dabai ghåbt, mid deas im Nodfåi Alarm gém kina hãm. Im Mitlåita hãm a Betlmusikantn mid soichane Radschn oda a "Schnarren", wia ma waida im Noadn sågt, ghåbt und han damid duach de Schdråssn zong. Dafã håd si woaschainli dés jidische Woat "Schnorrer" (שנאָרער) åglait, wås ma a in Ésdaraich im Dialekt aso fawent.

In foagrisdlicha Zaid woas aussadem da Brauch, das ma am End fum Winta de Wintagaisda fadraibt und zwoa mid an laudn Grawai und wai Osdan jå fria aigentli am Frialingsãfãng gfaiat woan is, håd si de Brauch mid da grisdlichn Dradizion rund ums Osdafést fabundn und is a so bis haid iwalifat woan.

In mãnche Gégendn fu Daidschlãnd und a da Schwaiz wean soichane Radschn a im Fåsching, oda béssa gsågt bai da "Fasnacht" fu de Loafn, Schdråsnmusikandn und Grawaimåcha fawent.

Oatn fu Radschn[VE | Weakln]

Es gibt an Haufn fu fü faschidane Radschn und ãndane hüzane Weakzaig, dé oft an wüdn Mechanismus hãm und wo de Hauptsåch is, dass gschaid Laud dan.

  • Flüagiradschn
A richdige Radschn im aigntlichn Sin is oiwai zan dran und dabai rent des elasdische Hoizschbraizl, a Fédabladl gnend, iwa a Zãnradl und gråcht bai jédn Måi waidadran. So a Flüagiradschn måcht ma maisdns aus Biaknhoiz, dé Wåizn oda as Zãradl aus Buachnhoiz und de Fédabladl aus Fichtnhoiz. A so a Radschn kã a mea wia õa Fédabladl hãm und es gibt faschidane Bauoatn. Wås åwa oiwai glaich is, is da ma so a Flüagiradschn mid Schwung dran muas, am bésdn hoch iwan aigene Kobf, dass õan ned söwa s'Drommifö zraist. Soichane Radschn nend ma in ãndane Dialektregionen a "Schnarren".
  • Raschbi
A Raschbi funkzioniad zu da Mechanik fåst aso wia a Radschn, neta das ma ned de Radschn söwa drad, sondan de Wåizn diarekt. Duach kuawan drad ma de Wåizn und de Hoizschbraizl wean gschbãnt und dãn schnåizn mid an laudn Gråcha wida zruk.
  • Klobfa oda Klepa
A Klepa, Klåpa oda a Klobfa bschded aus am hüzan Hãma, dea duach hin und hea baidln auf a Bredl schlågt und so an Grawai måcht. Fia so an Klobfa braucht ma schã meara Gråft wia fia a Flüagiradschn und ma kã si a laichda we dõa, dafia schaud a wüda aus, wås a Grund dafia is, warum a drozdem gean fawent wiad.

S'Woat Radschn[VE | Weakln]

In de alemanischn und de boarischn Dialekt hoast "radschn" a nu so fü wia, rén und si géngsaiti Gschichtn dazön. In da Umgãngsschbråch mõant ma åwa haid mid "radschn" maisds, "traschen", Gschichtl dazön und "small talk". Im Dialekt kã åwa mid radschn genau so a eansthåfde Untahåitung gmõand sâi, wia bai ana Gscheftsfahãndlung, wo ma si zeascht hîsizt und radscht und si so ois wichdige ausschnåpst.

A "Radschn" ois Substantiv hoast in Bayern und Ésdaraich a nu a Schraumschlissl, mid dén ma Schraum auf a gschwindane Oat ãziang kã ois wia mid an noamaln Gåwischlissl. Dés Hochdaidsche Woat dafia is "Ratsche", technisch richtig a "Knarre".

A "Radschn" ois Peason is wea, dea in Mund ned zua håidn kã und ole méglichn Gschichtn glai waida dazöd, oda a wea, dea õafåch neama aufhead zan rén, wãn ea oda si amåi damid ãgfãnga håd.

S'Woat "Radschn" is mim englischn Woat "rattle" fawãnt, wias zan Baischbü bai "rattlesnake", oiso Glåpaschlãng, fia kimt, åwa a mim hochdaidschn Woat "Rassel". Dés han õafåch faschidane Variantn fum söbn Woat, wo de Laudfaschiabung fu T zu DS oda DSCH bis S untaschiadlich waid foat gschridn is.

Wås nu intressant is[VE | Weakln]

In Mariazö in da Schdaiamoak hãm a boa Schdudenten fia eana Diplomoawad a grose elektrische Radschn fia'n Dom fu Mariazö baud. Duach dé Konsdrukzion kã jéz da Mésna fu Mariazö in de Dag zwischn Koafraidåg und Osdasondåg auf Knobfdruk d'Laid mid da elektrischn Radschn zan Kiachagê earinan.

A bai de Judn gibts a Dradizion mid Radschn, dé doat auf Jidisch "Gragger" und auf Hebreisch "ra'aschan" hoassn. Im Judndum ghead da Brauch fum Radschn åwa néd zan Pessach-Fést, wås jå da Uaschbrung fum grisdlichn Osda-Fést is wai jå da Jesus zwéngam Pessach-Fést nåch Jearusalem kema is, sondan doat ghead s'Radschn zan Purim-Fést, wo d'Judn d'Befraiung fu da peasischn Sklafarai faian.

Beleg[VE | Weakln]