Reinheitsgebod

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Kronkoaknafdruck „500 Jahre Münchner Reinheitsgebot (seit 1487)“
Eainnarung an den Ealoss vom Herzog Albrecht IV. am 30. Novemba 1487; Viktualienmoarkt in Minga

As boarische Reinheitsgebot hod da boarische Herzog Wilhelm IV. am 23. Aprui 1516 in Inglstod ealossn. Drin werd festglegt, dass zum Bierbraun bloß Geaschtn, Hopfa und Wossa gnumma wern derf. Heitzdog san aber aa andere Zuataten erlaubt, zum Beispui Stabilisatorn, de ned amoi afm Etikettl drafsteh miassn, weis ned drin bleim.

Text[VE | Weakln]

Der Text is am 23. Aprui 1516 in Inglstod vorm Neia Schloß valesn woan:

Wir verordnen, setzten und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, dass forthin im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande, wie auch in den Städten und Märkten, von Michaeli bis Georgi eine Maß (bayrische = 1,069 Liter) oder ein Kopf (halbkugelförmiges Geschirr für Flüssigkeiten = nicht ganz ein Maß) Bier für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli die Maß für nicht mehr als 2 Pfennig derselben Währung, der Kopf für nicht mehr als 3 Heller (Heller = gewöhnlich ein halber Pfennig) bei Androhung unten angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden soll. Wo aber einer nicht Märzen-, sondern anderes Bier brauen oder sonstwie haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden soll. Wer diese Anordnung wissentlich übertritt und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit zur Strafe dieses Fass Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtig weggenommen werden. Wo jedoch ein Wirt von einem Bierbräu in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen, zwei oder drei Eimer (=60 Mass) Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeine Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemanden erlaubt und unverboten sein, die Mass oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken.

As Reinheidsgebod werd a, wie manche moana, zu Recht kritisiad, weils nach Ansicht seina Kritika nia a Vabrauchaschutzgsetz woa, sundern so wie heid a viele Gsetz, blos de etabliadn Bierkartelle in Schutz gnumma hod.

Guitigkeit[VE | Weakln]

As Reinheidsgebod guit oft ois as "am längstn gäitnde Lebmsmiddlgsetz vo da ganzn Wäit". Richtig is, das oans vo de äitastn bekanntn Lebmsmiddlvaoadnunga in Eiropa is und joarhundatelang goitn hod. Richtig is owa aa, dass heit neama gäitn duad. Anno 1993 mitm vorlaffign Biergsetz, hods offiziej sei ganze Wirkung und Guitigkeit valorn und is nua no a ideella Ospruch.

Im Netz[VE | Weakln]