Schreibnåmen

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Der Schreibnåmen óder Familiennåmen isch der Nåmen, der va Generazión zu Generazión weitergébm wert. Schreibnamen gip’s in taitschn Språchraum uma seit’n 12. Jåhrhundert (Ådlige håm toalweis schón friaher oan ghåp), sie sein åber aa nó in die nachfólgetn Jåhrhunderte entståntn, seltn nåch 1550. Schreibnnamen gip’s haitzutag mehr óder weaniger af der gånzn Welt. Mit an zweitn Nåmen nåchn Vórnåmen låsst sich a Persón eindaitiger pezoachnen („Heißen Sie Hans Kraner óder Hans Zeiss?“). In Russlånt gip’s zun Vórnåmen an Våternåmen unt an Familiennamen (zun Peispiel Michail Sergejewitsch Gorbatschow, der Våter hoaßt Sergej).

Rechtschreibréglen geltn af dén Gepiat nét. Die Schreibung isch hait åber åmtlich féstglégg. Vórn 20. Jåhrhundert sein die Nåmen óft nåchn Ghear gschriebm gwórtn.

In Schreibnåmen håm sich die Familien meistns nét selber gebm, sie sein va åndre urspringlich mit an Peinåmen benånnt gwórtn, z. B.

  • nåch Eignschåftn / Gewóhnheitn van an Méntsch: Schwartz, Zorn ...
  • nåch der Herkunft (Herkunftsname): Schweitzer, Rosenhamer ...
  • nåch’n Nåmen van Våter óder an åndrer Persón: Arndt (Arnold), Wolper (Walburga) ...
  • nåch’n Peruaf (Berufsname): Fischer, Mesner ...
  • nåch der Umgébung (Wohnstattname): Waldner, Gruber ...

Schreibnåmen håbm in der Verproatung regionale Schwerpunkte. In Sidn va Taitschlånt gip’s z. B. viel mehr Moser as wia in Nórdn, in Tiról, Sålzpurg unt Kärntn gips viel mehr as wia in die åndern éstreichischn Pundeslénder. Die Schreibnamen héngen mit’n Dialekt zsåmm unt sein intresssant fir die Dialektfórscher. Der Nåmen Moser kånn z. B. zem (dort) entsteahn, wó der Sumpf in Dialekt Moos hoaßt, åndrerseits aa zem, wó’s an Sumpf iberhaup gip. Die Éndung -er pa die Schreibnamen kimmp mehr in sidlichn Toal van taitschn Språchgepiat vór.

In die taitschn Lénder gip’s viel Schreibnamen aus fréme Lénder, z. B. Brown (engl.), Fernández (span.), Yilmaz (tirkisch), Rossi (ital.), åber aa eingedeitschte Namen va die penåchpårtn Vélker, z. B. Planitzer (slawisch planica = Waldlichtung). Taitsche Namen sein in åndre Lénder aa ågéndert gwórtn, in die USA nó in 20. Jåhrhundert.

Piachr[VE | Weakln]

  • Alt-Nürnberger Namenbuch; Ch. Scheffler-Erhard; Nürnberg 1959
  • Bayerisches Zunamenbuch; K. Loy; Manuskript uma 1965; München, Erlangen, Würzburg
  • Dtv-Atlas der Namenkunde; Konrad Kunze; dtv 2000
  • Duden: Lexikon der Vornamen, 1998. Rosa und Volker Kohlheim
  • Lexikon der österreichischen Familiennamen; Maria Hornung 1989
  • Die ältesten Linzer Familiennamen; H. Feigl; Hist. Jahrbuch der Stadt Linz, 1965 (1966)
  • Münchner Familiennamen im 14. Jahrhundert; E. Eitler; Diss. München 1956
  • Regensburger Beinamen des 12. bis 14. Jahrhunderts aus Berufs-, Amts- und Standesbezeichnungen; R. Kohlheim; Hamburg 1990
  • Die Salzburger Familiennamen; L. Ziller; Salzburg 1986
  • Tiroler Familiennamenkunde. K. Finsterwalder, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 1977.