Spüüplotz

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Jacques Laurent Agasse: Der Spielplatz, 1830
Spüüplåtz 1979

A Spüüplåtz (deitsch: Spielplatz), aa Kindaspüüplåtz gnånnt, is a Ort, auf dem mearare Spüügeräte doo senn, auf dem Kinda, meist bis 14 Jåhr, spüün kinnan. Spüüplätz lieng oft in Siedlunga oda in dicht bsiedeltn Gebietn uns senn toalweis durch Zain oda durch umliegendn Strossn gschützt. Meistns is a a Boizplåtz (a vo da jeweilign Stådt oda da Gmoa uugleggta Fuaßbåiplåtz, auf dem aa Kinda bis 14 Jåhr spüün kinnan) beim Spüüplåtz dabei und si senn optimal zua Integration vo Greaflächn und fi di Zuaordnung vo Rasnflächn.

Di Bauordnunga vo de oanzlnen Bundeslända schreim di Arrichtung vo Spüüplätz explizit voa. So is zum Beispüü in Bayern a so, dass bei a Wohnånlåg mit mea ois drei Wohnunga a Spüüplåtz dazuabaud wean muaß (sobåid nid in da Nachnd scho oana is). Öffentliche und kommunale Spüüplätz senn oamåi jäalich auf iare Tauglichkeit und Sichaheid z'übaprüfn. Aa di Wohnungabaugsööschåftn senn dazua zwunga, reglmäßig an nein Sånd in di Kästn einizschittn. Auf di meistn Spüüplätz gibs a uneigschränkts Hundevabot.

As Soziåivahåitn, dees de Kinda auf an Spüüplåtz entwickln, wead zu Fähigkeitn, dee si bis in Awåggsenenåita eini begleitn. A Studie håd a festgstööd, dass Kindaspüüplätz aa di wichtigstn Orte fi di Kindaentwicklung außahåib vom familiäan Bereich senn. Di meistn Spüüformen senn fi di gsundheitliche Entwicklung voateilhåft, åwa a freis Spüü, so wias aa di meistn Kinda aa auf'n Spüüplåtz måchn, trågg no vüü eha fi dee Entwicklung bei.

Rechliche Grundlåång[VE | Weakln]

Spüüplätz und di Spüügeräte miassn seit 1998 nåch da eiropäischn Norm DIN EN 1176 und 1177 entsprechn. Davoa håts di deitsche Norm DIN 7926 gem. Eemfåis muas ma a de DIN 18034 (Ånfordarungen und Hinweise fi di Planung und Betrieb) beåchtn und fi Spüügeräte in Schuin und Kindagåschtn di Merkblätta da GUV (Gmoa-Unfåi-Vasicharung).

Fi private Spüüplätz und Spüügeräte (des senn nua di außschliaßlich Eigngnutztn) gütt de schwächare Norm DIN EN 71. Dee Gerätschåftn senn zwoa billiga, owa füü labila, weniga håitbår und aa weniga långleebig und aus dem Grund, woa ållem aa fi di Sichaheit vo di Kinda, nit fi Kindagåschtn, fi gemeinsåm gnutzte Wohnungsbautn, usw. geeignet.

Dee Normen (voa ållem di DIN 1176 und 1177) senn a Måßståb dafia, wöche Voakeahrungen grundsätzlich beim Bau und Betrieb vo am Spüüplåtz z'berüchsichtign senn. Dee Normen bstimmen Inhåit und Umfång da Vakeahssicharungspflichtn, dåå see an Hinweis auf'n Stånd da fi di betreffendn Kreise göttendn Regln da Technik gem. Wenn ma geng a soichn Norm vastoaßn håt, is ma nåch § 823 BGB schådnsasåtzpflichtig. Außadem kuu a jemand bstråft wean, dea di Normen eihåit und zwoa z. B. weng an Uateil vom Obalåndesgericht Celle vom 28. Mai 2003 - 9U 7/03:

„Der Hersteller eines Spielgerätes hat in bezug auf dessen konstruktive Anforderungen allerdings regelmäßig die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten: Damit darf er sich begnügen, soweit diese Regeln nicht hinter der technischen oder wissenschaftlichen Entwicklung und jüngeren Gefahrenerkenntnissen hinterherhinken.“

Dåhea muas ma aa neie Unfåia'eignisse berücksichtign, ohne dass dee in Normändarungen berücksichtigt wean.

Die EN 1176 bstimmt beispüüsweis: Bis zua a Fåiheachnd vo 0,60 agem si keine Ånfordarungen an an Fåiraum, ea is jedoch frei vo Hindanissn und Gegnständn z'håitn. Fi Fåiheachnd vo 60 Zanti bis 1, 50 Meta muas da Fåiraum 1,50 Meta broad sei und da Untagrund vom Fåiraum muas aus Råsn bstea. Åb a Fåiheachnd iwa 1,50 Meta is a geeigneta Sånd mit a ausreichndn Sånddickn vo mindestns 20 Zanti afordalich.

A Sichaheitskontrojn soi bei stårch frequentiatn Spüüplätz bis zu täglich, a oparative Inspektion oi oa bis drei Muunat (Prüfung auf Funktion und Stabilität) und jäalich soid durch an Såchkundign de Jåhreshauptinspektion durchgfiad wean.

Hinweise zua Spüüplåtzgeståitung[VE | Weakln]

  • Vawendung vo Pfostnschuach ån di Hoizpfostn, um da Varottungsgefåhr zu begegnen, wöche de Stabilität beeinträchtigt.
  • Koa Vawendung vo Autoroafn, då see vüü Gefåhrenstoffe und aa krebsarregende Stoffe enthåitn. Di Gefåhrnstoffe wean vo di Heastööa dazuagmischt, um di gwinschtn Roafneignschåftn wia Håftreiwung und Temparatuabständigkeit z'arreichn. Di Kinda nemman si groaßtoals iwa an Hautkontakt auf. Nua a dichte Obaflächnbschichtung, wia zum Beispüü Lagg, tat dageng schitzn, åwa dea håit im Frein nit lång.
  • Koa Vawendung vo Gleisbauboin (Båhnschwöön) weng da dårin enthåitenen Giftstoffe.
  • Åbnåhme vom Spüüplåtz vo a såchvaständign Peason. Di Kostn fi des senn gering und es rendiat sis a, weil damit vüü Unfälle vamiedn wean.
  • An Spüüplåtz wia voagschriem kontrollian und kontrollian låssn: Sichtkontrojn täglich vis muunatlich; a oparative Inspektion ålle oa bis drei Muunat; jäaliche Hauptinspektion durch a såchkundige Peason.
  • Vawendung vo Sånd, Gummigranulat oda Kies åis Fåischutz und koani Hoizschnitzmittl wia Rindnmuich. Dee neing zua Schimmlpüzzbüüdung oda si enthåitn Fungizide.
  • Koa Vawendung vo Spüügeräte nåch da DIN EN 71 (z.B. vo am Baumårkt) fia di öffentlichn Spüüplåtz, dåå si nua ausschliaßlich fi'n privatn Gebrauch geeignet senn und wean a schnööa hii åis wia di Spüügeräte nåch da DIN EN 1176.
  • Auf di Ausrichtung vo Rutschn åchtn. Rutschn, dee a südliche Ausrichtung håm, kinnan si durch di Sonneneistråiung stårch ahitzn. Åbhüüfn schåfft ggf. a ausreichende Beschåttung.

Spüüplåtzgeräte[VE | Weakln]

Bekånnte Spüügeräte auf an Spüüplåtz senn: Spüütürm, Klettawänd, Klettageräte, Miniatuahoizhaisa, Rutschbåhna, Schaukln, Wippn, Såndkästn, Karussell, Soalbåhnen, Wåssaspüügeräte (z.B. Matschånlång), Balancier- und Turngeräte, etc.

Im Netz[VE | Weakln]