St. Ulrich in Greden

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St. Ulrich in Gröden
(lad.: Urtijëi, ital.: Ortisei)
Wappen von St. Ulrich in Gröden
St. Ulrich in Gröden (Südtirol)
St. Ulrich in Gröden
St. Ulrich in Gröden
De Log va St. Ulrich in Gröden in Sidtirol
Bezirksgmoaschaft Salten-Schlern
Provinz: Bozen (Sidtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Stoot: Italien
Einwohner (VZ 2011/31.12.2013): 4.659/4.709
Sprochgruppn
laut Volkszählung 2011:
9,30 % deitsch
6,51 % italienisch
84,19 % ladinisch
Koordinaten 46° 34′ N, 11° 40′ O46.57444444444411.6716666666671236Koordinaten: 46° 34′ N, 11° 40′ O
Mearesheachn: 1.125 - 2.518 m s.l.m. (Zentrum: 1.236 m s.l.m.)
Fläch/Dauer-
siedlungsraum:
24,3/2,8 km²
Nochbargmoandn: Kastelruth, Lajen, St. Christina in Gröden, Villnöss
Poschtleitzohl: 39046
Vorwohl: 0471
ISTAT-Nummr: 021061
Stuirnummr: 00232480210
Politik
Burgermoaschtr (2010): Ewald Moroder (SVP)
Ulrich vom Puflatsch oar gsegn
Jatz ischs amol a sou in Ulrich, do wird hurtig gbaut

St. Ulrich in Greden (amtli: St. Ulrich in Gröden; ital.: Ortisei, lad.: Urtijëi) isch a Morktgemeinde und dr Hauptort von Grednertol in Sidtirol. Es Gemeindegebiet lieg af der rechten Uferseiten von Grednerboch (Dirsching) und broatet sich in Richtung von Raschötzer Berghong aus.

Dr italienische Nome Ortisei, wia a dr "ladinische" (grednerische) Urtijëi leiten sich ausn ältesten Nomen für de Siedlung o und gian afn olten Moarhof Urtesëi oder a Ortiseyt (spater Mauriz) zrug.

Omtssprochn af Gemeinde- und Tolebene sein Ladinisch (Grednerisch), Deitsch und Italienisch. Die groaße Mehrheit va die Inwohner hot sich ba dr Volkszählung (2001) ladinischsprochig erklärt.

Gschichte[VE | Weakln]

Ulrich in an oltn bildl (Stoandruck) von Johann Burgauner (1812 - 1891)

Seitn 17. Johrhundert isch in St. Ulrich a Groaßtoal va die Inwohner in dr Holzschnitzerei, dr sakralen Bildhauerei, Altarbau und in dr Holzspielzeiginduschtrie bschäftigt. In der zwoatn Hälfte van 19. Johrhundert isch St. Ulrich zerscht van Bergsteiger Paul Grohmann entdeckt gwordn. Ban Wintersport wor der Emil Terschak, der wos von 1893-1900 in Ortg wohnt hot, dr Pionier.

Seit a poor Johr isch ober der Tourismus die Hauptinnohmequelle gwordn (5.900 Gästebetten mit uma 640.000 Nächtigungen pro Jahr), sell hauptsächlich wegn der londschoftlichn Schianheit und a wegen dr prfekten Infrastruktur. Bekonnt isch a es Gredner Kunsthondwerk, bsunders die Holzschnitzereien.

Bis 1960 wor dr Ort durchs Grednerbahnl mit Klausen verbunden. Es Grednerbahnl isch vo Kriagsgfongene in ersten Weltkriag gebaut wordn und wor a Schmolspureisenbohn.

1970 wor St. Ulrich Austrogungsort va die alpinen Ski-Weltmeischterschoften.

Die Altortofl von der Pforrkichn van Josef Moroder-Lusenberg - a Detail

Sollat man gsegn hobn[VE | Weakln]

  • Die St. Jakobskirch, die älteschte Kirch von Tol mit an schian Freskenzyklus und an barocken Hauptaltar mit Statuen va dr Künstlerfamilie Vinazer.
  • Die Pforrkirch zun Hl.Ulrich im spatbarocken Stil mit Werke van Johann Dominik Mahlknecht, Josef Moroder Lusenberg, Rudolf Moroder Lenert, Ludwig Moroder, Ferdinand Demetz, Johann Baptist Moroder, Anton Pitscheider, Vigil Dorigo, Anton Insam, Josef Mersa, Jakob Crepaz und Vinzenz Peristi u.v.o.
  • Die Antoniuskirche mit zwoa Bischöf van Johann Vinazer, in Hl. Franzischkus van Ludwig Moroder, in Hl. Antonius van Paul Moroder, dr Dreifoltigkeit van Vinzenz Moroder und zwoa Altarbilder van Josef Moroder Lusenberg und n Schweizer Moler Melchior Paul von Deschwanden.
  • Die Gfollenenkapelle afn Kirchplotz in St. Ulrich, gezeichnet in Jugendstil van Prof. Adolf Keim, mit dr Pieta van Ludwig Moroder und dr ältesten Glocke van Tol wohrscheinlich ausn 13. Johrhundert.
  • Dr Friedhof mit an Haufen Skulpturen va Gredner Künstler. Begroben liegen sem u.o. dr bekonnte Schauspieler Luis Trenker und dr Bergsteiger Ludwig Norman-Neruda.
  • Es Paul Grohmann Monument. Gebaut 1898 unterholb va St. Jakob fürn Erschließer der Dolomiten.
  • Die mittelolterliche Raubritterburg Burgruine Stetteneck.
  • Es Museum Greden, lad.: Museum de Gherdeina in dr Cesa di Ladins zoag a reiche Sommlung va Gredner Holzschnitzereien van 17. bis 20. Johrhundert, olts Gredner Holzspielzeig, Fossilien und Mineralien aus die Dolomiten, a Sommlung va archäologische Funde ausn Gredner Raum va dr Stoan- Bronze- und Eisenzeit bis zu dr Remerzeit, über 30 Werke van Gredner Kunstmoler Josef Moroder Lusenberg. Oanzigortig in Olpenraum sein die Rötelzeichnungen af a spatmittelolterlicher Täfelung und es barocke Fostentuach von St. Jakob. Bekonnt isch es Museum a wegn Nochloss van Gredner Filmproduzenten, Bergsteiger und Architekten Luis Trenker.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: St. Ulrich in Greden – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien
 Commons: Bautn z St. Ulrich in Greden – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien