Weana Neistod

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Der Artikl is im Dialekt Weanarisch gschrim worn.
Weana Neistod
Wiener Neustadt

Wappen von Weana NeistodWiener Neustadt
Weana NeistodWiener Neustadt
Östareichkartn, Position vo Weana NeistodWiener Neustadt hervorghoben
Basisdatn
Bundeslaund: Niadaestareich
Politischa Bezirk: Statutarstod (WN)
Flächn: 60,96 km²
Koordinatn: Koordinaten: 47° 49' N, 16° 15' O 47° 49' N, 16° 15' O
Hechn: 265 m ü. A.
Eiwohna: 39.652 (31. Dez. 2005)
Bevökarungsdichtn: 650 Eiwohna pro km²
Postlaatzoin: 2700, 2702, 2704, 2705
Vurwoi: 02622
Gmoavawoitung: Hauptplatz 1–3
2700 Wiener Neustadt
Netzseitn:
Politik
Burgamasta: Bernhard Müller (SPÖ) (SPÖ)
Gmoarot: (2010)
21 SPÖ, 10 ÖVP, 4 FPÖ, 3 SLUKA, 1 WNA, 1 Grüne
Bild
Blick auf Weana Neistod vom Westn

Weana Neistod (aumtlich: Wiener Neustadt) is mit 40.708 Eiwohnan (Stand 1. Jänna 2010) de zwatgresste Stod vo Niadaestareich und liegt rund 50 km südlich vo da Bundeshauptstod Wean. Sie is a Statutarstod und Vawoitungssitz vom Beziak Weana Neistod-Land. De Stod is a bekaunte Schui- und Einkaufsstod. Weana Neistod is momentan (2009) de öftgresste Stod in Estareich.

Inhoitsvazeichnis

[drå werkln] Eadkunde

Weana Neistod liegt im Staaföd, in sidlichstn Teu vom Weana Beckn. Dees Stodgebiet wiad vn da Woamen Fischa und vom Kearboch duachflossen, de wos am nordestlichn Stodrand zaumfliassn. Im Ostn vo da Stod buidd de Leitha de Grenz zan Burgnland.

[drå werkln] Nochbagmeindn

Weana Neistod grenzt aun foigende Gmeindn (im Uhrzagasinn, augfaungt im Noadn; in Klauman da jeweulige Beziak:

[drå werkln] Stodgliedarung

De Stodteu vo Wr. Neustod

Seit 2007 gibts ocht offiziölle Stodteu[1]:

  • 1. Innare Stod
  • 2. Ungarviadl
  • 3. Gymelsdorfa Vuastod
  • 4. Zehnaviadl
  • 5. Flugföd
  • 6. Josefstod
  • 7. Civitas Nova
  • 8. Haadaunsiedlung

[drå werkln] Gschicht

De Burg in Wr. Neistod
Da Wossaturm a Woazeichn vo Wr. Neistod

[drå werkln] Middloida

Dees steirische Fiaschtngschlecht vo de Traungaua is im Joa 1192 ausgstoam. De Babenberger hom dees Herzogtum Steiamoak und de Grofschoft Pittn geabt (dees san ungefea de heitign Beziak Weana Neistod und Neinkiachn gwen). Bis ins 16. Joahundat is de Grofschoft Pittn steirisch bliem.

Weana Neistod is per ministerialn Beschluss grindd wuan, ned duach Siedla, wias sunstan üblich woa. In dem Gebiet warad sunst kaum a gressare Aunsiedlung entstaundn. Finanziad is de Stodgrindung duachs Lösegöd fian englischn Kenig Richard Löwenherz wuan, dees wos da Babenberga Herzog Leopold V. eazwungen hod. Da Beschluss is auf an sog. Taiding (ana Vasaumlung vo Ministerialn) in Fischau (heit Bad Fischau-Brunn) 1194 gfosst wuan [2]. De Stod soit a Grenzbefestigung gegn Ungarn im dünn besiedltn Staaföd sei. Mitn Bau is 1195 nochn Dod vom Leopold unta seim Sohn Leopold VI. augfaungt wuan.

De Aunlog vo da Stod foigt da Fuam vo an remischn Loga. Da Grundriss woa a Parallelogramm mit ana Seitnläng vo 620 m an da Südseitn und 685 m an da Westseitn. De Stod is vo via Hauptstroßn, de in de via Himmesrichtungen gfiat hom, in via Viatln einteut wuan. Im Zentrum woa a Plotz mit ana Gress vo 180 x 80 m ois Moakt vuagseng und im nordwestlichn Viatl is a weidara Plotz ois Staundort fia de Pforrkiachn und fian Friedhof reserviat wuan. De Stod is duach a 5 m hoche und 1 m stoake staanane Stodmaua umgem wuan. Um de Stodmaua is a Grom glegt wuan, dea wos duachn Kehrboch und aundare klaane Bachal unta Wossa gsetzt wuan is.[3].

De Stod hod vo Aufaung au wichtige Privilegien griagt. Dazu hod de Grichtsboakeit, dees Moaktrecht und de laundesfiaschtliche Münzstättn, de wos vo Fischau noch Weana Neistod valegt wuan is[4].

Im 15. Joahundat hod Weana Neistod a Hochzeit dalebt, weu da Kaisa Friedrich III. de Stod nem Linz und Graz ois Residenz gnutzt hod. Aa sei Sohn Maximilian I. hod in Weana Neistod Hof ghoidn und hod in da St.-Georgs-Kathedreun sei letzte Ruhestättn gfundn. 1469 is dees Bistum Weana Neistod grindd wuan, dees wos owa zweng an Widastaund vo de fia Niadaestareich zuaständign Bischef vo Passau nua fia de Stod goitn hod und ned fia Wr. Neistod-Land.

Seit da Mittn vom 13. Joahundat is a jidische Gmeinde in Weana Neistod belegt[5]. Weu de Stod domois zua Steiamoak gheat hod, san de Judn, vo de Vafoigungen vom Joa 1338 ois aa vo de Progrome zua Zeit vo da Pest (1348/49) vaschont bliem. Aa de Zastearung vo da Weana Gmeinde (Weana Gesera, 1420/1421) is fia de Neistäda Judn ohne Foign bliem. Ois Wohnsitz vom Rabbina Israel Isserlein woa de Stod im 15. Joahundat a Zentrum vo jidischa Gleasaumkeit. S End vo da jidischn Gmeinde is kuma, wia da Maximilian I. im Joa 1496 de Vatreibung vo oin Judn aus da Stod vafügt hod und eana "auf ewige Zeit" vabotn hod, si do wieda niadazlossn, gfoigt vo ana organisiatn Ausweisung. Eascht im 19. Joahundat is in Weana Neistod wieda a jidische Gmeinde entstaundn.[6]

Im August 1487 in Weana Neistod (ungarisch Bécsújhely), noch fost zwajährige Belogarung, vo de Ungarn untan Kenig Matthias Corvinus eaobat wuan. Ea hod Weana Neistod an anzigoatign 81cm hochn Prunkpokal, in Corvinusbecher, gschenkt; de Umständ vo dera Schenkung san bis zan heitign Dog ned eindeitig eamittlt. Eascht 1490 hod da Kenig Maximilian I. sei Vodastod wieda zruckeaobat.

[drå werkln] Neizeit

Im 16. Joahundat hod Weana Neistod in Status vo ana Residenz und damit Bedeitung valuan. Ois Boiweak gegn de Tiakn und Kuruzn woas owa weida wichtig.

1751 hod de Stod owa wieda gressare Bedeitung kriagt, wia de Maria Theresia beschlossn hod, in da kaisalichn Buag a Kadettnhaus eizrichtn. De Theresianische Militeaakademie hod 1752 in Untaricht aufgnumma und besteht bis zan heitign Dog. Somit is dees de ötaste Militeaakademie vo da Wöd.

Im 17. Joahundat hod si laungsaum de Bezeichnung Weanarische Neistod und daun Weana Neistod duachgsetzt. Dees is so entstaundn, dass im Kaisareich mearare Orte mitn Naum Neistod gem hod. Weana Neistod woa davo Wean am nächstn glegn, ois aundare woa weida entfeant.

1785 hod da Kaisa Joseph II. des Bistum vo Weana Neistod noch St. Pötn valegt. Drauf san aa olle Klesta in Weana Neistod aufhom wuan, mit Ausnaum vom Zisterziensastift Neiklosta und vom Kapuzinaklosta. De Gebaide, de wos daduach frei wuan san, san fia Manufakturn gnutzt woan. Des woa da Grundstaa fia de Industrie in Weana Neistod. Zeascht woas de Textüindustrie und im 19. Joahundat is a Papiafabrik, a Zuckafabrik und a Tonwoanheastöllung dazua kumma. Aufgrund vo dera gstieganan Bedeitung hod Weana Neistod a eigans Statut valiehn kriagt.

1909 is im Noadn vo da Stod des easchte esterreichische Flugföd baut wuan. Scho im Joa 1911 is in Weana Neistod daun de easchte esterreichische Flugwochn obghoidn wuan. Flugpioniare wia da Igo Etrich, da Karl Illner und da Adolf Warchalowski hom do eanare easchtn Flugvasuche obghoidn. Heit is des Flugföd da gresste Natuaflugplotz vo Eiropa.

Im Easchtn Wödkriag woa Weana Neistod wegn a Zentrum vo da Rüstungsindustrie. De Niadalog vo da estareichisch-ungarischn Monarchie hod za an Niadagaung vo da Industrie aa in Weana Neistod gfiat. Da Wiatschoftsraum is vü klaana wuan, de großn Fabrikn hom schliaßn miassn, de Flugzeigproduktion is weng an Vatrog vo Saint Germain aufgem wuan. Duach de foigende Wödwiatschoftskrise is de negative Entwicklung no vasteakt wuan.

Nochm Aunschluss vo Estareich auns Deitsche Reich 1938 is in Weana Neistod wieda kriagswichtige Industrie aungsiedln wuan. Schon 1940 hom de Wiener Neustädter Flugzeugwerke a Viadl vo da Gsamtproduktion vo de Messerswchmitt-109-Jogdflugzeig heagstöd. In de Raxwerke, da ehemolign Wiener Neustädter Lokomotivfabrik, is ob 1943 mit da Montage vo de A4-Raketen augfaugt wuan. Vo de domois 30.000 Gebaide san nua 18 unbeschädigt bliem. Weana Neistod woa nem Dresden de Stod mitn gresstn Zastearungsotei im Deitschn Reich.

Fian Wiedaaufbau hod de Stodvawoitung de Bevekarung 1946 zan freiwüllign Orwatseinsotz aufgfordat, damit tausende Tonnen Schutt aus da Stod entfeant wean hom kena. 1955 wia Estareich mitn Stootsvatrog wieda a souveräna Stoot wuan is, woa da Wiedaaufbau vo da ehemois total zasteatn Stod zan großn Teu scho obgschlossn.

Heit is Weana Neistod mit mea ois 40.000 Eiwohnan de Hauptstod und da wichtigste Mittlpunkt vom Industrieviadl.

[drå werkln] Verkea

Da Baunhof vo Weana Neistod

[drå werkln] Baun

Weana Neistod is ana vo de wichtigstn und zgleich da greßte Baunknotnpunkt vo Esterreich und da wichtigste vo Niadaesterreich. Da Hauptbaunhof Weana Neistod is Schnitt- und Ausgaungspunkt vo mearan Eisnbaunlinien (Sidbaun, Mattasburga Baun, Aspangbaun, Pottendorfa Linie, Schneebeagbaun, Gutnstaanabaun) mit ana Frequenz vo rund 25.000 Reisendn pro Dog.

[drå werkln] Politik

[drå werkln] Gemeinderotswoin 2010

Die letztn Gemeinderotswoin am 14. Meaz 2010 hod foigands Eagebnis gliefat[7]:

Partei / politische Gruppiarung Stimmen-
aunteu
Vaän-
darung
Sitze im Gmeinderot Vaän-
darung
Sitze im Stodsenat
SPÖ 48,42 % -13,16 % 21 -5 7
ÖVP 24,52 % –0,24 % 10 ±0 3
FPÖ 10,24 % +7,50 % 4 +3 1
Soziales Neustadt - Liste Sluka-Grabner 7,69 % +7,69 % 3 +3 0
Greane 4,29 % -1,39 % 1 -1 0
Liste Haberler - WN Aktiv 4,06 % +0,15 % 1 ±0 0
pro Wiener Neustadt 0,25 % +0,25 % 0 0 0
Antrieb für Wiener Neustadt - Liste Steinbrecher 0,25 % +0,25 % 0 ±0 0

[drå werkln] Städdepartnaschoftn

  • Flag of Germany.svg Monheim am Rhein, seit 1971
  • Flag of Italy.svg Desenzano del Garda, seit 2002
  • Flag of the People's Republic of China.svg Harbin, seit 2006

[drå werkln] 3-Städde-Freindschoft

[drå werkln] Biacha

De Spinnarin am Kreiz im Walther vo da Vogelweide-Park
  • Stadtarchiv Wiener Neustadt, Steinmetzakten.
  • Peter Mertz und Manfred Seidl: Wiener Neustadt. Das Juwel in Niederösterreich. Überreiter, Wean, 2004, ISBN 3-8000-7074-X
  • Gertrud Gerhartl: Wiener Neustadt. Geschichte, Kunst, Kultur, Wirtschaft. Braumüller, Wean 1993, ISBN 3-7003-1032-3
  • Sylvia Hahn, Karl Flanner: „Die Wienerische Neustadt“. Handwerk, Handel und Militär in der Steinfeldstadt. Böhlau, Wean 1998, ISBN 3-205-98285-1
  • Erwin Reidinger: Planung oder Zufall. Wiener Neustadt 1192. Böhlau Verlag, Wean 2001, 400 S., zahlr. s/w. Abb., ISBN 3-205-99339-X
  • Werner Sulzgruber: Die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt. Von ihren Anfängen bis zu ihrer Zerstörung. Mandelbaum Verlag, Wean 2005, ISBN 3-85476-163-5

[drå werkln] Beleg

  1. http://www.wiener-neustadt.gv.at/master.php?etxsid=-1&pid=5614
  2. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 3
  3. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 8 ff.
  4. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 15 f. Das „Leopldinum“, ein angeblich aus der Zeit von 1221 bis 1230 stammendes Stadtrecht, erwies sich allerdings als Fälschung aus der Zeit Rudolfs von Habsburg.
  5. Gerhartl, Wiener Neustadt, S. 11
  6. Werner Sulzgruber: Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wiener Neustadt (Haamseitn vo da Kulturzeitschrift DAVID, obgruafn am 21. Jänna 2008)
  7. http://www.wiener-neustadt.gv.at/p-3329.html

[drå werkln] Im Netz

Commons: Weana Neistod – Buidl, Videos und/oda Audiodatein
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