Griawig

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Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch gschrim worn.

Griawig, aa griawe oda griabig is a Eingschoft, des wo a Moment, a Ort, oda aa Leid hom kina. S'gehd umd Wiakung, de wo de Sachan, de griawig han, auf a Person hom. A Person seiba ko se ned griawig fuin, aba ma fuit se woi, wei ebbs griawigs umadum is. Wenn oana sogt "Mei, is des griawig", moant a, dass a mit si sejba und allm umadum recht zfriedn is. Des ko dro ling, dass d'Leid, mit dene a zsamm is, recht griawig han, oda dass a in a griawign Wiatschoft hockt, oda a, dass as in da Sunn flacka oafach recht griawig is. Mit griawig moant ma oft aa gmiatli und erhoisam.

Ob wos griawig is, liagt natürli stark am Betrachta. Wos ma heid recht griawig find, ko moang a scho wiada recht fahd sei.

Synonyme[VE | Weakln]

gmiatle, nett, lebhoft, leiwand, s passt ois

S' Gengteil[VE | Weakln]

A Zitat aus'm Fuim "Am Manitu sei Schuah" bschreibt recht sche as glatte Gengteil von griawig: "I bin oafach mit da Gesamtsituation unzfriedn."

Heakumft[VE | Weakln]

Dazu gibt es verschiedene Theorien:

  • Vo middlhochdeitsch gerüewec (ruahig, gelossn, langsam)[1]
  • Vo lateinisch creber, -bra, -brum = dicht drengt, voi (vui Menschn feadan de Stimmung)[2].

Beleg[VE | Weakln]

  1. Mathias Lexer, Mittelhochdeutsches Handwörterbuch
  2. Adam Härdl: Lateinische Überreste im bairischen Dialekt. Dr. Erwin Rauner Valog, Augschburg, 2008; S.84