Moly

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Seitn ausm Kodex Medicina Antiqua (vo links af rechts: Homer, Oarzt, Merkur/Hermes)
Der Artikl is im Dialekt Niadaboarisch (Doanagegnd) gschrim worn.

Moly (μῶλυ) is a Zauwakraut in da griachischn Mythologie.

In dera Bedeitung kennt s nua da Homer, und zwar in da Odyssee[1] in da Gschicht vom Odysseus saena Affär mit da Zauwarin Kirke. Da beschraebt da Odysseus selm als Erzähla, wia r a des sell Kräutl kriagt had und wia s ausschaugt:

„Grad aso hat a gschpracht, da Hermes, da Dolmetsch, und had ma des Kraetl gebm,/ had s aus der Erd aussagrissn und had ma sae(n Kraft bedaet./ A schwoazze Wuazl had s ghabt und milliwaeß war de Blüah. Moly hoassn s de Gedda, hiat zum Dagrabn / fia de Menschn, de Gedda aber, de kinnan ajsse.“

Davor[2] had eahm da Hermes scho vorratn, wia r a des mit dem Moly anstelln muaß:

„Wohi wieda, Unglücksmensch, gehst auf dem Berg alloa(n, / wo s di ned auskennsd? Daene Gfiahrtn san da [= dir] bei da Kirke / als Säe sauwa im Saustall eingschpiarrt. / Wirkli, das d es auslosst, gehst hi? I sag da, / selm kimmst da nimma zruck, du bleibst, wo de andern san. / Aber mach, i werd di dalösn von dem Load und werd di darettn. Sä! Des Kräutl da, des guate, wenns d hast, dann gehst in Palast vo da Kirke, / des wiaht den Unglückstog ab vo daem Lebn.

Alle werd i dir s sagn, de merderischn Künst von der Kirke: / A Honigwein-Muas werdst kriagn, aber a Gift tuat sie in de Flockn. So aber kann s di ned vazauwan, wael des lasst / des saubere Kräutl ned zua, des wia r i dia gebm werd. Alls vo dem sag i dir: / Sowia de Kirke auf di zukimmt mit dem langa Zauberstab, / dann reiß du des schoaffe Schwert von da Hüft und spring auf d Kirke zua, als mechetsd s umbringa! Si aber wird dir aus Angst anbiatn, dass mit dir schlaft. / Da jezz dann verweiger di ned vor der Geddin ihram Bett, / dass da de Gfiahrtn freigibt und füa di selm sorgt. Aber lass s schwörn den groußn Schwur vo de selign Gedda, / dass füa di koa(n anders Unglick dasinnt, / dass dia, blouß, ohne Waffn, ned d Ehr nimmt und an Schnaed!“

Natüale habn scho de antikn Philologn und Schueleahra gspekaliad, wos des Moly fiar a rare Pflanzn is. Und natüale habn se s ned aussabracht. Erschtns wae des is di Sprach vo de Gedda, und dera ihra Etymologie kennan mia ned; und zwoatns, wo kammatn mia denn hi, wenn des Zauwakraut oana kenned! Es werd damit a so sae(n, wia in am andern Fall a antika Philolog gschriebn had: Des kann da der dersell sagn, der wia woaß, wöicha Schuasta den ledan Saag gnaht had, in dem da Windgod Aiolos di Windt und Stürm vowahrt.

Im Hellenismus habm dann d Natuawissnschoftla des Wort moly im glaechn Sinn hergnumma wia mólyza (μώλυζα/Knofe), ob zu Recht oda z U(nrecht, wea woaß s.

Beleg[VE | Weakln]

  1. 10,302-306
  2. v. 281-301

Schau aa[VE | Weakln]