Wiatshaus

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Gosthof is a Weidaleitung fia den Artike. Weidare Bedeitunga san unta Gosthof (Begriffsklearung) afgfiat.
Theodor Kleehaas: In da Wiatsstum (19./20. Jh.)

A Wiatshaus aa Wiatschoft, Gosthaus oda Gosthof (dt. Gaststätte, engl. inn) is a Haisl, wosd wos z essn und dringa griagst und oft aa iwanochtn konst. A gloans Wiatshaus is in Estreich a Beisl.

Im Untaschied zan klassischn Wiatshaus is a Hotel mehra af Iwanochtunga spezialisiad und a Restaurant af Speisn und Drangln. Da Untaschied is owa oft fliaßand.

Gschicht[VE | Weakln]

In da Vagongaheit hom af da Goststättn weitane Privilegien (Grechtsome) lieng kenna, wia's Recht zua Aussponn, Schlocht- und Bockrecht, Braurecht (Braugosthaus).

Nem'n imma mid'm Beheabeagungsrecht ausgstottetn Feanreise-Gosthäf (etwa Postkutschnstationa mid Aussponn, Bewiatungs- und Beheabeagungsrecht) hod's aa Betriebe, z. B. Brauschenkguita, de nua zu Moaktdogn aus Kapazitätsgrindn zuasätzli a Beheabeagungsrecht zuagsprochn bekemma hom.

In Deitschland bezeichnt ma Goststättn mid Behebeagung oft ois „Gosthaus“,[1] af'm Lond ois „Gosthof“.[2]

In ländlichn Regiona vo Noaddeitschland wead's Gosthaus Doafkruag, Krog gnennt, in Saggsn Eabgricht, in da Obalausitz und in Schlesien Kretscham, friaha voa oim in Studentngreisn Schänke bzw. Schenke – obgleit vo Ausschonk bzw. ausschenkn.

In ländlichn Regiona vo Siddeitschland is's (meist ois Eihöde stengade) Gosthaus aa: Klause oda Klausen gnennt.

EIropaweit guit seit Juli 2005, doss a Goststättn ned meah ealaubnispflichtig is, wenn koa Oikohoi ausgschenkt wead. Des hoaßt, olle Aflong, wia's Voahondnsei vo Toilettn, de persenliche Zuavalässigkeit vom Wirts usw. wean ned meah priaft.

Regionoifoama[VE | Weakln]

Deitschland[VE | Weakln]

Weabeplakat fia de Ausstejung DIDEGA (De Deitsche Goststättn) 1928 in Leipzig

Da Begriff „Goststättn“ umfosst noch'm deitschn Goststättngsetz[3] de „Schonkwiatschoft“ (des hoaßt, Drangl wean zum Vazeah on Ort und Stej ausgschenkt) und de „Speiswiatschoft“ (des hoaßt, zuabroadte Speisn wean zum Vazeah on Ort und Stej obotn). Da Begriff is oiso af reine Gastronomie eihgschränkt.

Da Betrieb vo ana Goststätt bedeaf noch'm Goststättngsetz vo ana Goststättnkonzession. Diese ko mid Nembstimmunga, insbsondane Aflong, vabundn sei, zum Beispui, doss fia lärmschitznde Moßnohma z soagn is. De Konzession guit fia a bstimmte Betriebsoat (zum Beispui Diskothek, Schonkwiatschoft, Speiswiatschoft), fia bstimmte Raimlichkeitn und fia a bstimmte Person (Gostwiat). Se wead nua eateit, wenn da Betreiba peasenli zuavalässig is und wenn Raimlichkeitn voahondn san, de bstimmtn Ofoadarunga gnuign. Diese Ofoadarung, zum Beispui's Voahondnsei vo ana Toilette mid bstimmta Becknozoih, eagem se aus'n jeweijing landesrechtlichn Goststättnvaoadnunga. Weitahi muass de Goststättn so gleng sei, doss vo iah koane unzumutboan Belästigunga fia de Nochboaschoft ausgenga. Des is de jeweijing Voaschriftn vom im Gebiet guiting Bebauungsplon z entnemma. Beispuisweis is a Goststättn in om reina Wohngebiet (WR) ned zualässig, in om oigmoana Wohngebiet (WA) dogeng scho.

Im baurechtlichn Sinn is a Goststättn jedoch imma no ois soiche z behondln, wenn se

  • außahoib vo de gejtndn Lodnschlusszeidn geeffnt hod,
  • mindestns de Hejft vo da Vakaufsfläch a Vazeahsmeglichkeit biat.

Dementsprechnd muass a soiche Goststättn de Goststättnvaoadnung eihhoitn.

Vorlog:Siehe auch

Österreich[VE | Weakln]

In Östareich wean ois Betriebsoat[4] gmäß § 111Vorlage:§/Wartung/RIS2-Suche Abs 5 Gweabeoadnung[5] de Gostgweabebetriebe Gosthof und Gosthaus untaschiedn.

  • Gosthöf san Gostgweabebetriebe, bei dena sowoi de Beheabeagung vo Gäst gengiwa Speisnvaobreichung und Dranglausschnk iwawieng ko ois aa umkeaht. Vom Hotel untascheidt se da Gosthof in da Regl duach gringan raimlichn Umfong, oafochare Ausstottung und Oat vo da Vaobreichung.
  • Gosthaisa san Gostgweabebetriebe, de in easchta Linie da Einohm vo Moihzeidn diena. Hisichtli Ausstottung vo de Betriebsraime, Umfong und Oat vom Ogebot on Speisn und Drangl, sowia Oat vo da gsomtn Betriebsfiahrung eareichn se in da Regl ned'n Stondard vo om Restaurant.

Fia Gosthöf wia Gosthaisa guit a Speastund vo 02.00 Uah.[4]

Diese Untascheidung in gmischt Beheabeagung/Gastronomie und voarongig Gastronomie[6] eastreckt se aa af oanige Speziofoama:

  • Im oipina Raum is de Bezeichnung Oipngosthaus bzw. Oipnwiatshaus fia voarongige Bewiatung uibli, weahnd ghobane Schutzhittn mid Iwanochtung ois Oipngosthof/Oipnhotel gfiaht wean (ds entspricht da Hittnkategorie III vo de Oipnvaeine).[6]

In da Praxis wead owa kaum untaschiedn, ob a Gostwiatschoft Zimma obiat, oda wejchs Niveau se hod, is etwa aus'm Nam vom Haus ned obleitboa. Aa foin Haisa mid weniga ois 10 Bettn, solong de Bewiatung im Haus und famijieararan Greis bleibt, ois Nem-Kloagweab ned unta de Fochmaterie Beheabeagung im speziejn Sinn.

Äjdasd's Gosthaus[VE | Weakln]

Den Titl fia Middleiropa nimmt da Stiftskella vom Klosta St. Peter in Soizburg (easchtmois 803 uakundli eawähnt) fia si in Ospruch.[7] As Guinness-Buach vo de Rekoade fiaht de seit 1658 bstehnde Goststättn Röhrl in Eilsbrunn bei Rengschburg ois „äjdasts duachgehnd geeffnts Gosthaus vo da Wejd“.[8] Oiss „äjdasts Gosthaus vo Deitschland“ seng se aa de Traditionsgoststättn Zum Riesen in Miltenberg, Zum roten Bären in Freiburg im Breisgau und de Herberge zum Löwen om Schönberg.

Literatua[VE | Weakln]

  • Friedrich Rauers: Kulturgeschichte der Gaststätte. Teil 1–2 (= Schriftenreihe der Hermann-Esser-Forschungsgemeinschaft für Fremdenverkehr, Band 2). 2. Auflage. Metzner, Berlin 1942.
  • Moritz Hoffmann: Zweitausend Jahre Gaststätte. Metzner, Frankfurt am Main 1954.
  • Herbert May, Andrea Schilz (Hrsg.): Gasthäuser. Geschichte und Kultur (= Arbeit und Leben auf dem Lande, Band 9). Imhof, Petersberg 2004, ISBN 3-937251-68-5.
  • Renate Dürr, Gerd Schwerhoff (Hrsg.): Kirchen, Märkte und Tavernen. Erfahrungs- und Handlungsräume in der Frühen Neuzeit (= Zeitsprünge, Band 9). Klostermann Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-465-03413-9.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Wiatshaisa – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. Gasthaus, das. In: Duden, obgruafa m 29. August 2013.
  2. Gasthof, der. In: Duden, obgruafa om 29. August 2013.
  3. Gaststättengesetz
  4. 4,0 4,1 Infoblatt Gastgewerbe & Betriebsarten
  5. Bei der Gewerbeanmeldung (§ 339) ist die Betriebsart zu bezeichnen, in der das Gastgewerbe ausgeübt werden soll.
  6. 6,0 6,1 Gasthöfe/-häuser – als Einzellage – stellen zusammen auch eine Kategorie der topographischen Siedlungskennzeichnung der Statistik Austria dar (aber ohne Unterscheidung Gasthaus, Wirtshaus, codiert Gh), und sind als solche in der Österreichischen Karte geführt (meist als Gh., in der Datenbank Geonam Österreich aber unter „Gasthaus“). Sonst sind die unterscheidenden Abkürzungen «Ghf.» und «Ghs.» üblich. Berglagen werden eigenständig als Alpengasthaus, -wirtshaus, -hotel (Code Agh) statistisch erfasst.
  7. Internetpräsenz des Stiftskellers St. Peter: Geschichte.
  8. Wochenblatt Regensburg, Stand 17. November 2010
Normdatn: GND: 4071600-4