Bittapamarantschn

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Bittapamarantschn
Pomeranzen BMK.jpg
Bittapamarantschn (Citrus × aurantium)
Systematik
Oadnung: Sapindales
Familie: Rutaceae
Goddung: Citrus
Oat: Citrus × aurantium
Wissnschoftlicha Naum
Citrus × aurantium
Carl Linnaeus

Bittapamarantschn oda Bigarad (lodainisch: Citrus × aurantium L.) hand göb-oarausche Fricht de im tropischn und subtropischn Klima auf glaichnamige Bam wogsn. Se san genetisch eng fawaunt mid de siassn Pamarantschn und schdaumen fu de zwoa söbn Ötanbflaunzn o, nemli fu ana Kraizung aus Mandarinen (Citrus reticulata) und Pampelmusn (Citrus maxima). De Bittapamarantschn san de ödane Soatn, de schau im 11. Joahundat in Italien aunbaud woan is, dawai de siaßn Pamarantschn eascht im 15. Joahundat iwa de arabischn Mauren noch Portugal kema san.

De Fricht fu de Bittapamarantschn san a weng kleana, haum a heatane Schoin und schaun faschrumpit aus, in da Foab sans meara göb wia oaraunsch. Fum Gschmo hea hans wia da Naum schau sogt bittara wia de noamaln Pamarantschn. Se wean owa drozdem kulinarisch fawent, zan Baischbü fia Mamalad oda ma mocht duach Drikan Aranzini bzw. Orangeat draus, wos fia faschidane Bunki und Keks heagnuma wean.

Da Naum[VE | Weakln]

Auf Hochdaidsch hoassn de Fricht „Pomeranze“, „Bitterpomeranze“ oda „Bitterorange“. In maunche Kochbiacha schded a „Sevilla-Orange“ und „Saure Orange“. In de boarisch-östarreichischn Dialekt hoassns in Obgrenzung zu de Pamarantschn Bittapamarantschn. In da Weana Kuchischbroch hod mas fria a Bigarade (fem. Sg.: a Bigarad(e)) gnend, wos fum franzesischn Woat „bigaradier“ kimd.[1]

De Bflauzn[VE | Weakln]

De Bittapamarantschnbam san as gaunze Joa greea und wean bis 10 Meta hoch. Se haum a runde Krone und eanare Zwaig haum Schdochin, de bai junge Drib fünf bis ocht Zantimeta laung sai kinan. De Bladl san lenglich und oval, owa im Gengsoz zu de noamaln Pamarantschn foan ned schbiz. De Bladl haum Ödrüsn mid denan si si geng Insektngfickad fataiding kinan. Des Ö riacht owa guad und wiad fia Parfum fawent.

De waißn Blia riachan a intensif. Fimbf bis zwöf Prozent fu de Blia haum neta Staubgfäß und koa Gynoeceum.

De Fricht san rund und im Gengsoz zu de noamaln Pamarantschn a weng kleana. Se schaun a weng faschrumpit und drekig aus und eana Schoin is fesda mim Fruchtflaisch fabundn. Innen drin sans in zehn bis zwöf Segment untadoald. As Fruchtflaisch is saua und de Haud fu de Segment, as Endokarp, und a s'Innare fu da Schoin is bitta. Waunn de Fricht raif san, kinans gauns in da Mitt a so an hohln Kanal haum, des hoast das zwischn de Segment a Luft drin is.

In da Middlmearegion is de Eantezaid fu de Bittapamarantschn im Winta, im Jenna und Feba.

Fawendung[VE | Weakln]

De Bittapamarantschn san zum Essn ned bsondas guad, wais so bitta san. A da Soft is grauslig. A fabraite Fawendung is owa, das ma des Fruchtflaisch fu de Bittapamarantschn in da Sun drikan losst, kandiad und in kloane Wiafal schnait. De Wiafal hoassn in Esdaraich Aranzini, in Daidschlaund sogt ma eha Orangeat dazua. De kandiadn Aranzini-Wiafal san laung hoitboa und wean tradizionell im Winta zum Bocha heagnuma, fia Bunki und Keks. In Italien gibts a so Panetone-Kuchn mid Aranzini drin.

In da englischn Kuchi wiad aus de Bittapamarantschn de tipisch englische Pamarantschn-Mamalad gmocht, de a mid fü Zuka oiwai nu a weng bitta schmekt und desweng bai de Kinda recht unbeliabt is. Fü Eawogsene schmekts owa.

A aundane Fawendung is, das in da Schoin etherische Ö drinnan san, de ma extrahian kau. Im orginal Kölnisch Wossa (eau de Cologne) is zum Baischbü so a Bittapamarantschnö drin, des an Dail fum tipischn Gschmo ausmocht.

Aus de Bladl und Zwaigal fu da Bittapamarantschn kau ma a a etherischs Ö extrahian, des Petitgrainö hoast und fia faschidane Parfum fawent wiad.

Aus da Blia fu da Bittapamarantschn (franz.: fleur d'oranger) kau ma des Pamarantschnbliawossa (franz.: eau de fleur d'oranger) kondensian. Des wiad a fia Parum fawent, kau ma owa a ois Gewiaz zu faschidane Bochrezept dazua doa.

Duach Destillian fu da Blia kriagt ma Neroliö. Des is a a etherisches Ö, wos a entschbaunnende, entkraumpfende Wirkung hod und in da tradizionelln mediterranen Medizin fawent woan is. Haid wiads a efda fia Aromatherapie aigsezt, wo mas owa ned mid Orangenö fawegsln deaf. Des wiad nemli aus de Schoin fu noamale Pamarantschn gmocht. As Neroliö wiad a fia Parfum fawent.

Fuasnotn[VE | Weakln]

  1. Franz G. Zenker: Anleitung zur Feineren Kochkunst, Wean, 1824; siehe Google Books, S. 71