Schtülle Nocht, Heilige Nocht

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De weihnochtlige Schtülle Nocht Kapön

Schtülle Nocht, Heilige Nocht, dt.: Stille Nacht, Heilige Nacht, is des bekauntaste Weihnochtsliadl. Entschtaundn is im Soizbuaga Laund und d`Schuid drau woa a Notlog. Des Liadl is easchtmoli am 24. Dezemba 1818 bei da Christmettn in da Oberndoafa Kiacha gsunga wuan. Spoda is rund um de gaunze Wöd gaunga und is in mera Schprochn iwasezt wuan.

D`Gschicht vom Liadl[VE | Weakln]

Da Franz Xaver Gruber hod ob 1807 de Schtö ois Lehra in Andoaf ghobd. Danem woa aa vo 1816 bis 1829 nu da Oaganist in da Oberndorfer Kiacha. Da Joseph Franciscus Mohr is 1817 ois Aushüf (Vikar) in de söwe Pfoarei kema. Es woa a nodige Zeit, de napoleonischn Kriag woan grod eascht vuabei und de Leid hom zfü zan Schteam owa a zweng zan Lebm ghobt. Warums am heilign Obnd 1818 ned de Orgl gschpüd haum, des woaß ma Heid neamma. Owa ma vamuat das de Orgl hinich woa und natiali a koa Göd zan Reparian dogwest wa.

Do hod se da Joseph Mohr eainat das a scho 1816 a boa Veasal gschrim hod. Mid de is a zan Leahra Franz Xaver Gruber gaunga und hodn gfrogt ob aa ned a Melodie, fia zwoa Soloschtimman, an Chor und ana Gidarrnbgleitung dazua schreim kennt. Em Gruber hom de Veasal gfoin und so hod a se am 24. Dezemba higsezt und hod de Zeun vatont. Gsunga homs de Zwoa midm Chor und schtod da Oaglmusi hod da Mohr af da Gidarr de Melodie gschpuid.

De oafoche Melodie und des Gschriwane hod in da koidn Kiacha de Heazn eaweamd und hod de Leid a wengl an Muat gem. Und so hod se des Liadl im Umkroas vom Mohr und Gruber vabroat.

1819 hod da Orglbaumoasta Karl Mauracha des Liadl gheat, ois a de Orgl in Oberndorf heagricht hod. Dea hod de Melodie midgnumma und in Fügen bkauntgmocht. Daun hod des Liadl 1819 den Weg ins Zillatoi (Tiroi) gfundn. Und de musikalischn Famülin Raina und Strasser hom des Liadl af eanane Gsaungsreisn 1832 noch Leibzig und 1839 sogoa noch New York, trogn.

Va do weg woa da wödweide Siegeszug vo dem Liadl neamma afzhoidn. Es is in iwa 300 Schprochn und Dialekt iwasezt wuan. Iazt a ins Bairische.

Schtülle Nocht , heilige Nocht.[VE | Weakln]

  • Schtülle Nocht! Heilige Nocht!
Autograph, Origineuhaundschrift vom Fraunz Xaver Gruber

Ois schloft; oasaum wocht.

Nua des traute heilige Boa.

Hoida Knob midm lockigan Hoa,

Schlof in hümmlischa Ruah!

Schlof in hümmlischa Ruah!

  • Schtülle Nocht! Heilige Nocht!

Goddes Suhn! Oh, wia locht.

Liab, aus Deim geddlign Mund,

do schlogt ins de rettande Schtund.

Jesus in Deina Gbuat!

Jesus in Deina Gbuat!

A Juwileumspostkoatn
  • Schtülle Nocht! Heilige Nocht!

De da Wöd Heil gbrocht,

Ausm Hümmi goadnan Hächn

in de Gnodn Füll loßt schaugn.

Jesum in Menschngschdoit!

Jesum in Menschngschdoit!

  • Schtülle Nocht! Heilige Nocht!

Wo se heid olle Mocht,

Votaliab eagoss.

Und ois a Bruada huidvoi umoamt,

Jesus de Vöka da Wöd,

Jesus de Vöka da Wöd!

  • Schtülle Nocht! Heilige Nocht!

Laung scho an ins docht,

Ois da Hea vom Grimm bfreit,

in da Väta uagraua Zeit.

Gdenktofö am Hoamatmuseum Fügn

Olla Wöd Schonung vahoaßt,

Olla Wöd Schonung vahoaßt!

  • Schtülle Nocht! heilige Nocht!

Hiatn haums zeascht kundgmocht.

Duach da Engl Alleluja.

Schoit es laut vo Fean und Noh:

Jesus da Retta is do!

Jesus da Retta is do!

Joseph Franciscus Mohr[VE | Weakln]

Da Joseph Franciscus Mohr is am 11. Dezemba 1792 ois uneheliga Suhn vo da Halleina Schtickarin Anna Schoiberin und des Muschketia Franz Mohr in da Schtod Soizbuag af d`Wöd kema. Ea hod nu drei Gschwistarad ghobd, olle sans unehlig gbuan wuan. Des woa in dera eamlichn Zeit koa Sötnheid. Den zan Heiratn hod bei de kloan Leid moast`s Göd gföd. In Joseph sei Taufpat is da Schoafrichta Joseph Wohlmuth gwest, dea se owa bei da Tauf vadretn hod lossn.

Des Bleiglosfensta in da Schtülle Nocht Kapön midm Mohr.

Da soizbuaga Domvikar Johann Nepomuk Hiernle hod des Biabal intaschtizt. Sodaß ea, zwoa Middlos, owa do des akademische Gymnasium bsuacha hod kena. Ois Gegnleistung woa da Mohr aa Sänga und Violonist bei de Chör vo St.Peter und da Univeasität. Vo 1808 bis 1810 hod a Philosophie in Kremsmünsta und 1811 im Lyzeum in Soizbuag schtudiat. 1811 is a ins Priestasemina eidretn. Und am 21 August 1815 hod a sei Priestaweih gfeiat. Es woan domois unkristlige Zeitn. Wei a aa Baunkad (Baunkert), a uneheligs Kind gwest wa, hod ma eam beim Eidritt ins Priestasemina de Ordinariats-Dispension gewährn miassn.

Noch da Priestaweih is a noch Ramsau bei Berchtesgadn kema und vom Oktoba 1815 bis in Summa eini woa a ois Koadjutor in Mariapfarr, da Hoamadgmoa vo sein Vota. Und do hod a aa 1816 de Veasal fia des Liadl, schtülle Nocht, heilige Nocht afgsezt.

1817 is a daun ois Aushüf in de Hoibpfoarei Oberndorf kema. Do hod a den Leahra und Oaganistn Franz Xaver Gruber easchtmolig troffn. Und do hod se z`Weihnochtn 1818 aus da Not gboan de Gschicht midm Liadl ogschpüd.

1819 hod ea Oberndorf valossn. Sei Bruafsweg hodn vo 1827 bis 1837 iwa Kuchl, Golling, Vigaun, Anthering, Eugendorf, Hof und Hintersee gfiat, bis a ois Vikar in Wagrein glaund is.

Iwaroi wo a woa, is a mid seina sozieuna Oat afgfoin. Zweng dem isa aa efta vo seine Vuagseztn aupozt wuan. In Wagrein hod a de Biaga fia an Schuineibau gwinna kena. Damid a de eaman Kinda in de Schui geh haum kena, hod a an Ausgleichsfond eigricht, dea fia se des Schuigöd iwanumma hod. Ea hod a den Auschtos gem, fia des spadare Oaman und Oitnheim. Vaschtuam is a am 4. Dezemba in Wagrain. Am duatign Friedhof is nu Heid sei Grob.

Ea is so Oam ogaunga, wia a af d`Wöd kema is. Owa seine Veasal san unschteabli.

Franz Xaver Gruber[VE | Weakln]

Da schpodare Leahra und Komponist Franz Xaver Gruber is am 25. Novemba in da Pfoarei Hochburg, Steinpointsölde (Untawizbuag 9), im Innviatl gbuan wuan. Tauft wuan is a af den Naum Conrad Xavier. Spoda hod a sein Naum in Franz Xaver gendat. Seine Ötan woan de Leinanweba Josef und Maria Gruber. Ea woa des Finfte vo sex Kinda und hed bei seine Ötan de Leinanwebarei daleana soin.

Da Lehrer Franz Xaver Gruber

Sei Schuilehra, da Andreas Peterlechner hod boid gneist das des Biabal recht musikalisch wa und hodn recht intaschtizt. Bis za sein ochtzahntn Gbuatstog hod da Fraunz Xava ois Leinweba oawadn miassn. Eascht daun hod eam sei Vota ealaubt das ea af an Leahra schtudian deaf. 1806 hod a in Riad im Innkroas de notwendign Prifungan zan Voikschuileahra oglegt.

1807 hod a daun sei easchte Schtö ois Leahra in Andorf griagt. Um seine Aufschtigsschaunzn za vabessan, hod a vo 1816 bis 1829 a en Oaganistndeanst in da Owandoafa Kiacha iwanumma. Zan Weihnochtsfescht 1818 is vamuatli de Orgl ausgfoin und so hod a gach za de Veasal vom Mohr de Vatonung gschrim. De Zwee hom daun schpada nu a boa Weihnochtsliadl vafoßt.

Ea hod a doppöde Wittibin, de Elisabeth Faschinger gheirat, de scho zwoa Kinda ghobd hod und midanaund homs a nu zwoa griagt. Ois 1825 vaschtuam is hod a 1826 de Maria Breitfuß gehelicht, ane vo seine frian Schülarinnan. Midanaunda homs 10 Kinda ghobt. Do de Kindaschteabligkeit domois groß woa, haum vo seine leiblign Kinda nua Viare iwalebt.

1828 hod a de Leahraschtö in Berndorf eahoitn. Und 1868 is a da Schtodpfoarleita in Hallein wuan. Ois sei zwoate Frauw vaschtuam is hod a 1442 de Wittibin Katharina Wimmer gheirat.

Ois a augsenga Mau is a 1863 vaschtuam und bei da halleina Schtodpfoakiacha begrown wuan.

Iwasetzungan in de Schprochn[VE | Weakln]

  • Bairisch: Schtülle Nocht, heilige Nocht
  • Behmisch: Tichá noc, svatá noc
  • Bulgarisch: Тиха нощ, свята нощ
  • Chinesisch: 平安夜
  • Dänisch: Glade jul, dejlige jul
Des Notnbladl aus da Gartnlaube vo 1891
  • Deitsch: Stille Nacht, heilige Nacht
  • Englisch: Silent night
  • Esperanto: Paca nokt'
  • Estnisch: Püha öö
  • Finnisch: Jouluyö, juhlayö
  • Franzesisch: Douce nuit, sainte nuit
  • Griechisch: Άγια νύχτα
  • Grönländisch: Juullimi qiimasuttut
  • Hawaiisch: Pō La‘i Ē
  • Indonesisch: Malam Kudus
  • Irisch-Gälisch: Oíche Chiúin
  • Isländisch: Heims um bol
  • Italienisch: Astro del Ciel
  • Japanisch: きよしこの夜
  • Kaschubisch: Cëchô noc
  • Katalanisch: Santa Nit
  • Koreanisch: 고요한 밤 거룩한 밤
  • Krowodisch: Tiha noć
  • Lateinisch: Alma nox
  • Litauisch: Tyli naktis
  • Hollendisch: Stille Nacht
  • Norwegisch: Glade jul
  • Peasisch: شب آرام
  • Poinisch: Cicha noc, święta noc
  • Poatugiesisch: Noite Feliz
  • Rätoromanisch: Clara notg
  • Rumänisch: Noapte de vis
  • Russisch: Тихая ночь
  • Schottisch-Gälisch: Oidhche Shamhach
  • Schwedisch: Stilla natt, heliga natt
  • Slowakisch: Ticha noc, sväta noc
  • Slowenisch: Sveta noč
  • Schpanisch: Noche de paz
  • Behmisch: Ticha noc, svata noc
  • Tiakisch: Sessiz Gece, Kutsal Gece
  • Ukrainisch: Тиха ніч
  • Ungarisch: Csendes ej
  • Walisisch: Tawel Nos

Klassische Owaundlungan[VE | Weakln]

  • Max Reger, Weihnachtstraum für Klavier, Fantasie über „Stille Nacht, heilige Nacht“, zwei- oder vierhändig
  • Arthur Honegger, Une Cantate de Noël für Chor, Kinderchor, Bariton-Solo, Orgel und Orchester, 1953
  • Krzysztof Penderecki, 2. Sinfonie (Weinachtssinfonie) für Orchester, 1979–1980
  • Bertold Hummel, Stille Nacht - 3 Variationen und ein Nachsatz aus der Ferne für Sprecher und 8stimmig gemischten Chor a cappella (1974/1980)
  • Alfred Schnittke, Stille Nacht für Violine und Klavier (1978)
  • Max Bruch, Das Lied von der Glocke, Oratorium nach Friedrich Schiller op. 45 (1872); Nr. 22 Terzett Holder Friede

Schau aa[VE | Weakln]

Füm[VE | Weakln]

Spüfüm

  • Das unsterbliche Lied; Deutschland/Schweiz 1934; Produktionsfirma: Bavaria/Arophon; Kinoverleih: Hans Marder; Länge: 75 min; Erstaufführung: 1. Dezember 1934 Berlin; Filmkritik: Die Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘ – verknüpft mit einer dörflichen Liebesgeschichte. Sentimentaler Heimatfilm.“ Drehbuch: Alfred Lampel; Regie: Hans Marr; Darsteller: Any Hartmann – Trautel; Felix Gruber – Lehrer Gruber; Hans Marr – Sternwirt; Heinz Galltzki – Leonhard; Jo Zschocke – Fanny; Klara Boeck – Elisabeth; Max Weydner – Pfarrer Mohr; Paul Richter – Lois; Rosa Kirchner-Lang – Magd
  • Das ewige Lied; Österreich 1997 mit Tobias Moretti, Erwin Steinhauer, Heio von Stetten, Krista Posch, Michael Mendl, Karl Merkatz, Andrea Eckert
  • Stille Nacht (Film)|Stille Nacht; USA 2012 mit Carsten Clemens, Markus von Lingen, Janina Elkin

Dokumentafüm

  • Stille Nacht! Heilige Nacht! Die Friedensbotschaft aus dem SalzburgerLand. Salzburg 2009, ORF, Regie Renate Lachinger

Litaradua[VE | Weakln]

  • Rudolf Bayr: Stille Nacht Heilige Nacht. 1963, Residenz Verlag Salzburg. ISBN B0000BG7NB
  • K. Müller: Mohr Josef. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 6. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1975, ISBN 3-7001-0128-7, S. 344 f. (Direktlinks auf S. 344, S. 345).
  • Otto Franz Gensichen: Mohr, Joseph Franz. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 52. Duncker & Humblot, Leipzig 1906, S. 435
  • Berthold Egelseder OSB: Mohr, Joseph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 709 f. MDZ München
  • Harry Beyer: Joseph Mohr. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 6, Bautz, Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1, Sp. 31–32.
  • Berthold Egelseder OSB: Mohr, Joseph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 709 f. (Digitalisat).
  • O. F. Gensichen: Mohr, Joseph. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 52, Duncker & Humblot, Leipzig 1906, S. 435.
  • Friedrich Wilhelm Bautz: Franz Xaver Gruber (Komponist). In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Bautz, Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8, Sp. 363.
  • BBKL|g/gruber_f|band=2|spalte=363|autor=Friedrich Wilhelm Bautz
  • Max Gehmacher: Stille Nacht, heilige Nacht! Das Weihnachtslied – wie es entstand und wie es wirklich ist, 3. erweiterte. Aufl., Salzburg 1968.
  • ÖBL|2|80|81|Gruber Franz Xaver
  • Berta Christine Pfeffer: Die soziale Stellung der Salzburger Lehrerschaft im österreichischen Vormärz, Dissertation Salzburg 1971.
  • Ernst Waeltner: Gruber, Franz. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7. Duncker & Humblot, Berlin 1966, S. 180. (Onlinefassung)
  • Hellmut Schöner (Hrsg.), A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973. S. 223–224. Eintrag in der Ramsauer Pfarrchronik: „Josef Mohr (..) kam am 29. VIII. 1815, da er schon nach Mariapfarr in Lungau bestimmt war, hier an, und blieb mit Bewilligung des Hochwiadigsten Konsistoriums zur Aushilfe da bis 10. X. 1815, an welchem Tag er abgereist war.“ Ferner heißt es bei Helm: „M. war auf dem Wege zu seiner ersten Dienststelle, er wird nun beim Pfarramt in Ramsau wegen Übernachtung vorgesprochen haben.“

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Webcam[VE | Weakln]