Jazz

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Louis Armstrong – a bedeitenda Hot-Jazz-Musika
AACM-Saxophonistin Matana Roberts aufm Moers Festival 2006

Jazz is a Musikrichtung, de wos ums Joa 1900 in USA entstaundn is. Sie is vua oim vo Afro-amerikanan gschoffn wuan. Da Jazz is in vüfötiga Weise weida entwicklt wuan - haifig im Crossover mid aundan Musiktraditionen und Genres. Jetzt wean a scho Musikformen zan Jazz zöht, de oft nur a weng bis gor nimma mit da afro-amerikanischen Tradition verbundn san.

Da Jazz wiad weng seine künstlarischen Bedeitungen haifig ois amerikanisches Pendant zua "klassischn" eiropäischen Musik vastaundn. Außadem hod a fia vü aundare Richtungen vo da Musik, vo Pop bis Folk, neiche Meglichkeiten gschoffn.

Etymologie[VE | Weakln]

De Heakumft vom Wuat Jazz it unkleat. In friachn Jazz hod ma ois "Hot Ragtime" oda afoch "Ragtime" bezeichnet. 1909 tauchd da Begriff in dem Liad „Uncle Josh in Society“ auf: „One lady asked me if I danced the jazz …“, woarscheinlich is damit a Oat vo Ragtime-Tanz gmaant. 1913 is da Begriff ois Bezeichnung a Oat vo Musik belegt. Dees Wuat kummt meglichaweise aus da kreolischn Sproch (Patois), wo „jass“ „heftige Aktivität“, im speziön Sexualvakea bedeidd. Dazua a Quön: „If the truth were known about the origin of the word 'Jazz' it would never be mentioned in polite society.“ [„Étude“, Sept. 1924]. (Auf Weanarisch: "Waun de Woaheit iwa de Heakumft vo dem Wuat 'Jazz' bekaunt warad, dadads auf goa kaan Foi in da feinen Gsöschoft ausgsprochn wean.")

Charakteristik vom Jazz[VE | Weakln]

Da Jazz baut schwaapunktmäßig aufn eiropäischn Tonsystem auf: Eiropäische Melodik und Harmonik, musikalische Formen (zum Beispü Liadfuam), sowia eiropäische Instrumente (Blosinstrumente, Klavia, Gitarrn, Kontraboss, große und klaane Dromme, Beckn). De eiropäische Musikkuitua wiad im Jazz owa auf eigane Weise gnutzt. Wichtig is a bsundara Rhythmik (Swing, Groove), a intensive, spontane Interaktion (u.a. Call and Response) und a Tonbüdung, de wos si am vokaln Ausdruck orientiat. De Kennzeichen, bsundas de Rhythmik, lossn si auf afrikanische Musiktraditionen zruckfian. [1]

Zua Charakterisk ghean nem de stübüdendn Blue Notes aus friachan Epochn:

  • Improvisation
  • Jazz-Rhythmik mit (midastns tendenziö) polyrhythmischn Charakta (z.B. duach Offbeat)
  • a speziölle Oat vo da Tonbüdung (zum Beispü Glissando und Multiphonics) und Instrumentnbehaundlung,
  • stülistische Individualität vo anzlnan Musikan
  • a Bezug auf Jazz-Tradionen

Aa fia de neian Jazz-Stile lossn si soiche Caraktaristika nochweisen.[2]

Klassischa Jazz[VE | Weakln]

De klassischn Jazz-Stü san in historischa Reihnfoige vo iara Entstehung aufglistet:

  • New Orleans Jazz (ab 1900)
  • Dixieland Jazz (ab 1910)
  • Chicago Jazz (ab 1920)
  • Swing (ab 1926)
  • Bebop (ab 1940)
  • Latin Jazz (ab 1947)
  • Cool Jazz (ab 1948
  • Hard Bop (ab 1955)
  • Free Jazz (ab Ende der 50er Jahre)
  • Jazz Fusion (ab Ende der 60er Jahre)

Neiare Entwicklungen[VE | Weakln]

  • Modern Creative
  • World Jazz bzw. Ethno-Jazz
  • Neotraditionalismus
  • Neoklassizismus
  • Acid Jazz
  • Downtown
  • Imaginäre Folklore
  • M-Base
  • Nu Jazz
  • Smooth Jazz bzw. Pop-Jazz
  • Jazz-Rap

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Jazz – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. Vgl. John Miller Chernoff, Rhythmen der Gemeinschaft. Minga 1994 (engl. 1979) ISBN 3-923804-39-3; Gerhard Kubik, Afrikanische Elemente im Jazz - europäische Elemente in der populären Musik Afrikas. In: G. Kubik, Zum Verstehen afrikanischer Musik. Leipzig 1988. ISBN 3-379-00356-5, S. 322ff.
  2. http://www.darmstadt.de/kultur/musik/jazz/history/Jazzhistory-1.htm