Weißbia
| Der Artikl is im Dialekt Mingarisch gschrim worn. |
Weißbia is a obagärigs Bia des zum eastn moi um 1520 a Braua aus Niedabayern braut ham soi. In Niedabayern sejm und in da Owapfoiz hoaßts Weizn und außahoib vo Bayern songs Weizenbier oda Hefebier oda nua Hefe dazua.
Weißbia hod a Stammwiaz vo 11 bis 14 Prozent, dees gibt an Alkohoighoit vo 5 bis 6 Prozent. In da Stoakbiazeit gibts a wejche mit 20 Prozent Stammwüaze.
Heit z´dog trinkt ma fast nua no Hefeweißbia, des g´filtate Kristoiweißbia gibt´s fast goa nimma. Damit hot sie a dea vo vui ois Unsittn o'gsengne Brauch aufg´heat, a Reiskeandl zwengs am Schaum ins Glasl z´schmeißn.
Mit Weißbiaglasn soit ma um Gotts Wülln unten ostossn.
As dringa von am Weißbia ausm Flaschl is a bsundane Kunst, aba a unvagleichlicha Gnuss. Oa Brauarei hod des ois a Moaktluckn entdeckt und biet a Flaschnweißbia o, des aba weniga Koinsaire enthoit.
Inhoitsvazeichnis |
Mischdrangln [dro werkln]
S gibt aa an Haffa Mischdrangln, wo nem Woaznbia moast a Krachal enthoidn. A kloane Auswoi:
- Colawoazn, friara a Nega (mit Cola)
- Russ, Woaznradla (mit Zitronalimonad)
- Goassmass oda Goass, Schwoaze (mit Cola oda Spezi und Kiaschlikea)
Inzwischn gibts a imma mea featige Woaznbiamischdrangln.
Dazua gibts aa a alkohoifreis Woaznbia sowia oans mit redziatn Alkohoighoit.
Gschicht [dro werkln]
Woaznbia is scho ungefeah 3000 Joar z Babylon und Egyptn gmocht worn. In Eiropa is de Brautechnik mit Woazn im 16. Jh. vo Behmen noch Bayern kemma. Scho 1520 soi a niedabayerischa Brauer Weissbier heagstejt hom.
Vabroadung [dro werkln]
In Deitschland gibts heit s Woaznbia iwaroi z kaffa. S existian owa Regiona, wos afgrund vo da Gschicht meara vabroadd is. Dazu ghean Oidbayern, wos zwegn da Tradition a grosse Bandbroadn vo Woaznbiasortn gibt, wo teiweis nua a regionale Bedeitung ham, sowia z Berlin mit seina „Berlina Weiße“. In Owaestareich und Soizburg gibts sechs Brauarein, wo Woaznbia braun.
Literadua [dro werkln]
- W. Back (Hrsg.): Ausgewählte Kapitel der Brauereitechnologie. Hanns Carl, Nürnberg 2006, S.237-254
- Heinrich Letzing: Die Geschichte des Bierbrauwesens der Wittelsbacher: die Gründung des Hofbräuhauses München und die Entstehung des herzoglichen Weißbiermonopoles in der Auseinandersetzung mit den Landständen bis zum Landtag von 1612 sowie die Grundlagen des Bierzwanges; Studien zum Staatshaushalt, zur Verwaltungspraxis, zur Wirtschafts-, Sozial- und Agrargeschichte des alten Bayern, Augsburg 1995
- Heinrich Letzing, Margareta Schneider, Umberta Andrea Simonis: Weißbierlust. Das erste Weißbierbuch der Welt. 125 Jahre Brauerei G. Schneider & Sohn. Mit dem Weißbierlexikon, Augsburg 1998