Da Heidnschuss

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Da Heidenschuss is in Wean a kuazes Stick Stroßn, wos den Bloz „Am Hof“ mid da „Freyung“ vabindt. Unt am Eck is des Haus Nummero 3, auf dem a Schüüdl aubrocht ist „Da der Hayden scheuzzt“ (des haasst sovüü wia schiassn). An dem Haus woar aa a Skuiptua von an Sarazenen mit Pfäu und Bogn. Den haums oba 1851/1852 mit aan sablschwingatn Osmanen easetzt. Wos des Tafal fia an Uasprung hod, is historisch ned gaunz kloa.[1] Es gibt oba a Gschichtl, wias dazua kumman is.

De Gschicht[VE | Weakln]

Wia de Tiakn im Joa 1529 seaschte Moi Wean belogat haum, is de Gschicht schee laungsaum entrisch wuan. Damiz in de Stod einekumman (es hod jo no dicke Stodmauan gem) hams unta dar Ead Tunnöö grom, in de s am End Minan glegt haum, mid denans daun de Mauan sprengan haum woin. Ana von denan Tunnöö is bis zua Freyung gaungan. Un nua duach a Bozn Masl is da Stod des grausliche Schicksoi daspoat blim, doss aud de Oat von de Tiakn eignumman wiad. Und des woa a so:

In aana von de stiamischn Nächt hod da Beckaghüüf Josef Schulz (oiso da Schuiz Pepi) beim Bockofn umgroblt. Auf aamoi heat a vom Kölla auffe an Muazkrawäu und Stimman. Ea schnappt si a Latern, geht obe und heat aus de Stimman ausse, doss aana des Wuat „Allah“ sogt (So sogn de Tiakn zu eanan Heagott). Do hod da Pepi glei iwarissn, wos si hinta da Köllawaund ospüüt: de Tiakn san do und da Huat brennt.

Stanteped hoda des sein Masta gsogt, dea hod no a boa aundare Mitbiaga zaummtrommed, und olle midanaund haums den Kölla unta Wossa gsezt. Ois daunn de Tiakn duach de Köllamaua duachbrochn san, ist des Wossa in eanan Tunnöö einegschwappt, es woa no kuaz a Gschraa, owa daun woans olle dasoffn. Wia daunn wieda a Ruah woa und des Wossa oogrennt is, sans in Kölla obegaungan und haum duatn de Leichn vo de hinichn Tiakn gfundn.

So is des Haus mid da Bäckarei zu sein Nauman kumman, „Zum Heidenschuss“. De Originäu-Hittn steht zwoa nimma, oba des Woazeichn an da Eckn Freyung und Strauchgossn erinnat aunan Bäckagsöö, dea damois gaunz Wean grett hod. Des is a Staatofe mid a Büüdl vo an Orientalen auf an Pfead.

Aungeblich hod da Kaisa Ferdinand auf des hinauf da Bäckainnung des Recht valiehn, doss olla Joa am Ostadienstog an feialichn Aufmasch ohoitn. Des haums a gmocht, und eascht im Joa 1809 haums de Gschicht wieda eigstööt.

Beleg[VE | Weakln]

  1. https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Heidenschuss[http://deadurl.invalid/https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Heidenschuss @1@2Vorlage:Toter Link/www.wien.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven) @1][http://deadurl.invalid/https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Heidenschuss @1@2Vorlage:Toter Link/www.wien.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven) @2]Vorlage:Toter Link/www.wien.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in [http://deadurl.invalid/https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Heidenschuss @1@2Vorlage:Toter Link/www.wien.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven) Webarchiven]) Heidnschuss

Im Netz[VE | Weakln]

  • De Gschicht, ois Kwööm san do augem:
    • Quelle: Mailly, Anton von, Niederösterreichische Sagen, Leipzig/Gohlis 1926, S. 96
    • Realis (=Gerhard Cockelberghe-Duetzele), Geschichten, Sagen und Merkwürdigkeiten aus Wiens Vorzeit, Wien 1846, S. 16 f.