Der ismailitische Kaufmann (Märchen)

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Untern Titl „Il mercante ismaelita“, derzéhlt der italienische Schriftstéller Italo Calvino a Gschichtl aus Sizilien.

A Kinig isch in Wålt unterwégs unt fintet in Hoamwég nimmer. Er isch verzweiflt, åber a Månn nimmp’m in seiner Hittn auf. Wia der Ålte vór seiner Hittn zu die Stern aui schaugg, wert der Kinig naigrig. Der Ålte sågg ihm: „I hån a Fraid, weil die léschte Nåcht isch mei Pua gepórn unt Enkre Gitsch; dé warn amål mitnånt heiratn.“ Der Kinig érgert sich, weil sich der Méntsch då derlap, sein Suhn mit der Kinigstóchter zu vergleichn. Wia er wieder derhoam isch, gip er as Kommando, dass in der Nechnt ålle nuigepórnen Puabm umpråcht wern miaßn. Die Sóldåtn fintn lei oan Pua, åber sie préngen-en nét um, sie låssn-en in Wålt liegn.

Zun Glick kimmp in galing a ismailitischer Handler vorpei, fintet as Piabl, nimmp’s mit unt ziacht’s mit seiner Frau auf.

Pål der Pua groaß isch, kriagg er va sein Ziachvåter in Auftråg, gschäftlich zu verroasn. Só kimmp er nåch Spanien unt óhne zu épes zu wissen genau zun Hóf va dén Kinig, der nen gwéllt håt als Kint umpréngen. Wia der Kinig dén reichn Kaufmånn sigg, gip er ihm gern die Hånt va seiner Tochter. Der Pursch kimmp wieder zu seine Ziachéltern zrugg unt pan Rédn kimmp er auser, dass sie nét seine richtign Éltern sein. Damit sigg er sei Liabschåft verlórn, weil er nét Suhn van an reichn Kaufmånn isch; unt só roast er wieder in der Welt manånder.

Pål er verzweiflt in an Wålt isch, kimmp an Ålter zuwég, in dén er sei Unglick derzéhlt. Er isch gånz unglaibig, wia der Ålte ihm sågg, dass er sei Våter isch. Weil er sich schusch nét zu helfn woaß, nimmp’r in Ålten, der’n auffórdert, mit ihm zun Kinig zu geahn, af sein Róss. Der Kinig isch verérgert, wia er sigg, dass a ärmlicher Ålter sei Våter isch. Der Ålte sågg ihm, dass er der Méntsch isch, der ihm amål die Zukunft vórausgsågg ghåp håt. Der Kinig gip in die Sóldåtn glei Kommando, in Åltn zu festzunéhmen. Der sel tuat sei Hémet auf unt drunter ... untern Hémet sigg man as góldne Vlies van Koaser. In Kinig pleip nix ibrig, as wia sich vórn Koaser niederzuwerfn unt um Verzeichn zu pittn.

Feierlich fintert die Hoazet fintet stått.

Wiesó isch der Koaser als „gwéhnlicher“ Méntsch unterwégs gwésn? Ihm håt as Koaser Sein nimmer passt, når isch er als Sterndaiter in der Welt umanånder gången (haitzutåg hoaßt man dés „Aussteiger“).

Wås lernt man aus dén Gschichtl: Pewert die Leit nét nåch ihre Gwanter.

Originalliteratur[VE | Weakln]

Fiabe italiane; Italo Calvino; Oscar Mondadori Verlag; Milano 1993

Ibersétzungen[VE | Weakln]

  • Gitsch: Mädchen
  • lei: nur
  • schusch: sonst
  • når: Kurzform von „nåcher”: dann