Franz von Kobell

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Da Kowi Fraunz (1803-1882)

Da Kobell Fraunz (Franz Ritter von Kobell) is am 19. Juli 1803 z Minga auf d Wöd kema und am 11. Nofemba 1882 doatn gschdoam und woa a Minearalog, Brofessa auf da Uni und danem a nu a Litarat dea auf Boarisch Gschichtn und Gedichtl gschrim hod.

Sei Lem[VE | Weakln]

Familie und Beruf[VE | Weakln]

In Franz von Kobell sei Fota woa da Mola und Zeichna Franz Kobell senior aus Mannheim, dea fü in Italien untawegs woa, fian Goethe Woifgaung Ilusdrazionen gmocht hod und si zum Schlus in Minga niada lossn hod. Sei Muada woar a Ungarin.

Noch dem da Fraunz junior in Minga auf da Uni woa, wo a unta aundam a bei da "Corps Isaria München" Fabindung dabei woa, und a in Landshut und Erlangen schdudiad hod, is a Brofessa fia Minearalogi auf da Ludwig-Maximilian-Uni z Minga woan. A Wismu-Antimon-Bleieaz is sogoa noch eam Kobellit gnend woan.

Da Litarat[VE | Weakln]

Heid is a owa hauptsechli desweng bekaunt, wei a danem a nu Schriftschdöla woa und Gschichtn und Gedichtl in da owaboarischn Mundoat fum 19. Joahundat gschrim hod. A boa fu seine Sochan han owa a in da kurpfelzischn Mundoat fu Mannheim dicht, de a fu seim Fota, dea fu doatn woa, a guad im Oa ghobt hod. In Kobell seine Gschichtn dran si oft um d Jogd, um d Liab und uman Wei. Sei Weak is a weng fu da Romantik und im Naturalismus beeinflust, de litararischn Richdungen de zu sein Lebdog modean woan.

Nem seine seine Jaga-Gschichtn hod a duzadn Gedichtl im owaboarischn Dialekt gschrim, de heit a wichdige Beleg fia d boarische Schbroch und s Lem fu deara Zeid han.

Da Brandna Koschba[VE | Weakln]

Sei bekaundasts Weak heit is de Gschicht vom Brandner Kasper, de a 1871 in de "Fliegenden Blättern", ana mingara Wochazeidschrift, aussa brocht hod und auf dea des legendeare Deataschdikl fum Kurt Wilhelm basiad, wos jeds Joa im Boarischn Rundfunk z Olaheiling im Feanseng rent und a oiwei nu fu fü boarische Deata aufgfiad wiad.

Da Fotografia-Pionia[VE | Weakln]

Gemeinsaum mid sein Koleng in Carl August von Steinheil woa da Franz von Kobell a nu da easchde Fotograf in unsana Region. De zwoa haum im Joa 1839 mid oana fum Steinheil Carl entwükitn Kamera Daguerreotipin fu da Gliptodek und fu da Fraunkiacha in Minga gmocht. Mid Süwa-Kloarid und ana Bopndekl-Kamara, im so gnendn Steinheil-Fafowan, haum de zwoa auf de Oat d easchdn Fotografin fu Deitschlaund iwahaupt gmocht.

Textbeischbü[VE | Weakln]

Denkmoi fia n Franz von Kobell in Minga

Da Franz von Kobell schreibt deilweis an recht uarign owaboarischn Dialekt, deilweis oarientiad si sei Schreibweis owa doch recht noch n Hochdeitschn. An de Reim eakent ma owa, wia de Weata wiakli ausgschbrocha ghean. S wizige is, das bei deara Schreibweis, da Reim sowoi auf Westmitlboarisch ois a auf Ostmitlboarisch und Siidboarisch bast, wei s jeda aso lesn kau, wiar a wü. Da Dialekt, den ea gmoand hod, woa owa a Westmitlboarisch wia ma s im owaboarischn Beaglaund gret hod, des domois nu schdeaka wia heit nochn siidboarischn Diarolarisch und Beag-Soizbuagarisch glunga hod (koa L-Vokalisiarung, "nit" schdod "ned", usw). A guad s Beischbü is sei Gedicht:

Der Pinzger Jaga

Es hat a Jager in Pinzgerland
A Diendl g'liebt von guat'n Stand,
Sie hat ihm aa' wohl freundli' tho'
Und er halt' drum bei'n Vatern o'.
Da Vater aber, a harta Mo',
Der hört 'n gwalti finster o',
Und hebt an' stoanern Kruag in d'Höh'
Und sagt: »Gib Acht und wohl versteh'.
»Bringst du mir an' Kruag, wie der von Gold,
»Mei' Diendl dei' Wei' wohl wer'n sollt',
»Voneh'n i aber den Kruag nit ho',
»So red'n ma weita nimma davo'.«
et cetera ...

Schau aa[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

 Commons: Franz von Kobell – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien