Germaej

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Der Artikl is im Dialekt niadaboaresche Doanagegnd gschrim worn.

A Germaej (aeso Germaul) is a -n- aufgrissns Maej oda a Gsichd mid am soechan. Maestns werd s aufgfassd aes Zaechn vo Gier oda Blanga. „Es Germaela“ kann ma hörn, wenn Kinda gschimpfd wernd, waes ganz giere um an Ofa umastengand oda voej Blanga um an Tisch umasitznd und s Essn nimma dawoatn kinnand. Germaej kann aba aa -r- aa -r- a Schimpfwoat sae(n fia -r- a Kind, des wo mid offnem Maej dastehd wia -r- a Maejaff.

S Germaej begegnd aa in da Kunst: aes a stoanas Gfrieß in da Neptun-Groddn im Park vom Schloss Hellbrunn in Saezbuag, des wia s Maej offa had und an Bleschl aussahoedd und d Augn vodraht.

Etymologisch ghead s Germaej zum althochdaetschn Adjektiv ger (gierig, verlangend) und zum Verb geren (begehren, verlangen)[1]. Im Weatabuach vo de Grimm gibt s a Substantiv GER (f) verlangen, begierde und an Hiwaes auf a middlhochdaetschs ger mit da glaechn Bedaetung.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Köbler, Gerhard: Taschenwörterbuch des althochdeutschen Sprachschatzes, Schöningh, UTB 1823. ISBN 3-8252-1823-6