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Indogermanische Sprochn

Aus Wikipedia
Der Artikl is im Dialekt Obaboarisch gschriem worn.
Indogermanische Sprochn in da Wejd (hejgrea)
Indogermanische Sprochn: Stammbaam

De indogermanischn oda indoeiropäischn Sprochn buidn de heit sprechareichste Sprochfamij vo da Wejd mid uma drei Milliardn Muadasprochlan.

Iahre grouße Vabroatung is as Agebnis vo de Väikawondarunga im Laff vo de Joartausad und zletzt aa vo da eiropäischn Expansion seitm 15. Joarhundad. De dozuaghearing Sprochn zoang weitreichade Iwaeihstimmunga beim Woatschotz, in da Flexion, in grammatischn Kategoriina wia Numerus und Genus sowia im Oblaut.

Ois Uasprung vo da Sprochfamij wead a oanzlne, voagschichtliche Indogermanische Uasproch oogsetzt, de wo im Grund duachn Vagleich vop de Oanzlsprochna rekonstruiad wean hod kenna.

Da Nam langues indo-germaniques is vom denischn Geograf Conrad Malte-Brun (1775-1826) eihgfiaht worn[1] und hod se im deitschn Sprochraum geng's international gebraichliche indoeiropäisch duachgsetzt. Im Begriff "indogermanisch" stecka de Sprochgrenzn, de wo domois duach's Indische und duach's Germanische ognumma woan san.

Uasprung und Entwicklung

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De indogermanischn Sprochn wean ois genealogisch vawondt betrochdt, d. h., ois „Tochtasprochn“ vo oana „Muadasproch“, des wo des nimma dahoidane Uaindogermanische gwen is.

De Ausbroadung vo de indogermanischn Sprochn

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De Koartn zoang de woarscheinliche Ausbroadung und Differenziarung vo de indogermanischn Sprochen bis umara 500 n.Kr. Die Karten zeigen die vermutete geographische Ausbreitung und die Differenzierung der indogermanischen Sprachen bis ca. 500 n. Chr.

4. Joartausad v.Kr.
3. Joartausad v.Kr.
2. Joartausad v.Kr.
1. Joartausad v.Kr.
5. Joarhundad n.Kr.

Haptastln vom Indogermanischn

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Haptastln vo de indogermanischn Sprochn, de wo si bis heit dahoidn ham:

A Konjugationsbeispui

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Im Foigadn a Beigungsbeispui vo da Verbwuazn *bʰer- vom boarischn Zeidwoat (ge-)bean (im Sinn vo "drong", vgl. im Boarischn "drogad"/"ausdrong") in vaschiedanan oidn und modeanan indogermanischn Sprochn.

Uaindogermanisch
(*bʰer- 'drong, gebean')
I (1. Sg.) *bʰéroh₂
Du (2. Sg.) *bʰéresi
Ea/Se/Es (3. Sg.) *bʰéreti
Mia (1. Dual) *bʰérowos
Ia (2. Dual) *bʰéreth₁es
Se (3. Dual) *bʰéretes
Mia (1. Pl.) *bʰéromos
Ia (2. Pl.) *bʰérete
Se (3. Pl.) *bʰéronti
Haptgruppm Hellenisch Indo-Iranisch Italisch Kejtisch Armenisch Germanisch Boito-Slawisch Oibanisch
Indo-Arisch Iranisch Boitisch Slawisch
Oide Vadreda Oidgriachisch Vedisch Sanskrit Avestisch Latein Oidirisch Klassisches Armenisch Gotisch Oidbreissisch Oids Kiraslawisch Oidalbanisch
I (1. Sg.) phérō bhárāmi barā ferō biru; berim berem baíra /bɛra/ berǫ *berja
Du (2. Sg.) phéreis bhárasi barahi fers biri; berir beres baíris bereši
Ea/Se/Es (3. Sg.) phérei bhárati baraiti fert berid berē baíriþ beretъ
Mia (1. Dual) bhárāvas barāvahi baíros berevě
Ia (2. Dual) phéreton bhárathas baírats bereta
Se (3. Dual) phéreton bháratas baratō berete
Mia (1. Pl.) phéromen bhárāmas barāmahi ferimus bermai beremk` baíram beremъ
Ia (2. Pl.) phérete bháratha baraϑa fertis beirthe berēk` baíriþ berete
Se (3. Pl.) phérousi bháranti barəṇti ferunt berait beren baírand berǫtъ
Heitige Vadreda Griachisch Hindi Persisch Franzesisch Irisch Armenisch Boarisch Litauisch Tschechisch Albanisch
I (1. Sg.) férno (maiṃ) bharūṃ (man) {mi}baram (je) {con}fère beirim berum em; g'perem (i) {ge}bea beriu beru (unë) bie
Du (2. Sg.) férnis (tū) bhare (tu) {mi}bari (tu) {con}fères beirir berum es; g'peres (du) {ge}iast beri bereš (ti) bie
Ea/Se/Es (3. Sg.) férni (vah) bhare (ān) {mi}barad (il) {con}fère beireann; %beiridh berum ē; g'perē (ea)(se)(es) {ge}biat beria bere (ai/ajo) bie
Mia (1. Dual) beriava
Ia (2. Dual) beriata
Se (3. Dual) beria
Mia (1. Pl.) férnume (ham) bhareṃ (mā) {mi}barim (nous) {con}férons beirimid; beiream berum enk`; g'perenk` (mia) {ge}bean beriame berem(e) (ne) biem
Ia (2. Pl.) férnete (tum) bharo (šomā) {mi}barid (vous) {con}férez beireann sibh; %beirthaoi berum ek`; g'perek` (ia) {ge}beat beriate berete (ju) bini
Se (3. Pl.) férnun (ve) bhareṃ (ānān) {mi}barand (ils) {con}fèrent beirid berum en; g'peren (se) {ge}bean beria berou (ata/ato) bien
  1. Michael Meier-Brügger, (2002). Indogermanische Sprachwissenschaft, 8. Aufl., Berlin: W. de Gruyter. [E 301].
Grundlong und Leahbiacha
  • Robert S. P. Beekes: Comparative Indo-European Linguistics. An Introduction. Benjamins, Amsterdam 1995, ISBN 1-55619-505-2
  • Michael Meier-Brügger, Hans Krahe: Indogermanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, Berlin 2002 (8. Aufl.), ISBN 3-11-017243-7
  • Warren Cowgill: Indogermanische Grammatik. Bd I: Einleitung; Bd II: Lautlehre. Begr. v. Jerzy Kuryłowicz, hrsg. v. Manfred Mayrhofer. Indogermanische Bibliothek, Reihe 1, Lehr- und Handbücher. Winter, Heidelberg 1986.
  • Bertold Delbrück: Einleitung in das Studium der indogermanischen Sprachen. Ein Beitrag zur Geschichte und Methodik der vergleichenden Sprachforschung. Bibliothek indogermanischer Grammatiken. Bd 4. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1919 (6.Aufl.).
  • August Schleicher: Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen. Böhlau, Weimar 1861/62, Olms, Hildesheim 1974 (Nachdr.), ISBN 3-487-05382-9
  • Oswald Szemerényi: Einführung in die vergleichende Sprachwissenschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990 (4. Aufl.), ISBN 3-534-04216-6
  • Eva Tichy: Indogermanistisches Grundwissen. Hempen, Bremen 2000, ISBN 3-934106-14-5.
  • Harald Wiese: Eine Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Sprache. Wie die Indogermanistik unsere Wörter erklärt, Logos Verlag Berlin, 2007, ISBN 978-3-8325-1601-7.
Archäologie und Uahoamat
  • Elisabeth Hamel: Das Werden der Völker in Europa, Forschungen aus Archäologie, Sprachwissenschaft und Genetik. Tenea Verlag Ltd., Berlin 2007. ISBN 978-3-86504-126-5
  • Linus Brunner: "Die gemeinsamen Wurzeln des semitischen und indogermanischen Wortschatzes - Versuch einer Etymologie". Francke, Bern, München, 1969.
  • Luigi Luca Cavalli-Sforza: Gene, Völker und Sprachen. Die biologischen Grundlagen unserer Zivilisation. dtv, München 2001, ISBN 3-423-33061-9
  • John V. Day: Indo-European origins. The anthropological evidence. The Institute for the Study of Man, Washington DC 2001, ISBN 0-941694-75-5
  • Thomas W. Gamkrelidse, Wjatscheslaw Iwanow: Die Frühgeschichte der indoeuropäischen Sprachen. In: Spektrum der Wissenschaft. Dossier. Die Evolution der Sprachen. Spektrumverlag, Heidelberg 2000,1, S. 50-57. ISSN 0947-7934
  • Marija Gimbutas: The Kurgan Culture and the Indo-Europeanization of Europe. Selected Articles from 1952 to 1993. Institute for the Study of Man, Washington 1997, ISBN 0-941694-56-9
  • Marija Gimbutas: Das Ende Alteuropas. Der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas. in: Archeolingua. series minor 6. jointly ed. by the Archaeological Institute of Hungarian Academy of Sciences and the Linguistic Institute of the University of Innsbruck. Archaeolingua Alapítvány, Budapest 1994 (auch als Buch). ISSN 1216-6847 ISBN 3-85124-171-1
  • Milan Machovec: Heimat Indoeuropa: Das Leben unserer Vorfahren aufgrund eines Vergleichs einzelner Sprachen. Verlagsatelier Wagner, Linz 2002, ISBN 3-9500891-9-5
  • James P. Mallory: In Search of the Indo-Europeans. Language, Archaeology and Myth. Thames & Hudson, London 1991, ISBN 0-500-27616-1
  • James P. Mallory, D. Q. Adams (Hrsg.): Encyclopedia of Indo-European Culture. Fitzroy Dearborn, London 1997, ISBN 1-884964-98-2
  • Georges-Jean Pinault: La langue poétique indo-européenne - actes du colloque de travail de la Société des Études Indo-Européennes, Leuven, Peeters, 2006, ISBN 90-429-1781-4
  • Colin Renfrew: Die Indoeuropäer - aus archäologischer Sicht. in: Spektrum der Wissenschaft. Dossier. Die Evolution der Sprachen. Spektrumverlag, Heidelberg 2000,1, S. 40-48. ISSN 0947-7934
  • Colin Renfrew: Archaeology and Language. The Puzzle of Indo-European Origins. University Press, Cambridge 1995, ISBN 0-521-38675-6
  • Reinhard Schmoeckel: Die Indoeuropäer. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1999, ISBN 3-404-64162-0
  • Elmar Seebold: "Versuch über die Herkunft der indogermanischen Verbalendungssysteme". In: Zeitschrift für vgl. Sprachforschung 85-2:185-210.