Indogermanische Sprochn

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Indogermanische Sprochn (hejgrea)
Indogermanische Sprochn

De indogermanischn oda indoeiropäischn Sprochn buidn de heit sprechareichste Sprochfamij vo da Wejd mid uma drei Milliardn Muadasprochlan.

Iahre grouße Vabroatung is's Eagebnis vo Vöikawondarunga im Laff vo de Joartausnde und z'letzt aa da eiropäischn Expansion seit'm 15. Joarhundad. De dozuaghearing Sprochn zoang weitreichnde Iwaeihstimmunga beim Woatschotz, in da Flexion, in grammatischn Kategorien wia Numerus und Genus sowia im Oblaut.

Ois Uasprung vo da Sprochfamij wead a oanzlne, voagschichtliche Indogermanische Uasproch ogsetzt, de in Grundzuing duach'n Vagleich vop de Oanzlsprochn rekonstruiat wean hod kenna.

Indogermanische Sprochn (hejgrea doagstejt) nem de ondan Sprochfamijn vo da Wejd (Obk. gmäß ISO 639-2/5: ine)
A hypothetischa Stommbaam vo de indogermanischn Sprochn

De Bezeichnung[VE | Weakln]

De Bezeichnung langues indo-germaniques is vom dänischn Geograf Conrad Malte-Brun (1775-1826) eihgfiaht worn[1] und hod se im deitschn Sprochraum geng's international gebraichliche indoeiropäisch duachgsetzt. Im Begriff "indogermanisch" stecka de Sprochgrenzn, de wo domois duach's Indische und duach's Germanische ognumma woan san.

Uasprung und Entwicklung[VE | Weakln]

De indogermanischn Sprochn wean ois genealogisch vawondt betrochdt, d. h., ois „Tochtasprochn“ vo oana „Muadasproch“, des wo des nimma dahoidane Uaindogermanische gwen is.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Michael Meier-Brügger, (2002). Indogermanische Sprachwissenschaft, 8. Aufl., Berlin: W. de Gruyter. [E 301].

Literatua[VE | Weakln]

Grundlong und Leahbiacha
  • Robert S. P. Beekes: Comparative Indo-European Linguistics. An Introduction. Benjamins, Amsterdam 1995, ISBN 1-55619-505-2
  • Michael Meier-Brügger, Hans Krahe: Indogermanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, Berlin 2002 (8. Aufl.), ISBN 3-11-017243-7
  • Warren Cowgill: Indogermanische Grammatik. Bd I: Einleitung; Bd II: Lautlehre. Begr. v. Jerzy Kuryłowicz, hrsg. v. Manfred Mayrhofer. Indogermanische Bibliothek, Reihe 1, Lehr- und Handbücher. Winter, Heidelberg 1986.
  • Bertold Delbrück: Einleitung in das Studium der indogermanischen Sprachen. Ein Beitrag zur Geschichte und Methodik der vergleichenden Sprachforschung. Bibliothek indogermanischer Grammatiken. Bd 4. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1919 (6.Aufl.).
  • August Schleicher: Compendium der vergleichenden Grammatik der indogermanischen Sprachen. Böhlau, Weimar 1861/62, Olms, Hildesheim 1974 (Nachdr.), ISBN 3-487-05382-9
  • Oswald Szemerényi: Einführung in die vergleichende Sprachwissenschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990 (4. Aufl.), ISBN 3-534-04216-6
  • Eva Tichy: Indogermanistisches Grundwissen. Hempen, Bremen 2000, ISBN 3-934106-14-5.
  • Harald Wiese: Eine Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Sprache. Wie die Indogermanistik unsere Wörter erklärt, Logos Verlag Berlin, 2007, ISBN 978-3-8325-1601-7.
Archäologie und Uahoamat ===
  • Elisabeth Hamel: Das Werden der Völker in Europa, Forschungen aus Archäologie, Sprachwissenschaft und Genetik. Tenea Verlag Ltd., Berlin 2007. ISBN 978-3-86504-126-5
  • Linus Brunner: "Die gemeinsamen Wurzeln des semitischen und indogermanischen Wortschatzes - Versuch einer Etymologie". Francke, Bern , München, 1969.
  • Luigi Luca Cavalli-Sforza: Gene, Völker und Sprachen. Die biologischen Grundlagen unserer Zivilisation. dtv, München 2001, ISBN 3-423-33061-9
  • John V. Day: Indo-European origins. The anthropological evidence. The Institute for the Study of Man, Washington DC 2001, ISBN 0-941694-75-5
  • Thomas W. Gamkrelidse, Wjatscheslaw Iwanow: Die Frühgeschichte der indoeuropäischen Sprachen. In: Spektrum der Wissenschaft. Dossier. Die Evolution der Sprachen. Spektrumverlag, Heidelberg 2000,1, S. 50-57. ISSN 0947-7934
  • Marija Gimbutas: The Kurgan Culture and the Indo-Europeanization of Europe. Selected Articles from 1952 to 1993. Institute for the Study of Man, Washington 1997, ISBN 0-941694-56-9
  • Marija Gimbutas: Das Ende Alteuropas. Der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas. in: Archeolingua. series minor 6. jointly ed. by the Archaeological Institute of Hungarian Academy of Sciences and the Linguistic Institute of the University of Innsbruck. Archaeolingua Alapítvány, Budapest 1994 (auch als Buch). ISSN 1216-6847 ISBN 3-85124-171-1
  • Milan Machovec: Heimat Indoeuropa: Das Leben unserer Vorfahren aufgrund eines Vergleichs einzelner Sprachen. Verlagsatelier Wagner, Linz 2002, ISBN 3-9500891-9-5
  • James P. Mallory: In Search of the Indo-Europeans. Language, Archaeology and Myth. Thames & Hudson, London 1991, ISBN 0-500-27616-1
  • James P. Mallory, D. Q. Adams (Hrsg.): Encyclopedia of Indo-European Culture. Fitzroy Dearborn, London 1997, ISBN 1-884964-98-2
  • Georges-Jean Pinault : La langue poétique indo-européenne - actes du colloque de travail de la Société des Études Indo-Européennes , Leuven , Peeters , 2006 , ISBN 90-429-1781-4
  • Colin Renfrew: Die Indoeuropäer - aus archäologischer Sicht. in: Spektrum der Wissenschaft. Dossier. Die Evolution der Sprachen. Spektrumverlag, Heidelberg 2000,1, S. 40-48. ISSN 0947-7934
  • Colin Renfrew: Archaeology and Language. The Puzzle of Indo-European Origins. University Press, Cambridge 1995, ISBN 0-521-38675-6
  • Reinhard Schmoeckel: Die Indoeuropäer. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 1999, ISBN 3-404-64162-0
  • Elmar Seebold: "Versuch über die Herkunft der indogermanischen Verbalendungssysteme". In: Zeitschrift für vgl. Sprachforschung 85-2:185-210.

Im Netz[VE | Weakln]