Manfred Glauninger

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Da Manfred Michael Glauninger (* 16dn Jena 1964 in Graz, Schdaiamoak) is a estareichischa Schbrochwissnschoftla und Dialektfoascha dea baim Dinamlex oawat, im Inschdidut fia Dialekt und Naumensfoaschung fu da estareichischn Akademi fu de Wissnschoftn. Ea is heit oane fu de prominentan aktivn Dialekfoascha in Estareich und gibt oiwai wida Intaviews fias Feanseng und Zeidungen zu dem Dema.

Sai Lem[VE | Weakln]

Fu 1992 bis 1997 hod da Glauninga Manfred Geamanistik und Fochkombinazion fu Filosofi und Gschicht an da Koal-Franzns-Univeasidet in Graz schdudiat und 1997 baim Brofessa Muhr sei Diplomoawad iwas Vokabular fum estareichischn Schdandarddeitsch gschrim ("Untersuchungen zum Wortschatz des österreichischen Deutsch"). De Graza Geamanistik und bsondas da Brofessa Muhr han nemli bekaunt dafia, dass des Hochdeitsche ois pluarizentrische Schbroch seng und foaschn fü in de Richdung. Schbeda hod da Glauninga Manfred daun sein Foaschungsschweabunkt fum estareichischn Schdandarddeitsch mea zan Dialekt faschom und hod im 2003a Joa sei Dokdaoawad iwa de Diminuitivfoamen im Graza Dialekt gschrim ("Zu Form und Funktion der Deminutive auf -l und -erl im Grazer Deutsch").

Fu 1998 au woar a ois Lektoa fia Deitsch und deitschschbrochige Literatua auf da Univeasidet in Pecs in Ungan und hod si in deara Zeid a mid da schbezieln Foam fum Deitschn bscheftigt, wos fu da daischschbrochign Mindaheit in Ungan gret und gschrim wiad. Dano is im 2003a Joa ois wissnschoftlicha Schbrochfoascha zu da Akademi fu de Wissnschoftn in Wean kema und eafoascht seid dem am Dinamlex-Inschdidut d'estareichischn Dialekt und a d'modeane Umgaungsschbroch.

Sai Foaschung[VE | Weakln]

Da Glauninga Manfred bscheftig si in seine linguisdischn Foaschungen hauptsechli mid'n modeanen Dialekt, wiar a heit gret wiad und ned neta mid'n gauns oidn Dialekt, wiar a filaicht hegsdns nu fu da ödan Genarazion gret wiad. Nochdem a söwa aus Graz kimd und heit in Wean oawat intressian eam a de modeanen Schdoddialekt und schbezifische Fochschbrochn, wia zan Baischbü s'Vokabular fu de Fuasbola in Estareich. Danem hod a owa a waida iwa s'Schdandaddaisch in Estareich gschrim und wos doat'n aundas is wia in da Schriftdeitsch fu Deitschlaund. Ea hod a untasuacht wia si des deitsche Schdandaddeitsch und den sei Vokabular in Estareich broad mocht und foahea dipische Austriazismen fadrengt. Danem oawat a nu am Weatabuach fia de boarischn Mundoatn in Estareich (WBÖ) mid, wos fum Dinamlex-Inschdidut aussa gem wiad.

Im Gengsoz zu aundane Dialektologn schded da Glauninga Manfred mea auf deara Seitn de sogt, d'Wissnschoft soid blos deskriptiv sei und deaf ned in de Schbrochfaendarung aigreifn. Noch seina Aunsicht kinan de Linguisdn d'Faendarungen im Schbrochfahoidn fu de Leit eafoaschn und dokumentian, soidn owa ned fasuachn dass des Faschwindn fu oanzalne Weata oda fum Dialekt iwahaupt fahindan. Ea is im Gengsoz zu fü aundane Geamanistn a dageng, das ma si iwa de Anglizismen im Deitschn aufregt, de heit in da gschbrochanen Schbroch, in da Weabung und in de Medien so modean han, wai des a noamale Faendarung fu da Schbroch is, de lebendig is und ned schdatisch. A Zitat fu eam dazua is:

Niemand kann den Sprachwandel aufhalten.

Manfred Glauninger, Kurier, 28. Mai 2008[1]

Literatua[VE | Weakln]

  • Glauninger, Manfred Michael: Untersuchungen zur Lexik des Deutschen in Österreich ; Frankfurt am Main, Wien (u. a.): Lang, 2000, Schriften zur deutschen Sprache in Österreich, 246 S., ISBN 3-631-35419-3
  • Glauninger, Manfred Michael: Form und Funktion der -(er)l-Deminutive - am Beispiel des Grazer Deutsch; Frankfurt am Main, Wien (u. a.): Lang, 2005, Schriften zur deutschen Sprache in Österreich, 329 S., ISBN 3-631-53377-2
  • Glauninger, Manfred Michael: Zeitenlos - Gedichte; Graz, 2006, Heron-Reihe, 26 S., ISBN 3-9502100-1-6

Artikl fu eam[VE | Weakln]

(Auswoi)

  • 1995: Wie "bundesdeutsch" wohnt Österreich? Zur Verwendung von Möbelbezeichnungen in österreichischen Möbelkatalogen und im österreichischen Deutsch. In: Österreichisches Deutsch. Linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer nationalen Variante des Deutschen. Hg. v. Muhr, Rudolf / Schrodt, Richard / Wiesinger, Peter (= Materialien und Handbücher zum österreichischen Deutsch und zu Deutsch als Fremdsprache 2). Wien, 148-157.
  • 1997: Zum Wortschatz des österreichischen Deutsch - empirische Daten. In: Österreichisches Deutsch und andere nationale Varietäten plurizentrischer Sprachen in Europa. Hg. v. Muhr, Rudolf / Schrodt, Richard (= Materialien ... [s. oben] 3). Wien, 172-198.
  • 2001: Zur Sonderstellung des Deutschen innerhalb der ,plurizentrischen' Sprachen. Reflexionen anhand eines sprachgeschichtlichen Vergleichs zwischen Englisch und Deutsch. In: FS Wild [s. unten]. Pecs, 171-180.
  • 2001: Das Deutsche als ,genetisch-inhärent' plurizentrische Sprache. In: Abstracts zur XII. IDT in Luzern 2001. Luzern, 29-30 [? (2003 b)].
  • 2005: Ausgewählte Aspekte wechselseitiger Beziehungen zwischen deutschen, ungarischen und kroatischen Dialekten im westpannonischen Raum. In: Muhr, Rudolf / Schranz, Erwin / Ulreich, Dietmar (Hg.): Sprachen und Sprachkontakte im pannonischen Raum. Das Burgenland und Westungarn als mehrsprachiges Gebiet (= Österreichisches Deutsch. Sprache der Gegenwart 5). Frankfurt/M. [u. a.], 79- 88.
  • 2007: Megaschmäh-Talker, High-Heel-Fusserln und urchillige Festln - Dialekt(nahes) im Wiener Varietäten-Mixing. In: tribüne 2/2007 [Wien], 6-9.
  • 2007: Dynamik, Transformation, Crossing-over - Deutsch in Bewegung. In: Universitas 4/2007 [Wien], 13-17.

Im Netz[VE | Weakln]

Fuasnotn[VE | Weakln]

  1. Kurier fum 28dn Mai 2008 "Gegen den Eisenbahnerschmäh hat man keine Chance"