Perlen-Reihe

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De Perlen-Reihe is a Buchreihe, de 1948 vom Adalbert Pechan grindt wuan is. Ma kennz haupsächlich wegn de Rotgeber zum Sööbahööfn fia ois megliche, wia zum Zangln aunan Auto, zum Bastln, fia Spüüaunleitungan und waass-gott-wos-ois. Si woa da Vualeífa fia de gaunze Ratgeberliteratur, de wos vuam Intanet a so a großes Gschäft woa. Eascht is im estareichischn Verlag (Adalbert) Pechan außekumman und is, nochdems a boa moi in Bsitza gwexlt hod, im Deuticke Verlag weidagfiaht wuan, dea wöcha zum Paul Zsolnay Verlag gheat, und dea is wieda a Tochtauntanehman vom Münchna Carl Hanser Verlag). Seit 2010 gibts in Wean an eiganan Verlag Perlen-Reihe mit da Harms Ulla ois Valegarin. Und seit 2011 kumman do a wieda neiche Titln von da Perlen-Reihe ausse, gaunz in da Tradiziaun von de klaan Rotgeba vom Adalbert Pechans.

Gschicht[VE | Weakln]

Umschlog-Kepf von da Perlen-Reihe, so wias meist vawendt wuan is. 3 Moi von 1955, 2 Moi von 1960 und 1 Moi aus 1968. Iagndwaunn zwischn 83 und 90 haumms in Text „Praktisches u. Wissenswertes für Jeden“ weggaglossen.
Umschlog-Kepf, wias bei de meistn Neichauflogn vom Deuticke Verlags gnumman wuan san. 2 Moi von 1998 und 1 Moi von 2005

Adalbert Pechan (* 1906 in Wean; † 1960 in Wean) woara Käula fia Siaßwoan (dt.Süßwarenhandelsvertreter). Wiara aus da Gfonganschoft von de Russn haamkumman is, hoda in seina uaspringlichn Hockn kaa Leibal meah grissn. Deswegn hod a 1946 in ana Druckerei zum oaweitn augfaungt.[1]

Zwaa Joah speda is mit (Die neuen) Fußballregeln in Österreich vom Heinrich Müller da easchte Baund (speda woa des de Nr. 621) von da sognaunntn Perlen-Reihe beim Verlog/Druckarei Ernst Pelda & Sohn aussekumman. Im Joah 1950 hod da Pechan augfaungt, de Biachln in sein eiganan Valog z'bringan, und ob do hod si da eignliche Eafoig von da Pechans Perlen Reihe eigstööt. Ea hod si de Autorn zsammgfaungt, ea hod de Manuskript betreit, ea hod si um de Umschloggstoitung kimmat, uman Druck, de Ausliefarung und de Weabung. Ghoifn hod eam do sei Frau, de Hedwig.

Im Impressum hod da Verlag Adalbert Pechan gean aan auf internationäu gmocht, min Eitrog „Wien, München, Zürich“, maunchmoi aa no mid „New York“, aa waunns de Spüüregln zum Bauanschnopsn woan. In a boa Joah hod si de Perlen-Reihe vor oim in Estareich, owara im gaunzn deitschsprochign Raum, mit aana wiedaeakennboan Gschtoitung ois Rotgeba-Toschnbiachl-Valog etabliat. Damit hod da Pechan Moßstäb gsetzt im Valogsgschäft. Des Reihen-Logo war sööba einwuafn und de fabign Umschläg san bei Weana Grafik-Atiljee in Auftrog gem wuan, wia beim Czermak oda beim Gratsch-Dorner. De Bänd haum „das Flair eines umfassenden Bildungsangebotes“ ghobt,[2] so wias in da aufdrucktn Leitlinie gschtaundn is: „Praktisches u. Wissenswertes für Jeden“. Da Pechan hod ois produziat und vakauft, wos an Eafoig vasprochn hod, ea hod aa schnöö reagiat und wos nochdruckt, waunn a gmaant hod, iwagndwos geht guat. Seine bestn Biachln hoda ned nua iwan Buachhaundl vadraaht, sondan aa direkt iwa Bauhnhofsstandln ode glei bei de Foahschuin, wos natialich de Wiatschoftskaumma ziemlich gmaagerlt hod. So oda so, waunn de Biachl aa im gsaumtn deitschn Sprochraum vakauft wuan san, so is de Perlen-Reihe do a Woahzeichn von da estareichischn Nochkriagskuitua.

Im Joah 1960 is da Adalbert Pechan gstuam, wäula drei Heazinfarkt ghobt hod wegn Iwaoaweitung. Bis do haums drei Mülliaunan Exemplaa vakauft. Sei Witwe, de Hedwig Pechan hoz gschofft, in Verlag Adalbert Pechan’s Witwe, wiara jetz ghaaßn hod, no a guaz Joahzehnt in de Schwoazzn zum hoidn. 1970 hoz de Perlen-Reihe aun de Hausdruckarei F. Hirsch in Stockerau vadraaht. Duatn haum de Umschläg von de Biachln an Zellophan-Iwazug kriagt. Des hod owa nimma zu da Zeit paßt, und es san imma weniga guate Titln dazuakumman. Im Joah 1983 hoz wiedaran neichn Bsitza gem. Dea hod prowiat, ois Verlag Perlen-Reihe mid an greßan Foamat und Video- und Tonbaundediziaunen in Aunschluss zum findn, des is owa nix meah wuab. Da Deuticke Verlag hod do im Juni 1997 de Reihe iwanumman. [3] Bis aufs Signee is ois gändat wuan. De Biachln san daun aa bundn wuan, weswegns um a Lawine teira wuan san, und „auf den Umschlägen verband sich nun Lifestyle-Design mit Geschmacklosigkeit.“ Im Dezemba 2003 is da Deuticke Verlag an de Ernst Klett GmbH verkauft wuan im August 2004 is a zum Paul Zsolnay Verlag gwexlt.

Seit 2011 wean de klaanan Rotgebabiachln wieda so gmocht, wia sis da Adalbert Pechan uaspringlich denkt hod, mid an waachn UMschlog und im Originäufoamat (105x148 mm). De Typografie von de Biachln hod da Michael Karner total iwaoaweit, und de Umschläg wean com Peter Jani illustriat. Außadem weans seitdem umwöötschonend und schodstoffoam heagstööt. De Valegarin Ulla Harms hod si des Züü gsetzt, de Perlen-Reihe im oidn Foamat, im zeitlosn Design und, mid de modeanstn Umwöötaunsprich druckt, wieda aufzumbaun.

Im Netz[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

  1. Profil, Band 28 , Ausgaben 45-53, 1997, S. 98
  2. Anton Holzer: Perlen der Ratgeberkunde, Wiener Zeitung, 14. Oktober 2005
  3. Fritz Panzer, Elfriede Scheipl: Buchverlage in Österreich. Marktteilnehmer-Buchproduktion-Umfeldbedingunen. Forschungsauftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation, Technologie, Sektion V : Innovation und Technologie, Buchkultur, 2002, ISBN 3-901052-48-8, S. 62, 262