Synagogn vom schwäbischn Typus

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Synagogn z Krumboch-Hürben
Synagoge z Ichahausa, 2013
Synagogn z Oidnstod

Synagogn vom schwäbischn Typus oda Synagogen des schwäbischen Typus san Synagogn, wo zwischn 1780 und 1820 z Schwoba in Bayern enstandn san.[1] Es san stottliche Synagogn, wo s woxade Sejbstbewusstsein und de gstiegne Akzeptanz vo de Jude z Schwoba wiadaspiagln.

Gschichd[VE | Weakln]

Judn san im Middloita in Deitschland vo d Städt aufs Land und an an Rand vo da Gsejschoft vatriem worn. Se hom am Land nacha znagst vaoanzlt und sporadisch gsiedlt. A jidisches Gmoalem hods ned gem. Erscht am End vom 16. Joarhundad find ma wieda Zoachn vo jidischa Reorganisation. In Schwoba hom sa si schneja dahoit ois andaswo. Friah hom d Judn wieda Kultusgmoana af Oatsebane buidt und oogfanga Synagogn z baun.[2]

Mid da Zeid san de Synagogn imma representativa worn. So is um anno 1800 a oagnstendiga Baustui entstandn, wo in da Architekturgschicht ois „schwäbischr Synagogetypus“ bekannt worn is.[3]

Olle Synagogn vom schwäbischn Typus san in da Reichskristoinocht 1938 vo Nazis ausgraubt und demoliad woan und nocha nia wieda ois Synagogn gnutzt woan.

Synagogn z Wollastoa[VE | Weakln]

Vermuatli hods scho im 14. Joarhundat a kloane jidische Gmoaschaft z Wollastoa (Wallerstei) gem. Erscht wia d Judn aus de umliegade Städt vatriem worn san, is de jidische Gmoa gwoxn. D oide Synagogn is am End vom 18. Joarhundat owgrissn worn. D letzte Synagogn z Wallerstoi isch zwische 1805 - 1807 entstandn und werd heit zua de Synagogn vom schwäbischn Typus grechnet. Ob 1938 is de Synagogn vo d Nazis ois Loga gnutzt worn. Noch 1945 zerscht ois Kino und seit 1979 ois Spoarkasse.

Synagogn z Ichahausa[VE | Weakln]

De erschte Synagogn z Ichhahausa is scho 1687 entstandn. Anno 1781 is de Synagogn duach an Neibau im schwäbischn Stui dasetzt worn, woarscheinli vom Kirabaumoasta Joseph Dossenberger. Ob 1938 is s ois Loga vo da Wehrmocht zweckentfremdet worn. Vo 1958 bis Summa 1985 hod d Gmoa s Objekt ois Feiawehrhaus vawendt. Dem Aktionskreis Synagoge Ichenhausen e. V. is z vadanga, dass d Synagogn vo 1984 bis 1987 authentisch saniad worn is. Heit is s a "Haus vo da Begegnung". Im oban Stock gibts a ständige Ausstejung iwa s Landjudndum.[4]

Synagogn z Hürben, Krumboch[VE | Weakln]

D easchte Synagogn z Hürben (heit Tei vo Krumboch) is anno 1675 baut worn.[5] Seitdem hods aa a oagnständige jidische Kultusgmoa gem (bis 1942). 1818 hod d jidische Gmoa an Johann Nepomuk Salzgeber midm Neibau vo d Synagogn beauftragt. 1819 is s baut, 1938 vo de Nazis bschlognahmt, 1939 niedabrennt und 1942 owgrissn worn. Dr Bau von 1819 schaut a bisl aus, wia d Synagogn vo Ichahausa vom Joseph Dossenberger.[6] So wia de a Soibau mid Rundbognfensta und ana kloan Kuppm iwan Toraschrein.

Synagogn z Illaoacha, Oidnstod[VE | Weakln]

D erschte Synagogn z Oidnstod (Altenstadt) is 1719 baut worn. D Synagogn im schwäbischn Stui is anno 1802/03 entstandn. D Plan is vom Baumoasta Johann Nepomuk Salzgeber aus Buach. Vorbuid is d Ichahausa Synagogn gwen. 1938 is de Synagoge vo d Nazis vawiasdt worn und 1955 hod mas owgrissn. Heit stähd do a Wohnhails und nus a Gedenktofe erinnad an d Synagogn.

Literatua[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]

Beleg[VE | Weakln]

Iwasetzung aus da alemannischn Wikipedia: als:Synagogen des schwäbischen Typus

  1. „Ma Tovu…“.
  2. Sabine Ullmann, Judentum in Schwaben (bis 1800), 2013; in: Historisches Lexikon Bayerns. Archiviert vom Original am 16. August 2016, obgruafa am 3. Septemba 2017.
  3. Jüdisches Leben in Bayern.
  4. Aktionskreis Synagoge Ichenhausen e. 
  5. Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum: Hürben-Krumbach/Schwaben (Bayern)@1@2Vorlage:Toter Link/www.xn--jdische-gemeinden-22b.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven) af jüdische-gemeinden.de
  6. von Hagen, B. & Wegener-Hüssen, A. 2004: Denkmäler in Bayern – Landkreis Günzburg – Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler. – Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Karl M. Lipp Verlag, München, ISBN 3-87490-589-6, 600 S. (S. 230 f.)