Synonym

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A Synonym (Etymologie: aus'm Griechischen συνώνυμος - 'synónymos, wörtlich: gleichnamig, zum Deu a zusätzlich mit gleichbedeutend üwasetzt) is oiso a Wort, des ma eigentlich sagt, wenn ma a Wort ned sagen möcht, aber muass. So sogt ma dann anstatt dem, was ma eigentlich zum sagen hat, was ganz was anders, aber de, de wo dohockan und zuahearn, de wissen zum Großteil nach scho Bescheid.

Oiso so a Synonym ist quasi a Wort, des deselbe Bedeutung hat wia a anders. Hernemma duad ma a so a Synonym immer dann, wenn oana ned mog, das oan da ander versteht, oda ma wui oan ärgern und haut mit soichane Wörter umanad, de da ander ned kennt.

Jetz gibts ja da jede Menge Synonyme, aus da Sicht vo de, de des Ganze hernemman, und aus der Sicht vo de, de wo des ois erfoschen mechtn. Und de Sicht, de schau ma uns a weng genauer oh, so das ma nochad wissen, wos dass ois fia Synonyme gibt.

Strikte Synonymie (Bedeutungsgleichheit)[VE | Weakln]

Des is wos, wo ma sogn kau, des is des Gleiche, wos a mant, bloß hod er a aundas Wort dafia. Ma kau oiso beide Weata heanemma und da Satz hot imma nu den söben Sinn. Bei uns in Bayern kau ma des recht afoch voazagn, Zündholz = Streichholz. So kau jzt jeder sogn, wos a mecht, san zwar zwoa vaschiedene Weata, oba beide haum de söbe Bedeutung. Frogts oiso an noch am Zündholz, wiast ziemlich sicha des söbe griagn, wi wennst nach am Streichhoiz frogst.

Partielle Synonymie (Bedeitungsähnlichkeit)[VE | Weakln]

Des is jetzad scho nimer genau dessejbe, aber ähnlich. Oiso nimma hoorgenau, sondern nur fast oda ziemlich, je nach dem. Ois Beispui kannt ma auffiarn:

Da Schreiber schreibt do ziemlich durchanand.

oda

Der Schreiber schreibt ganz schee wirr.

Beide Sätz san vo dem, was aussogn soin, ziemli ähnlich, aber ned gleich. Somit hamma s damit oiso mit am Partiellen Synonym zum doa. A soich a Synonym nennt man dann auch Homoonymie.

Hyponymie ois Sondafoi vo partiella Synonymie[VE | Weakln]

Ausdrick fia Untabegriffe vo am gmoasamen Obabegriff (Kohyponyme) san a Sonderfoi vo da partiellen Synonymie.[1]

Und da Aristoteles, a griachischer Philosoph, wo scho vor a poar Tausend Jahr gwusst hod, daß ma doch olle bloss Rindviecher san. Weil der hod in seiner Kategorienschrift festgehalten:

"Synonym werd gnennt, wos den Namen mitanand hat und bei dem der zum Namen gehörige Ausdruck, wos des Wesen betrifft, derseilbe is." So hat nachad da Aristoteles scho zurecht festgstellt, das mir Menschen eigentlich olles Rindviecher san. Weil so wia er sagt, das Synonym Lebewesen auf beide zuträfe. Somit ist also bewiesen, alles Rindviecher. Selbstverständlich ist das alles nur semantisch zum sehen.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Sogt zum Beispui: Ulrich, Linguistische Grundbegriffe, 5. Aufl. (2002) / Hyponymie; Haderlein, in: Langer/Schnorbusch, Semantik im Lexikon (2005), S. 24.

Literadua[VE | Weakln]

  • Bulitta, Erich und Hildegard: Das große Lexikon der Synonyme. Taschenbuch. Frankfurt. Fischer Verlag, 2005
  • Bulitta, Erich und Hildegard: Wörterbuch der Synonyme und Antonyme. Taschenbuch. Frankfurt. Fischer Verlag, 2003
  • Kurz, Michael: Das neue Wörterbuch der Synonyme. Taschenbuch. Minga. Econ-Ullstein-List-Verlag, 2001
  • Der Große Duden. Band 8: Vergleichendes Synonymwörterbuch. Bearbeitet von Paul Grebe, Wolfgang Müller und weiteren Mitarbeitern der Dudenredaktion, 1964
  • Schülerduden. Die richtige Wortwahl. Hg. von Wolfgang Müller. Mannheim:Dudenverlag, 1977
  • Duden. Die sinn- und sachverwandten Wörter. Synonymwörterbuch der deutschen Sprache. Hg. von Wolfgang Müller. Mannheim:Dudenverlag 1997

Im Netz[VE | Weakln]