Text:Da Mai

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Ignaz Franz Castelli: Gedichte in niederösterreichischer Mundart. Wean, 1845

Da Mai[Weakln]

O main! o main! wia schen is s haind!
Es laidt an ned dahoam.
Wiad Sun so liawli owaschaind,
Als waun s oan ohholn kam.

Mochds olli Dian af! - De Lufd
De hülfd Oan noh in d Schua,
Und schdand ma holbs schon in da Grufd;
Ma kauns ned schlicka gnua.

s is hold a ganza Keal dea Mai,
A Zauwra wia mi zimd,
Es muas si Ollas gwandtn nai,
Und lachln waun a kimd.

Faschdeckt a Schnee si in an Eck
Und moand, do war sain Nesd,
Ea findt n doh und buzd n weg,
Ols wa a nia do gwesd.

Und waun a Boam de Gnoschba noh
So gwoldi zomazwengd,
Gebds ochd, wia s eam da Sogra doh
Gschwind auseinonda schbrengd.

D Wisn miassn d waissi Bfoad
Ausziagn waun s aa ned megn,
Und - hosdn ned gsegn! - a schens greans Gload
Mid Bleamln gschickd aulegn.

Sain Nosn muas goar hoagli sain,
Den d Graidln miassn ebn
Den gschrenga Hearn oli sain
A liawligs Grichl gebn.

De Leachal und de Nochdigoln,
De si so lang ned rian,
De miassn eam dasd Lufd duat scholn,
Af oanmohl musizian.

.........

Zruck zu Boarischa Text