Ulrich fu Potnschdõa

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Da Hoizschnid aus da drukdn Veasion fu de Cyrillusfabln fum Anton Sorg, 1490
A Manuskriptilustrazion fu am Text fum Ulrich fu Potnschdoa, umara ausn Joa 1453

Da Ulrich fu Potnschdoa (geboan ~1360, gschdoam ~1417) woa im Schbadmitloita a Pfoara und Schriftschdöla aus Nidaestareich fu deam an Haufn faschidane Haundschrifdn bis heit iwalifat han. Seine Hauptweak han a Iwasezung fu de "Speculum sapientiae" fum Cyrillus, wo a 95 lodainische Fabln ins Deitsche iwasezt, und a umfaungreiche Auslegung fum Katechismus. An dem zwoatn Weak hod a woaschainli mearane Joazant goawat und es güt heit ois des umfaungreichsde Weak fu da Scholasdik im gaunzn deitschschbrochign Raum und bschded aus iwa 11.600 haundschriftliche Seitn.[1] In Ulrich sei Schbroch schded am Iwagaung fum boarischn Mitlhochdeitsch zu da owadeitschn Schreibschbroch.

Sai Lem[VE | Weakln]

Fum Ulrich seim Lem woas ma heit neta a boa Ekdatn, des is owa fia an Autoa aus deara Zeid nix bsondas. Es is oafoch ned fü genaues aus deara Zeid bis heit iwalifat. Ma woas owa, das a ob 1390 oda 1396 Pfoara in Potnschdoa imheitingBeziak Bodn in Nidaestareich woa. Aus deara Zeid kimd a sei Naum. Fu 1401 bis 1408 woar a Pfoara in Mödling, sidlich fu Wean und dano bis zu seim Dod umara im 1417a Joa Dechant in Ens imheitingOwaestareich.[1] Maunche Beleg song owa, das a schau 1406 ins Ens woa.

Aus deara Zeid zwischn 1408 und 1416 kimd a sei Iwasezung fu de Cyrillus-Fabln, de fu am woaschainli pseudonymen Autoa dea si Cyrillus gnend hod ausn frian 14dn Joahundat schdauman. So genau woas ma des owa ned. A wichdiga Ainflus auf sei Oawad woa da Reinprecht fu Wallsee, dea domois Laundeshauptmau fu Estareich ob da Ens woa. Ned fü schbeda, woaschainli im 1417a Joa muas da Ulrich daun gschdoam sei.

Seine Biacha[VE | Weakln]

De Cyrillus-Fabln han in mearane faschidane Haundschriftn iwalifat, zan Baischbü im Schdift Mök und in Sankt Beda in Soizbuag, und haum an Haufn schene Ilusdrazionen und Büda. Noch seim Dod is im 1490ga Joa fum Anton Sorg in Augsschbuag sogoa a drukde Veasion aussa kema. In dem Buach fu 1490 san auf de Seitn 2ra-112vb de "Cyrillusfabl" fum Ulrich fu Potnschdoa und dano nu de "Lere und unterweisung" fum Albertano fu Brescia auf de Seitn 113ra-133rb. Da Hoizschnid rechts schdaumt a aus dem Büachi.[2]

Sai Katechismus mid Auslegungen is a umfaungreichs Nochschlogeweak, wos in Lesa wichdige Frong fum kristlichn Glaum beauntwoat und ois brakdische Hüf fia Pfoara und a Lain docht is. Des wiad a da Grund sei, warum a des ois in da domoling Foiksschbroch gschrim hod und ned auf Lodain, damid de Leit de ned so fü in d'Schui gaunga san, des a faschdengan. Daduach hod owa de linguisdische Foaschung heit a wichdige und umfaungreiche Beleg fu da Schbroch in Estareich zu deara Zeid. In Ulrich woas a wichdig, das si de Leit mid kristliche Sochan bschefding und ned mid oide Sagn und mystische Ritagschichdn. Im Foawoat schreibt a zan Baischbü, dass gscheita is sein Katechismus zan lesn, wia (Zitat) in den püchern der alten sagmer oder in dem Tytrell oder in Dietreichs von Pern und der andern rekchen streytpüchern .[3]

Beleg[VE | Weakln]

  • Ulrich von Pottenstein (uma 1360-1420): Paternoster-Auslegung. Nach der Handschrift a X 13 der Erzabtei St. Peter zu Salzburg kritisch herausgegeben und eingeleitet. Phil. Diss. Salzburg 1972.
  • Gabriele Baptist-Hlawatsch (Hrsg.): Dekalog-Auslegung von Ulrich von Pottenstein, Tübingen: Niemeyer (Texte und Textgeschichte; 43), Das erste Gebot: Text und Quellen, 1995, IX, 64, 662 S., ISBN 3-484-36043-7
  • Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein, Untersuchungen und Editionsprobe von Ulrike Bodemann, München (u. a.): Artemis-Verlag, 1988, VIII, 281 S., ISBN 3-7608-3393-4 (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters ; 93)

Fuasnotn[VE | Weakln]

  1. 1,0 1,1 Biographisches-Bibliographisches Kirchenlexikon ULRICH von Pottenstein
  2. Angus Graham Albertano in early German print
  3. Landesmuseum Niederösterreich Ulrich von Pottenstein