Ursa

Aus Wikipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Der Artikl is im Dialekt Owaöstareichisch gschrim worn.
Da Grobschtoa (Grobepigram) vo da Ursa, da ödastn naumandli eawähntn Kristin in Östareich.

De Ursa woa de easchte schriftli eawehnte Kristin im heidign Östareich. Se is af an Grobepigramm (Grobinfschrift) ausm 5. Joahrhundat bschriebm. Des is a de ödaste friakristlige Inschrift und a aa scheens Zoachn vo da Liab de a weid iwan Tod vo am Ehegschpons aughoidn hod.

De Inschrift[VE | Weakln]

Remisch: Fl(avius) Ianuarius miles vivus fecit1. Condita sepulcro hic pausat2 Ursa, crestiana fidelis3, an(norum) XXXVIII. Per partum4 subito ducente inpio fato5 est tradita Tartaris imis et me subito linquit6 sibi coniugem pro tempore iunctum, quem7 ambulo et quero8 miser, quem7 ipse aeterna condidi terra. O quit9 tribuat Genesis10, qui separat convirginios11 dulcis12, ut non licuit nobis iugiter13 supernam14 frunisci15 caritatem. Hoc dico legentibus et lacrimis prosequor verba : Coniuncti amantis16 semper se bene dicere debent, quia nihil erit dulcius quam prima iuventus.

Standartdeitsch: Der Soldat Flavius Ianuarius hat (diesen Stein) zu Lebzeiten erbaut. Hier ruht, geborgen im Grabe, Ursa, eine gläubige Christin, 38 Jahre alt. Bei einer Geburt wurde sie plötzlich vom grausamen Schicksal hinweggerafft und der tiefsten Unterwelt ausgeliefert, und sie verließ mich plötzlich, den Gatten, der ihr für die Lebenszeit verbunden war. Ich Unglücklicher gehe umher und suche sie, die ich selbst in ewiger Erde bestattete. Oh, was könnte die schicksalhafte Entstehung noch bieten, die süße, von Jugend an sich Liebende trennt, so wie es uns nicht erlaubt war, vereint die himmlische Liebe zu genießen. Das sage ich den Lesern und fahre unter Tränen mit den Worten fort: In Liebe Verbundene sollen sich immer glücklich preisen, weil nichts süßer sein wird als die erste Jugend.

  • Da remische und da standartdeitsche Text san noch da Iwasezung vo da Fr. Bernadette Vielhaber ogschriebm woan.

Bairisch (Sinnmaßi):

Da Soidot Flavius Ianuarius hod (den Schtoa) za sein Lebzeidn aufschtön lossn.
Do rost, g´boagn im Grob, Ursa a gleiwige Kristin, 38 Jahrl oid. Bei ana Gebuat is se gaunz gach vom grauslign Schicksoi weggagrafft und da tiafstn Untawöd ausglifat woan. Und so hod Si mi, em Ehemau, dea Ihr fia de Lebnszeid vabund woa, gaunz gach valossn. Und i Unglickliga geh ummadum und suach Si, de i jo sölm in da ewign Erdn begrobm hob.
O je, wos kinnt ma des Schicksoi nu auduan ois wia ins Zwoa z´trenna, de se schau vo da Jugand au so vü gern ghobd haum. Und dene es vaweart woa gmoasaum de hümmlische Liab z´gniaßn.
Des vazöh i woanand, eich Lesa, de Bewaln rinnan ma de Waungan owa und i sog Eich nu Oas:
In da Liab Vabundane soin si oiweu glickli schatzn, weu nix is siaßa ois de easchte Jugand.

Literatur[VE | Weakln]

Im Netz[VE | Weakln]