Norn

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Norn
Vabroadung: Schottlaund:Orkney- und Shetlaund-Insln (bis ins 18. Joahrhundat)
Gredt vo: ausgstuam
Linguistische
Klassifikazion
:
  • Indogermanische Sprochn
    Germanische Sprochn
    Nordgermanische Sprochn
    Westskandinavische Sprochn
  • Norn
Sprochcodes:
ISO 639-1:
ISO 639-2: gem (sunstige Germanische Sprochn)
ISO 639-3: nrn}

Norn is an ausgstuawane nordgermanische Sproch, de wos auf de schottischn Inslgruppn Orkney und Shetland und in Caithness im närdlichsten Teu vom schottischn Festlaund gredt wuan is. Nochdem 1468/69 de Inslgruppm Orkney und Shetland vo Norwegn aun Schottlaund vapfändet wuan san, is de Sproch laungsaum vom Scots vadrängt wuan. Restln vo dera Sproch san no im Wuatschotz vom Närdlichn Insel-Scots vuahaundn.

Gschicht[VE | Weakln]

Sprochn in Schottlaund im fruahn 15. Jhd. Orange: Norn, Göb: Scots (Schottisch-Germanisch), blau: Schottisch-Gälisch.

De oidnordische Besiedlung vo de Insln hod mäglichaweis scho im fruahn 9. Jhd. augfaungt.[1] Es is woahscheinli, dass scho mit da easchtn Immigrationswöön so vü Leid kumma san, dass se de Sproch duat festsetzn hod kenna. So wiar im Foi vo da Auswaundarung noch Islaund und de Färöer san de Siedla vo da norwegischn Westkistn gwest.[2] Vo wo gaunz genau, is net oiweu klor: de Uatsbezeichnungan vo Shetland erinnan aun s nordwestliche Norwegn, wohingegn des Vokabular vom Norn eha in Richtung sidliches Norwegn deit.[3] Orkney und Shetland san in de Joah 1568 und 1569 aun an James III vapfändet und eahm schlußendlich zuagschlogn wuan. De Gschicht wiad zmeist ois da ausschloggewande Punkt fia de Vadrängung vom Norn duach s Scots heagnumma. Olladings hot da Niadagaung vo dera Sproch auf Orkney scho friahra augfaungt, und zwoa im Joah 1379, wo de Grofschoft in schottischn Clan Sinclair zuagschlogn wuan is. Auf des hinauf is des Scots scho im fruahn 15 Jhd. de oigemeine Sproch auf dera Insl wuan.[4] In Shetland hod de Vadrängun east spoda augfaungt. Trotzdem woan aum End vom 15. Jhdt de närdlichn Insln vo Schottlaund zwaasprochig..[5] Olladings woa da Vadrängungsprozess vom Norn a laungsauma[6] und de meistn Eingeburanan vo Orkney und Shetland haum woascheinli bis ins spode 16. Odar bis aum Aunfaung bzw. de Mittn vom 17. Jhdt Norn ois easte Sproch gredt.[7]

Es is net genau bekaunnt, waun s Norn entgütig ausgstuam is. De Quön ausm 17. Und 18 Jhdt. erwähnan dass da Gebrauch vom Norn (foiweis „Norse“, „Norwegisch“ oda „Dänisch“ gnennt) zruckgeht und dass se de Sproch auf Shetland bessa ois wiar auf Orkney dahoidt. An aundare Quön vo 1670 sogt aus, dass grod amoi de Leid vo drei oda vier Gmoana in Orkney a Oart „Nordisch oda growes Dänisch“ redn und dass hauptsächlich daham a so redn.[8] An aundara Hiweis aus 1701 zaagt owar aa, dass um de Zeid no oiweu a haundvoi Leid gebm hod, de wos aasprochig woan und nix aundast wia Norn redn kenna haum.[8] Im Joah 1703 hots ghassn, das d Leit auf Shetland genaröö English redn, owa „vüle vo eahna se no de oide Dänische Sproch dahoidn haum”.[9] .

Da letzte definitive bekaunnte Muadasprochla woa da Walter Sutherland aus Skaw vo da Insl Unst, dea wos 1850 gstuabm is. Olladings haum Teule vom Wuatschotz is Aussteam vo da eigantlichn Sproch bis heid iwalebt, und zwor in lokale Uatsnauman und im Dialekt vo de Shetland Insln und vo Orkney. De Dialektwärta san hauptsächlich speziölle Ausdrick fia Pflaunzn, Viecha, de Fischarei und fia Gmiatszuaständ. Norn is urspringli aar in Caithness gredt, owa scho im 15. Jhdt vom Scots vadrängt wuan und ausgstuam.[6]

Klassifikation[VE | Weakln]

Norn is a Indogermanische Sproch aus da Nordgermanischn Gruppm vo de germanischn Sprochn. Noch da klassischn Aunsicht gheat Norn zsaumman midn Isländischn, Färingischn undn Norwegischn zua Westskandinavischn Gruppm, wöchane si vo da Ostskandinavischn Gruppm (Schwedisch, Dänisch und Guntnisch) untascheidt.

Textbeispü[VE | Weakln]

Da Jakob Jakobsen woar a Fähringischa Linguist und ana vo de Wichtigstn, de wos Norn dokumentiert haum.

Is Votaunsa in vaschiedane Variationan vom Norn und vo aundare norgermanische Sprochn:[10]

  • Orkney Norn:
Favor i ir i chimrie, / Helleur ir i nam thite,
gilla cosdum thite cumma, / veya thine mota vara gort
o yurn sinna gort i chimrie, / ga vus da on da dalight brow vora
Firgive vus sinna vora / sin vee Firgive sindara mutha vus,
lyv vus ye i tumtation, / min delivera vus fro olt ilt.
Amen.
  • Shetland Norn:
Fyvor or er i Chimeri. / Halaght vara nam dit.
La Konungdum din cumma. / La vill din vera guerde
i vrildin sindaeri chimeri. / Gav vus dagh u dagloght brau.
Forgive sindorwara / sin vi forgiva gem ao sinda gainst wus.
Lia wus ikè o vera tempa, / but delivra wus fro adlu idlu.
[For do i ir Kongungdum, u puri, u glori.] Amen.
Faþer vár es ert í himenríki, / verði nafn þitt hæilagt
Til kome ríke þitt, / værði vili þin
'sva a iarðu sem í himnum. / Gef oss í dag brauð vort dagligt
Ok fyr gefþu oss synþer órar, / sem vér fyr gefom þeim er viþ oss hafa misgert
Leiðd oss eigi í freistni, / heldr leys þv oss frá ollu illu.
Amen.
Faðir vár, tú sum ert í himlinum. / Heilagt verði navnið títt.
Komi ríkið títt. / Verði vilji tín,
'so sum á himli, so á jørð. / Gev okkum í dag okkara dagliga breyð.
Fyrigev okkum syndir okkara, / so sum vit eisini fyrigeva teimum, ið móti okkum synda.
Leið okkum ikki í freistingar, / men frels okkum frá tí illa.
[Tí at títt er ríkið, valdið og heiðurin um aldur og allar ævir.] Amen.
Faðir vor, þú sem ert á himnum. / Helgist þitt nafn,
til komi þitt ríki, / verði þinn vilji,
'svo á jörðu sem á himni. / Gef oss í dag vort daglegt brauð.
Fyrirgef oss vorar skuldir, / svo sem vér og fyrirgefum vorum skuldunautum.
Og eigi leið þú oss í freistni, / heldur frelsa oss frá illu.
[Því að þitt er ríkið, mátturinn og dýrðin að eilífu.] Amen.
Fader vår, du som er i himmelen! / Lat namnet ditt helgast.
Lat riket ditt koma. / Lat viljen din råda
på jorda så som i himmelen. / Gjev oss i dag vårt daglege brød.
Forlat vår skuld, / som vi òg forlèt våre skuldmenn.
Før oss ikkje ut i freisting, / men frels oss frå det vonde.
[For riket er ditt, og makta og æra i all æve.] Amen.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Stenroos, Merja-Riitta et al. (2012). Language Contact and Development around the North Sea. John Benjamins Publishing Company. p. 218. ISBN 978-90-272-4839-8
  2. Trudgill, Peter (1984). Language in the British Isles. Cambridge University Press. p. 358. ISBN 978-0-521-28409-7
  3. Trudgill, Peter (1984). Language in the British Isles. Cambridge University Press. p. 361. ISBN 978-0-521-28409-7
  4. Trudgill, Peter (1984). Language in the British Isles. Cambridge University Press. p. 352. ISBN 978-0-521-28409-7
  5. Jones, Charles (1997). The Edinburgh History of the Scots Language . Edinburgh University Press. p. 62. ISBN 978-0-7486-0754-9
  6. 6,0 6,1 Jones, Charles (1997). The Edinburgh History of the Scots Language. Edinburgh University Press. p. 394. ISBN 978-0-7486-0754-9
  7. Trudgill, Peter (1984). Language in the British Isles. Cambridge University Press. p. 354. ISBN 978-0-521-28409-7
  8. 8,0 8,1 Millar, Robert McColl (2007). Northern and Insular Scots. Edinburgh University Press. p. 126. ISBN 978-0-7486-2317-4
  9. PHONETIC DESCRIPTION OF SCOTTISH LANGUAGE AND DIALECTS - INSULAR SCOTS. Dictionary of the Scots Language
  10. [1]