Pfoiz

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Woppn vo da Kurpfoiz

De Pfoiz (deitsch: Pfalz) is a historisch' Herrschoftsgebiet und a Region, de heit de Bundeslända Bodn-Wiattmbeag, Rheinland-Pfalz, Hessn, Bayern („Obere Pfoiz“ = Owerpfolz), am Saarland und aa am Elsass zuagordnet is, wobei de Pfoiz im engan Sinn a Tei vo Rheinland-Pfalz is.

Gschicht[VE | Weakln]

De Pfoiz war a üba 700 Joa unta da Herrschaft vo de Wittelsbacha. Ois Pfoizgrafen vo Rhein worns Herrn iba de Kurpfoiz und Kurfiarschtn vom Heilign Remischn Reich. In da Napoleonischen Zeit is de Kurpfoiz aufteilt worn. A Tei davo is ois Regiarungsbeziak Pfoiz bis 1945 no a Tei vo Bayern gwen. Bis heit gibts in Beziaksvaband Pfoiz in Rheinland-Pfalz.

De Pfoizgrafn bei Rhein[VE | Weakln]

De Reihe da Pfoizgrafn bei Rhein fangt nach'm Doad vom letzten Pfoizgrafen vo Lothringen, Hermann II. vo Lothringen ausm Haus vo de Ezzonen oo.

  • Heinrich II. vo Laach, vorm. Heinrich II. vo Gleiberg-Luxemburg, Pfoizgraf bei Rhein 1085/1087–1095.
  • Siegfried vo Ballenstedt und Weimar-Orlamünde (Askanier), Pfoizgraf bei Rhein 1095/1097–1113, Heinrichs Stiaf- und Adoptivbua
  • Gottfried, Graf vo Calw, Pfoizgraf bei Rhein 1113–1129 als Vormund fia Wilhelm vo Ballenstedt.
  • Wilhelm vo Ballenstedt, Pfoizgraf bei Rhein 1129–1140, Suhn Siegfrieds (Askanier).
  • Otto I., Graf vo Rheineck, Pfoizgraf bei Rhein 1140, Stiafvoda vom Wilhelm.
  • Heinrich Jasomirgott (* 1107; † 1177), Pfoizgraf bei Rhein 1140–1141
  • Hermann vo Stahleck († 1156), Pfoizgraf bei Rhein 1142/1143-1156, Schwoga vom Kini Konrads III.

1156 hod da Kaisa Friedrich Barbarossa seim Hoibbruada Konrad im Staufer de Pfoizgrafschoft bei Rhein ois eablichs Lehen gem. Des Woppn vo de Staufer – da aufrecht stengade goidne Lewe af schwoarzm Grund – is vo da oo des oappn vo da Pfoizgrafschoft bei Rhein, de wo si bis heit no in de Landeswappn vo oin siddeitschn Bundeslända findt. Wia da Konrad 1195 gstorm is, wor sei Schwiegabua Heinrich V., da Oidere vo Braunschweig ausm Haus vo de Welfen Pfoizgraf bei Rhein.

  • Konrad da Staufer (* 1136; † 1195), Pfoizgraf bei Rhein 1156–1195
  • Heinrich I., da Oidere, (* 1173; † 1227), Pfoizgraf bei Rhein 1195–1212
  • Heinrich II., da Jingane (* 1197; † 1214), Pfoizgraf bei Rhein 1212–1214

Heinrich II. is ohne Kinda gstorm. Des Lehen is an an Ludwig vo Wittelsbach vagem worn, an Mo vo seina Schwesta Agnes.

  • Ludwig I. da Kelheimer (* 1174; † 1231), Pfoizgraf bei Rhein 1214–1228
  • Otto II. da Erlauchte (* 1206; † 1253), Pfoizgraf bei Rhein 1228–1253
  • Ludwig II. da Strenge (* 1229; † 1294), Pfoizgraf bei Rhein 1253–1294
  • Rudolf I. da Stammler (* 1274; † 1319), Pfoizgraf bei Rhein 1294–1319
  • Adolf da Redliche (* 1300; † 1327), Pfoizgraf bei Rhein 1319–1327
  • Rudolf II. da Blinde (* 1306; † 1353), Pfoizgraf bei Rhein 1329–1353

De Kurfiarscht vo da Pfoiz[VE | Weakln]

De Kurfiarscht vo da Pfoiz (Pfoizgraf bei Rhein) worn aus da Dynastie vo de Wittelsbacha. Seit 1356 hom de Pfoizgrafn de Kurwürde und hams 1623 an de Herzeg vo Bayern verluan. 1628 is de Obapfoiz zu Bayern kema, nachdems 1621 mit Gwoit eaobat worn is. Nachem Westfälischen Friedn is 1649 a ochte Kur fia de Pfoiz eingricht worn. De bayerische Kur is 1777 nach am Aussteabn vo de boarischn Wittelsbacha ealoschn; da pfäizische Erbe Karl Theodor is „Kurfiarscht vo Pfoiz-Bayern“ worn.

  • Ruprecht I., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1353/54-1390
  • Ruprecht II., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1390–1398
  • Ruprecht III., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1398–1410 (ab 1400 remisch-deitscha Kine), danach Aufteilung unta de vier Buam vom Ruprecht

Hauptlinie (aa „oidane Kur-Linie“ gnennt):

  • Ludwig III., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1410–1436
  • Ludwig IV., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1436–1449
  • Friedrich I., da Siegreiche, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1452–1476
  • Philipp da Aufrichtige, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1476–1508
  • Ludwig V., da Friedfertige, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1508–1544
  • Friedrich II., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1544–1556
  • Ottheinrich, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1556–1559

Linie Pfoiz-Simmern:

  • Friedrich III., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1559–1576
  • Ludwig VI., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1576–1583
  • Friedrich IV., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1583–1610 (1583-1592 unter Vormundschaft seines Onkels Johann Casimir
  • Friedrich V., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1610–1623 (Verlust da Kur)
  • Karl I. Ludwig, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1649–1680 (Wiedererlangung da Kur)
  • Karl II., Kurfiarscht vo da Pfoiz 1680–1685

Linie Pfoiz-Neuburg:

  • Philipp Wilhelm, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1685–1690
  • Johann Wilhelm, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1690–1716
  • Karl III. Philipp, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1716–1742

Linie Pfoiz-Sulzbach:

  • Karl IV. Philipp Theodor, Kurfiarscht vo da Pfoiz 1743–1777, 1777–1799 Kurfiarscht vo Bayern
Weiberg in da Pfoiz

Boarischa Beziak und Rheinland-Pfoiz[VE | Weakln]

A groußa Tei vo da Pfoiz wor seit 1816 ois Rheinkroas bei Bayern. 1835 is da „Rheinkroas“ in „Rheinpfoiz“ umgnennt worn. Nach am Easchtn Wödkriag wor de Pfoiz bis 1930 vo franzesische Truppn bsetzt. 1923 hods Aufständ in Kaiserslautern, Neostod und Landau gem. De durch an Heinz Orbis grindte Autonome Pfoiz hod oba koan langa Bestand ghobt.

Noch'm zwoatn Wödkriag war de Pfoiz Teil vo da Franzesischen Besatzungszone und is noch Verordnung Nr. 57 vom franzesischen Oberkommando 1947 zum neia Land Rheinland-Pfoiz kemma. A Volksbegehrn im Joa 1956 fia a Rückgliederung noch Bayern hot net de notwendige Unterstitzung in der Bevökarung ghabt. Bis heit gibts den Bezirksverband Pfoiz im Bundesland Rheinland-Pfalz.

Land und Leid[VE | Weakln]

De Landschaftn und Bauwerk vo da Pfoiz, bsundas de Weiberg entlang der Weistraß und de Buargn vom Pfoizawald san berihmt.

De pfäizischn Dialekdt ghean zu de westmiddldeitschn, genaua rheinfränkischn Mundoartn. De Kuche is recht heazhoft, so gibts 'Grieweworschd', 'Pälza Läwwaworschd', grobe Brodwiascht, Saumong, Lebaknedl, „Handkees mit Musik“ und aa „Flääschknepp“.

Literadua[VE | Weakln]

  • Rudolf Haas, Hansjörg Probst: Die Pfalz am Rhein: 2000 Jahre Landes-, Kultur- u. Wirtschaftsgeschichte. Südwestdeutsche Verlagsanstalt, Mannheim 1984, ISBN 3-87804-159-4
  • Meinrad Schaab: Geschichte der Kurpfalz.