Josef Weinheber

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Weinheber-Büstn am Weana Schüllapaak

Josef Weinheber, gebuan am 9. Meaz 1892 in Ottakring (Wean) und gstuam am 8. Aprüü 1945 in Kirchstettn (Niedaestareich) woar a estareichischa Lyrika und Dazööhla.

Wosa gschriem hod, hod seit ewich Auhänga und Gegna trennt.[1] Heit no gibz Streidarein aus ästhetischn, wöötanschaulichn und politischn Grindn. Aanaseits wiada ois gmiatlicha weana Heimatdichta gschätzt, ois Dichtafiascht vaehrt, ea woa aana vo de am meistn glesanan Lyrika zu seina Zeit, auf da aundan Seitn güüta ois ausgschprochana Nazi-Poet.[2] Weinheber hod seine Oawatn in Dienst vom Nationäusozialismus gstööt, und is wegn dem zu an wichtign Aktivn in da Kuituapolitik vom Dritten Reich aufgstiegn, ea hod bei die Nazi ois „bedeutendster lebender Lyriker der Gegenwart“ goitn.


Mid sein Gedichtbaund Adel und Untergang (1934) is da Weinheba oisa 42-jähriga noch an laungan Kaumpf um Aunakennung mid an Schlog beriehmt und zu an augseganan Lyrika vo seina Zeit wuan. De Lyriksammlung is völkisch-nationalen Adolf Luser-Verlag easchienan.

Bsondas beliebt is de Gedichtsammlung Wien wörtlich (1935) wuan, des is a lyrische Milieu- und Charaktastudie, de täuweis im Weana Dialekt gschriem is. Weinheba zeichnet do a Porträä vo seina Heimatstod mid de vaschiedanan Schichtungan vo dem Dialekt. Do drin find ma den sprichweatliche Zäun: „War net Wien, wenn net durt, wo ka Gfrett is, ans wurdt“ oda „Wann i, verstehst, was z’redn hätt, i schoffert olles o“.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Alexander Martin Pfleger: Vakaunnta Sprachkritiker. De Studie vom Christoph Fackelmann untasuacht de Kunst vom Josef Weinhebers und seine Lesa. In: literaturkritik.de. Nr. 6, Juni 2007
  2. Christoph Fackelmann: Die Sprachkunst Josef Weinhebers und ihre Leser. Annäherungen an die Werkgestalt in wirkungsgeschichtlicher Perspektive. Lit, Wien/Münster 2006, ISBN 3-8258-8620-4
Normdatn: GND: 118766287 | LCCN: nr89003144 | VIAF: 64114488