Moarischdidl

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Der Artikl is im Dialekt Hausrukfiatlarisch gschrim worn.
A Moarischdoa aus'n Joa 1584, dea de Grenz zwischn am Laund fum Klosta Benediktbeiern und am Landgericht Tölz markiad

An Moarischdidl (oda a Moarischdempn) hod ma fria an Hoizschdidl gnend, dea de Grundgrenz zwischn zwoa Föda oda Wisn markiad hod. Soichane Moarischdidl woan moasdns aus an Zwetschgnhoiz, wai des bsondas hoat is.

Etimologi[VE | Weakln]

Des boarische Dialektwoat "Moari", "More" oda "Marech" is mim mitlhochdeitschn "marc" oda a "march" und'n oidhochdeitschn "marca" fawaunt, wos so fü wia Grundgrenz, Grenzmarkiarung und Grenzlaund ghoasn hod und zan Baischbü a im oidn ladainischn Naum fia Östareich drin gschdekt is (marcha orientalis = Grenzlaund im Ostn) oda heit nu im Woat "Denemark". Des heitige Woat "Grenz" is eascht im 13. Joahundat aus'n Slawischn iwanuma woan (Boinisch, Krawodisch, Slowenisch: granica; Tschechisch: hranice). In de boarischn Dialekt hods owa waida a nu des oide Woat fia Grenz gem, wos iwa s'Aifügn fu am Schbrossvokal zu "Morech" und duach de R-Vokalisiarung und s'Wekalossn fu dem ch am Schlus daun zu "Moari" woan is.

Moarihansl[VE | Weakln]

An Moarihansl hod ma fria an Bauan gnend, dea wo hoamli iwa d'Grenz fu seim Grund waida gokat oda gmad hod und so eigentli schau auf n'Grund fum Nochban gweakt hod. A bsondas odrada Moarihansl hod sogoa de Moarischdidl fasest, damid sei Grund gressa wiad. Des Moarischdidlfasezn hod ma natiali oiwai neta um an Meta oda zwoa mocha kina, wai sunst heds da Nochba gmeakt, owa iwa de Joa hod ma aso schau in aiganen Grund gscheit gressa mocha kina. An gauns genauen Katasta oda Grundbuach hods nemli domois nu ned gem. Waun owa da aundane draufkema is, hod des oft zu wüde Schdraidarain und Faindschoftn fian kina.

Aundane Weata fia so an Lump woan a nu Moarischinda und Roaschinda.

Moarischdoa[VE | Weakln]

A wichdige Grundgrenz, zan Baischbü zwischn zwoa Grofschoftn oda in Grund fu zwoa Grosbauan, is oft a mid am Schdoa markiad woan, dea daun analog zu de Moarischdidl Moarischdoa ghoassn hod.

Moarischdempn fasezn[VE | Weakln]

In da Zeid wos Droad droschn woan is, hod ma a a Schbü gschbüd, des ma Moarischdempn oda Moarischdoa fasezn gnend hod. Dabai is oiwai oana pflanzt woan, den ma wos zflais dau hod, wia das man in a Wossa oda an Doag gsezt hod, auf des das a recht nos wiad oda am Sessl bikn blaibt.

Moari...[VE | Weakln]

Aundane Dialektweate de nu mid dem Moari zaum hengan han:

  • Moaribam - a Bam dea wo diarekt auf da Grundgrenz is
  • Moarifuachn - baim Umokan de lezde Fuachn an da Grundgrenz
  • Moarigrom - a Wossagrom am Raund fum Föd
  • Moarioat - a Oatschoft de wo an da Grenz is

Moaristidl am Traunsee[VE | Weakln]

"Moaristidl" is a da Naum fu ana kloan Oatschoft am Traunsee, hintan Hoisn, de wo recht bekaunt is wai ma fu doat auf'n Traunschdoa aufi gee kau. Im 2007a Joa is da Gschliafgrom rutschad woan und do hod ma a Zeit laung neta mid am Shuttlebus oda in Schif doat hii kema. S'Moaristidl is außerdem a gmiatliche Jausenstation wo ma auf a Essigwurscht und a Bia eikehrn kau.

Beleg[VE | Weakln]

  • Wolfgang Stöckl: Die Mundart zwischen Hausruck und Mondsee, Wörterbuch mit 31.000 Stichwörtern - Grunddialekt und Berufssprache, Edition Sommerfrische, 2008, 687 S., ISBN 978-3-902415-12-7