Nation

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Ois Nation vastähd ma a menschliche kulturelle und/oda soziale Gmoaschoft, de olle zsomm, a eigne Sproch, a eigne Gschicht und a eigne Mentalität hom, wos nacha hoaßt, dass se a gmoasame Idendität bsitzn und si de Leid in dea Gemeinschaft, deshoib mitnonda vabundn fuihn. Wenn epa oiso a storke Vabundnheit mit a so a Gmoaschoft hot, donn konns sein, dass dea a Nationalist (Nationalismus) is.

Umstrittn is oba ob die Ethnie, also die Zugeahearigkeit zu am bestimmt Volk a a Rolle spieln soid, weil "Ethnie" on sich in dem Zusommenhong schwaa z' definieren is, wia es zum Beispiel im Foll vu Bosnien is. Weil in Bosnien gibts drei Hauptgruppn: Serbn, Kroaten, und Bosniaken oder Bosnier (Serbien, Kroatien, Bosnien), de zwor olle Slawen sann oba vu denen jede da Volksgruppen behaupt se warn a eigene Ethnie, und do is es Problem ob die Bosniaken eigentlich Serben oda Kroaten oda tatsächlich epas eigenes san, oder ob se olle eigentlich nid lei Untagruppen vu am gemeinsomen jugoslawischn (Jugoslawien) Volk san, und um des steitet ma sich heit nu, seit da Balkankrieg vorbei is. Ähnlich is die Situation übrigens im eascht 2008 ausgruafnen Staat Kosovo.

Da Begriff "Nation" is eigentlich im Middloita scho entstondn, oba zu richtiger Bedeutung glongt is a eascht Onfong des 19. Jahrhunderts, wo die Leid, bzw. die Völker de vu ondare erobert oda untaworfen worn, mea Selbstständigkeit und teilweis sogar scho Unabhängigkeit vu ihre Herrn gfordat hobn. Solche Bewegungen worn am Balkan, bei die spatan Jugoslawen, unta die Österreicher gonz stork, oba a in Österreich und Deutschland selba hods viele Leid gebn de a Großdeutschland wolltn, olso an Staat, oda a Nation in dem olle deitschsprochigen Völker vaeint waradn.

De neie Idee vu am national orientiatn Stoot hod olso dazua gfüaht, dass die olte Weltordnung zsommbrochn is, wo es nu egal wor vu wem ma regiat (Regierung) woan is, solang da Herrscher oda meistns eigentlich da Monarch (Monarchie) a guater wor. Wia auch imma, hod dea Hass donn also dazua gfüaht, dass Serben en österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand aschossn hobn, des des Aeignis wor, des die Welt donn in en Easchtn Weltkrieg gstiazt hod.

Es 20. Jahrhundert wor donn geprägt vu nationalistische Bewegungen (Faschismus, Nationalsozialismus, etc.), oba a vu Gegenbewegungen wia dem Kommunismus, dea unta ondarem gsogt hod, dass olle Menschen gleich san, und dass es desholb eigentlich a koan Grund gibt die Väika in vaschiedene Stootn z trenna.

Es End vom radikalen Nationalismus kimmt mitm End vum Zwoatn Wejdkriag und seitdem wead Nationalismus ois eppas eha Schlechts ongsegn, und ma baut hauptsächli in Europa seitdem vui mea auf Pazifismus auf. Obwoi es sicha nu nationalistisch denkade Menschn in Eiropa gibt, san nationalistische Idee ned gean gseng, obwoi da Grundgedonke, dass ma sejbstständi is, fia vui Leid recht wichti is.