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Nibelungenliad

Aus Wikipedia
De Kriemhilde und de Brunhilde oda wias Unhei ogfangt hod (Howard Pyle, The Quarrel of the Queens, 1882)
S End vo da Gschicht: Kriemhild wead vom Dietrich vo Bern daschlogn. Da Hagen vo Tronje liegt - vo da Kriemhild kepft - am Bodn.

S Nibelungenliad is as bekanntaste boarische und deitsche Hejdnepos ("Liad" hod im Oidboarischn aa de Bedeitung "Saga"). Gschriebm worn is am Ofang vom 13. Joarhundat in Boarisch-Middlhochdeitsch. Es is de Gschicht vom Untagang vom Voik vo de Burgunda, vo da Eamoadung vom Hejdn Siegfried und vo da bluadign Rache vo seim Weib Kriemhild. De Haptfiguan san Fraun, wo fia a Hejdnepos mea wia ungwehnli is. De tragische Handlung is psychologisch unhoamli differenziat afbaut. Aa de Liachtgstoitn, da Siegfried und de Kriemhild, san ned ohne Sind. Im Autorn wor offensichtli nix Menschlichs fremd. Deswegn hods Nibelungenliad bis heit sei Wiakung ned valorn. De ejtastn Handschriftn khean zan UNESCO Wejddokumentneabe.

Ibaliefate Handschriftn

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Da Text is in eppa 37 (moast nua Fragment) boarischn und deitschn Handschriftn dahoidn. Dazua kimpt no a hollendische Umorbatung. De drei ejtastn voistendign Handschriftn wean mit Buachstobm (Sigln) bezoachnat:

  • A = Hohenems-Mingara Handschrift (letzts Viadl 13. Jh.), in da Boarischn Stootsbibliothek (Cgm 34)
  • B = St. Galla Handschrift (Mitte 13. Jh. oda a weng friaa), in da Stiftsbibliothek St. Gallen (Cod. Sang. 857)
  • C = Hohenems-Laßbergische / Donaueschinga Handschrift (Zwoats Viadl 13. Jh.), seit 2001 in da Badischn Landesbibliothek Karlsruhe (Cod. Donaueschingen 63)[1]

De Fossung B deafat de ejtaste sei. Oi drei Fossunga san anno 2009 vo da UNESCO ois Wejddokumentneabe auszoachnet worn.

De bekannte easchte Stroph is woi spoda dazuakema (Fossung „C“):[2]

Uns ist in alten mæren   wunders vil geseit
von helden lobebæren,   von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten,   von weinen und von klagen,
von küener recken strîten   muget ir nû wunder hœren sagen.

Uns wead in oidn Gschichtn vui Wundabors vazejd,
vo recht berihmtn Hejdn, vo grossa Rivalität,
vo Gaudi und vo Festln, vo Woana und vo Klogn;
vo Kampf und Streidarein, megats ia etz Wundabors hean sogn.

Es wead ognumma, dass in friaan Versiona (Fossung „B“), de Saga mit ana Kriemhild-Strophm ogfanga hod:

Ez wuohs in Burgonden      ein vil edel magedîn,
daz in allen landen      niht schoeners möhte sîn,
Kriemhild geheizen.      Si wart ein schoene wîp.
dar umbe muosen degene      vil verliesen den lîp.

Afgwoxa is in Burgund a recht nobles Magdelein,
dass af da ganzn Wejd nix scheenas mechat sein,
Kriemhild hods ghoassn, is worn a fesches Weib.
An Hauffa Hejdn hom deswegn valossn eanan Leib.

S Nibelungenliad bsteht aus zwoa Tei. Im easchtn Tei gehts um de Gschicht vom Siegried und vo da Kriemhild, de Weabung um Brunhild, im Doud vom Siegfried duachn Hagen und im Diabstoi und de Vasenkung vom Nibelungenschotz im Rhein (Kapitl 1-19). Im zwoatn Tei gehts um de Hozat vo da Kriemhild mitn Etzel, ian Racheplan, um d Roas vo de Burgunda zua Etzelbuag und eanan Untagang (Kapitl 20-39).

  1. Badische Landesbibliothek: Beschreibung der Nibelungen-Handschrift C.
  2. Do wead a normiate middlhochdeitsche Version vo da Handschrift C wiedagebm.
 Commons: Nibelungenliad – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien