Nutza:Bua333/archiv

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Oana - a faustische Tragedie[VE | Weakln]

Text vom Nutza Schmei, inkl. Regieanweisungen:

Mephisto maske.jpg
Mephisto, der Wierdo
es hod oana gsoggt, [Faust]
dass eam oana gsoggt hod, [Mephistopheles]
dass dem oana gsoggt hod, [Der Herr]
wos oane journalistn im radio iwa "oane" gsoggt hom... [Lustige Gesellen aus Auerbachs Keller]
[Immer wieder unterbrochen von begeisterten "Hosianna"-Rufen vom Schüler Wagner (Sancta Simplicitas).]

Mephisto heit[VE | Weakln]

Das katholische Konzept vom Teufel spielt heut nur noch eine geringe Rolle. Mephisto im Sinne von Goethe ist jedoch als Archetyp in unserer Gesellschaft allgegenwärtig.

Der Charakter lässt sich in etwa so beschreiben:

  • Mephisto ist ein Faker: Einer der immer was anderes vorspiegelt. Einer, der immer eine Hidden Agenda hat. Einer, dem jeder Winkelzug Recht ist, um seine Hidden Agenda durchzusetzen.
  • IQ: Mephisto hat einen überdurchschnittlich IQ und ist gut gebildet. Das macht sich aber nur bei Durschnittsmenschen signifikant bemerkbar. In intellektuellen Kreisen findet er immer seinen Meister, trifft schnell auf seinen Faust, der nach einer gewissen Zeit sein schnödes Spiel durchschaut.
  • Fäkalsprache: Mephisto spielt gern den jovialen, verbindlichen Kumpel oder den feinen Herrn. Doch wenn etwas nicht nach seinen Willen geht, wird er schnell jähzornig und bedient sich fäkalsprachlichen Vokabulars, beleidigt und beschuldigt andere unflätig und über die Maßen.
  • Rechthaberei: Mephisto diskutiert gern ausufernd, um im Hintergrund seine Hidden Agenda zu verfolgen. Oft geht es nur um winzige Kleinigkeiten, die maßlos aufgebauscht und dramatisiert werden. Dabei wird auf "Teufel komm raus" rechthaberisch und besserwisserisch schwadroniert. Selbst wenn die Meinungen anderer nur ganz geringfügig abweichen, wird das ignoriert und immer wieder Grundsätzliches oder gar Banales in den Raum geworfen...
  • Heilige und Unheilige Einfalt: Mephisto hat eine besondere Anziehungskraft auf Charaktere der Sancta Simplicitas, aber auch der profanen Einfalt. Das ist zwar nicht sein bevorzugtes Zielpublikum, aber er braucht diese Charaktere zur Selbstbestätigung.
  • Der Agent des Nichts: Als Agent des Nichts ist es für Mephisto nicht möglich die Dinge im Großen zu verändern, deshalb stürzt er sich auf Kleinigkeiten. Das erkennt schon Goethes Faust und stichelt: Du kannst im Großen nichts vernichten / Und fängst es nun im Kleinen an.
  • Mephisto ist ein Wierdo: Sein Sozial-emotionaler IQ ist unterdurchschnittlich. Deshalb ist er zuweilen als Wierdo erkennbar.
  • Mephisto ist ein starker Charakter: Mephisto ist in Goethes Faust der stärkste Charakter. Absolut beratungsresistent und unbelehrbar. Die Realitäten interessieren ihn dabei nicht besonders, er bleibt stets stur und spielt sein Ränkespiel bis zum bitteren Ende (für ihn :)).