Olle Neine

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Olle Neine is a Weana Sog.

Im Joah 1433 is da Sidtuam vom Stephansdom featich wuan, dea wos zu dea Zeit da hechste Tuam vo gaunz iwaroi und no wo gwesn is. Desweg hoz (nochweisboa seit 1444) aan Türma gem, den wos de Stod dafia zoit hod, doss a von da Tiamastum aus aufpaßt, obs iagnwo brennt. Ob in 18.Joahundat woa dea daunn direkt da Feiaweah untastööt, und gem hoz de Tiama-Hockn bis zum zweitn Wöödkriag. Wia de Stod belogat woa (1529, 1683 und 1848) hod ma de Stum natialich a vawendt, um in Feind zum beobochtn. [1] Es san im Lauf da Zeit a boa Sogn entstaundn, in denans um den Türma geht, aane davo haaßt em Olla Neine. [2]

De Sog[VE | Weakln]

Wäus jo godseidaunk ned goa so oft brennt hod, woa de Hockn vom Türma de meiste Zeid do recht fad. Äussa hod si aana von de Türma a Keglbauhn eingricht. Wäus do recht eng woa im Tuam, is de Bauhn hoit a bissl kuaz wuan. Damit äussa es Kegln ned z'leicht is, woa de Regl, doss ma si min Ruck zu de Kegln aufstöön muass und doss ma duach de gspreizt Haxn durchscheim muass.

In dera Zeit hod in Wean a Mau glebt, Kunrat hoda ghaaßt und woa eignlicha Schindlmocha, dea in da ganzn Stod ois Maastakegla bekaunnt woa. Scho ois Lehrbua hod a hööfn diarfn, die Kegln aufz'stöön, dabei hod a aa eftas aan Schub mochn diafn, und so is a mid da Zeit imma bessa wuan. Owa ea woa aa a ziemlicha Trangla, dea wos Nocht fia Nocht durch de Wiazheisa zogn is. Wegn dem und wäula jo imma gwunna hod, hod boid kaana meah mid eam wos zum duan haum woin.

Amoi hod a noch ana feicht-frehlichn Nocht no Kegln geh woin, und so is a zum Stephansdom gaungan. Gegn Mittanocht woas, wiara grod wieda zua Kugl greifn hod woin, da hod ihm wea vo hint a eiskoide Haund auf d Schuita glegt. Er draaht si um, hinta eahm steht a hogara Mau mid an stechadn Blick, in an laungan graun Mauntl. Do is eam gaunz entrisch wuan. Owa in seina Gluat hoda trotzdem a große Goschn ghobt, und so hod a laut gsogt: Heast, hod a gsogt, hosd Lust auf a Partie? Oba pass auf: I triff a jez Moi olle nei ne. Des schoffst du nia! Owa da Graue woa eivastaundn.

Äussa hod si da Kunrat min Ruckn zua Bauhn gstööt, de Kugl mit Schwung duach seine Haxn groit und rö-ö san olle neine gflogn. Olle Neine, hod a gschrian, moch ma des amoi noch!

Wia si da graue Mau zum Kegln umdraht hod, hod da Kunrat schnöö an Kegl gnumman und zum Fensta ausse gschmissn. So hamma ned gwett!, hod da Graue gsogt, mit ana dumpfn, bedrohlichn Stimm. Und do hod ma duach sein Mantl duache a blanks Baanagstöö gsegn. I bin da Tod, und i triff olle Neine, aa waunn do nua ochte stengan! Und ea hod de Kugl mit a so ana Moach gwuafn, doss ned nua de ocht Kegln umgfoin san, sondan ois neinta a da Maasta Kunrat.

Am nextn Dog hod eahm da Türma oisa Doda zwischn de Kegln gfundn.

Und no vüü Joah späta hod a jeda Bsuacha am Südturm om amoi amoi kegln miassn und dabei a Vataunsa betn.

Beleg[VE | Weakln]

  1. Gschichts-Wiki von da Stod Wean@1@2Vorlage:Toter Link/www.wien.gv.at (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  2. Sagen.at

Im Netz[VE | Weakln]