Schmoiz

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Schmoiz vom Facke

Schmoiz (dt.: Schmalz, engl.: lard) is im engan Sinn a weidavaorwadte Schlochtfeddn vo Facken. Des woa friaha in Eiropa bis in de Middn vom 20. Joarhundad as wichtigste Speisnfedd iwahapts.

Im weidan Sinn redd ma aa vo Ganslschmoiz und vo Budanschmoiz. De gschmoizane Feddn vo Rindviechan nennt ma ned Schmoiz, sondan Toig.

Schmoiz auslossn[VE | Weakln]

Auslossn vo Schmoiz dahoam

Da entscheidnde Voatei is, doss a Schmoiz recht laung hoitboa is, aa ohne an Eiskostn. Da Budan wead ranzi, a Schmoiz ned. Da Grund dafia is: Ban Schmoizmocha wead da Schlochtfeddn es Oaweiß und es Wossa entzong. Mid da Vabroadung vom Eiskostn ob da Middn vom 20. Joarhundad wor de Hoidborkeit vo Schmoiz owa neama so wichti. Desweng hods aa de dominiande Bedeitung valoan.

As Schmoiz auslossn gähd aa vui oafocha ois wias an Budan mocha. De Schlochtfeddn (da ungraichade Speeg) wead kloa gschniddn und nacha stundnlong ba middlara bis niadriga Hitzn auslossn. Dobei entstengan Grammen und Schmoiz. De Grammen wean obgseicht und as reinweiße Schmoiz bleibt. Wann as Schmoiz no Grammen enthoidn duad, nacha redd ma vo Grammeschmoiz. Grammeschmoiz wead oft mid Zwiefen, Majoran und Thymian auslossn, na schmeckts bessa.

Zammsetzung[VE | Weakln]

Schmoiz bsteht aus gsäddigtn und ungsäddigtn Feddsairen (Triglyceridn). Da Otei vo "gsundn" ungsäddigtn Feddsairen liegt bei umara 60 %, dovo san uma 10 % meahfoch ungsäddigte Feddsairen.[1][2]

Schmoiz schmuizt bei 26 bis 40 °C.

Variantn[VE | Weakln]

Grammeschmoiz[VE | Weakln]

Bein Grammeschmoiz wean de vakrimmtn Speegstickln, de wo vo da Feddschmejzn iwri bleim, ned obgseicht.

Ganslschmoiz[VE | Weakln]

Ganslschmoiz wead wia s Schmoiz vo de Faggen gmocht, nua doss ma ois Rohstoff de Schlochtfeddn vo Gansln heanimmt.

Budanschmoiz[VE | Weakln]

Wann ma Budan bei middlara Hitz auslossd, na entziagt ma aa Wossa und Oaweiß und ma griagt so Budanschmoiz. Budanschmoiz is hoitbora ois wia Budan und ko steaka dahitzt wean.

Vegetarischs Schmoiz[VE | Weakln]

Fia Vegetaria und Vegana gibt's a Schmoizimitat aus Pflanznastoff.

Galerie[VE | Weakln]

Iwadrongne Bedeitung[VE | Weakln]

Im iwadrongna Sinn hod Schmoiz a positive und a negative Bedeitung.

Im positivn Sinn hoaßts Kroft und Steakn. Des kimmt dohea, wei Schmoiz in unsara Region bis umara 1950 de wichtigste Kroftnoahrung wor. Beispui dazua: Musklschmoiz oda Iaxnschmoiz, Hianschmoiz usw.

Im negativn Sinn moants seicht und sentimentai. Des kimmt woahrscheinle vom longsoma Dahiischmejzn vo da Feddn beim Schmoiz Auslossn. Im iwadrognan Sinn: vui z vui Gfui (vgl. Schmoizmusi, schmoizi).

Es wead aa im iwadrognan Sinn neitrai vawendd, beispuisweis in Schmoizlockn und Schmoizfrisua, a Ospuiung af de feddign Hoar oda in Oahnschmoiz (schaugt a weng aus wia Schmoiz).

Aa zu da Fettn (Effet) vo oana Billardkugl sogt ma Schmoiz.

Aa de Strof vo an Gricht wead Schmoiz gnennt. Do greift da Richta meah oda weniga tiaf in „Schmoiztopf“ und waunns bsundas tiaf woa, is des daunn „a gschmoizane Strof“. Und waunn daunn oana „auf Schmoiz“ is, daunn sitzt a grod im Häfn.

Waunn wos recht teia is, red ma von „an gschmoizanan Preis“.

Im Netz[VE | Weakln]

 Commons: Schmoiz – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

Beleg[VE | Weakln]

  1. Zusammensetzung von Schweineschmalz.
  2. M. Witt: Speck- und Schmalz-Zusammensetzung in ihrer Abhängigkeit vom Futter. In: Fette, Seifen, Anstrichmittel. Bd. 59, Nr. 9, 1957, ISSN 0015-038x, S. 736–740, doi:10.1002/lipi.19570590902.