Vo da Plaga Orientalis bis Ostarrichi

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A growe Koatn, bevua de Awarn kema san.
Des Eiflussgbiat vo de Gepidn, vo umma 531 bis 551/552.

Vo da Plaga Orientalis bis Ostarrichi bschreibt de wexlvoi Gschicht in da südöstlign Gegend vom Franknreich. Vo da Zeit vom Koal em Grossn und im Heazogtum Baiern. Iwa de Reichsteulung zan ostfrenkischn Reich. Und a de joazehntlaungan Miahsoi, de wos ma mid de estlign Nochboan daleidn hod miaßn. De reglmassign Plündarungszüg vo de Awarn und a da spodan Ungarn. Und wia se am End do so weit weg aa kloans Landl ausbüt hod.

Langobardn und Gepidn[VE | Weakln]

Eigentli hods nu vü fria augfaungt. Nochdem da Hunnenkini Attila gschtuam is, woan se de Hunnen iwa de Nochfuig ned einig. Des hom de untawuaffna Stämm vo de Germanen, de Gepiden, Skiren, Rugier, Eruler und aa nu Aundane ausgnuzt und hom se aufglehnt. Se hom de Hunnen bsiagt, de daun in da gschichtlign Vasenkung vaschwundn san. A Teu vo de Hunnen is in de Awarn und Buigarn aufgaunga.

De Ostgotn san aufn Balkan zogn und hom spoda, untan Theoderich in Grossn in Rest vom westremischn Reich mid da Haubtstod Ravenna eaowad. De Vawauntn vo de Ostgotn, de Gepiden hom se im Karpatnbogn nidaglossn, mid da Haubtstod Sirmium (heid Serbien). Vom Nuadn san de Langobardn owakema und hom se westli vo de Gepidn augsiedld. Und zwischn de Zwoa hods glei Schtreitareian gem, se woan se nix vagund.

Awarn[VE | Weakln]

De Awarn Woan söwa vua de Tiakn af da Flucht und hom af eanana Roas mera kloane Vöka gschlogn und in eanana Reitarei eibaut. Es wean se a Reitaschtämm vom zaschlogna Hunnenreich augschlossn hom. De Awarn hod des Laund im Karpatnbogn recht guad gfoin. A scheens Weidegebiat fia eanane Ressa und gnua weid weg vo de Tiakn. Bled woa nua, das duat scho de Gepidn glebt hom. Und so hom Se se de Awarn mid de Langobardn vabünt und so haums 567 (oda 552) vanichtand de Gepidn gschlogn. Wo dabei owa de Haubtoawad de Langobardn ghobd hom, de Awarn hom sogoa vo de Langobardn nu 10 % vo denan eanan Viechabstaund valaungt. In des entschtaundne Mochtvakuum san daun de Awarn eigruckt und mid eana de scho vuahea untawoafna Slawnstämm. De Slawn hom uaschpringli im Nuadostn und Ostn vo Middleiropa ghaust. Entweda sans vo de Awarn umgsidlt wuan oda Se san vua de Awarn gflohn. Im Südn aufn Balkan, im Südwestn noch Kärntn und im Nuadwestn in de heitige Slowakei, Mährn und Ostbehmen.

Da de Langobardn ehnane neichn Nochboan boid iwadrissi woan, hom de Mearan eanane Sibnsochn pockt und san iwa de Oipn ins sunnige Italien zogn. Umma s´Joa 500 woans nu Vasalln vo de Eruler (Heruler) im Rugilaund. Es wean aa Langobardn im westlign Karpatnbogn zruckblim sei. Owa dafia hom se Eruler (Heruler), suebische und ostgotische Gruppn sowia a Gepidn augschlossn, aun den Zug vom Albuin in sunnign Sidn owi.

Ois se de Awarn im Karpatnbogn haisle nidalossn hom, sans daun eanana liabstn Bscheftigung nochgaunga und hom de Raubzig za de Nochboan agfaungt. Zeascht homs reglmassi des ostremische Reich drangsaliat und en Balkan veawiast und oadandli Tribut eapresst. Wos owa ned drau ghindat hod aa in des frenkische Reich eizfoin und Tribut z`falaunga.

Nochdem da Koal da Grosse mid seine Leid 774 des Langobardnreich erowat und in sein Neffn em boarischn Heazog Tassilo III ogsezt hod, san eam de kriagarischn Ausanaundasezungan mid de Awarn zbled wuan. De Frankn hom se midm Buigarn-Khan Krum vabündt und hom de Awarn daun vo 791 bis 803 hoamgsuacht. Ois de vo innare Kämpf gschwecht woan, san de scho sesshoftn Awarn 803 vanichtand gchlogn wuan.

Da Koal d. Grosse hod scho noch de easchtn Erfoig Grenzmarkn eigricht. Im Südn de karantische Mark, nuadli vo da Drau de awarische Mark und owahoib davo de Ostmark. Nochm Sieg 803 san daun de Markn bis tiaf noch Panonien eine ausdehnt wuan, mid ohengige Gebiet bis Slowenien und Nuadkrowozien.

De Markn hobm daun dem Heazogtum Baiern zuaghead, in dem vom Koal d. Grossn dea Anglachgaua Gerold I. ois Markgrof eigsezt wuan is. De Markn san vo an Prefektn regiat wuan, dea sein Sitz in Lorch (Lauriacum - Enns) ghobt hod. Ois de Awarn 799 an Aufstaund vasuacht hom san de Markn untan Udalrich I vom Koal neich guadnd wuan.

Da oidbairische Traungau und des neibairische Karantanien (Kärntn), de ostfriaulischn Gebiet, de Awarnmark sowia de auhengign Awarn- und Slawnstämm san za Plaga Orientalis (Marcha Orientalis) mid dem Präfektnsitz in Lorch zaumglegd wuan. Vom Sidn is de neiche Mark vom Slawnfiascht Ljudevik um 820 und vom Nuadn vom Großmährischn Reich bedroht gwest.

De Awarn san zum Teu im Bulgarischn Reich afgaunga, oda se san zwaungschristianisiat wuan, ob 822 sans aus da Gschicht ois Voik und Schtamm vaschwundn.

De Reichsaufteulung 843[VE | Weakln]

Wia in Koal sei Reich afteut wuan is.

Nochm Tod Koal im Grossn is im Vatrog vo Verdun 843 des frenkische Reich afteud wuan. Friaul is zan Kaisa Lothar I kema, da nuadlige Teu is zan Ostfrenkischn Reich gschlogn wuan. Da Ostfrenkische Kini Ludwig da Deitsche hod de Mark nei goadnd. Estli hods eascht bei da Enns ogfaungt, da Traungau is wida fest za Baiern kema.

Ois da Koalmann, da Suhn vom Ludwig, dea wos mid da Regentschoft Baierns bauftrogt woa, se gegn sein Vodda afglehnt hod. Hod se da Kini damid bhoiffa das ea den Bistüma vo Regnsbuag, Passau und Soizbuag grosse Ländarein iwatrogn hod. De hom dahea a nem da Missionierung aa große Rodungs- und Bsiedlungsoawat leistn miassn. Und so hom se aa den Grundschtock dafia gschoffa das des voahea umkempfte Laund wieda urbar gmocht woan is.

De Ostmark und de Ungarn[VE | Weakln]

Ois se 896 Byzanz mid de Petschenegen vabündt hod und se gmoasaum de Ungarn gschlogn haum, de wos vuahea owahoib vo da Krim im Etelköz umheazogn san. Drauf hi san de iwa de Karpatn zogn und hom se in da Theissebene nidaglossn. De Teustämm vo de Ungarn woan afängli de Meder (Megyer) Tarjan, Jenő, Kér, Keszih, Kürt-Gyarmat und Nyék, und de hom glei an Draung fia Erobarungan nochn Westn zoagt.

De Ungarn woan uaschprüngli Finno-Ugrische Stämm, de owa a aundare Voiksgruppn oda Stämm afgnumma hom.

Untam Kaisa Arnulf (vo Kärtn) im II. östfrenkischn remisch deitschn Kaisa, oda da III. ostfrenkischn Kini, haum se de Ungarn nu ois Söidna vadingt. Owa 899 sans scho alloane in Owaitalien eigfoin und hom des Langobardnheer untan Berengar I, dem spodan Kini vo Italien gschlogn. 881 woans scho in da Weana Gegend. Und ob do homs a unguade Roas augfaungt, de Ungarneifoi.

Untam Markgrofn Luitpold haum de Baiern zwoa militarische Teuerfoig ghobd, 900 und 901 hod ma de beutebelodnane ungarische Nochhut, bei da Donauiwaquerung ofaunga kena und zwoamoi umma 1000 Reita daschlogn, owa des hod de Magyarn ned aufghoitn.

906 haums des Großmärische Reich zaschlogn und se eivaleibt und daun sans a nu af an Beutezug noch Saxn groast. Auf des auffi is a bairischa Hearbann za de Ungarn zogn, owa in da Schlocht vo Pressbuag haums a vaherende Nidalog eischtecka miassn. De Bliah vo de Baiern hod dabei eana Lebm valuan. Ois Foig vo dera Schlocht hod ma de Ostgrenz vo da March Orientalis wida za da Enns zrucknema miassn und vo do wegga woa de Ostflankn vom ostfrenkischn Reich den ungarischn Reitaeinfoi schutzlos ausglifat. De Ungarn haum daun des Gebiat östli da Enns bis 955 behaubtn kenna.

909 und 910 haums daun de Alemannen (Schwobn) hoamgsuacht. Se aum dabei zwoa wida an Teu vo eanana Nochhut valuan owa 912 sans scho wida kemma. Do sans owa vo oan barisch- schwobischn Aufgbot, untam Heazog Arnulf dem Besn schtoak gschlogn wuan und Ea hod de ungarische Zuasog griagt das in Baiern ned so schnö wieda eifoin und des hod 13 Joa ghoitn.

Arnulf da Bese hod daun gengan Kini Konrad I aufdrahd und hod söwa za de Ungarn flichtn miassn und de hom eam ghoiffa das ea 918 wieda bairischa Heazog wuan is. Weu de Ungarn jo iazt Baiern in Rua glossn haum, sans nu 913 und 915 noch Schwobn, Thüringen und Saxn zogn. 917 homs de Schtod Basl zaschteat und san ins Elsass und in Lothringen eigfoin. 919 homs in Kini Heinrich I in Saxn hoamgsuacht. Daun haum se de Ungarn aa wida fia Baiern intaressiad, 926 haums Augschburg beschtüamt und daun sans weida zogn und hom de Fiaschtobtei St. Gallen erowat. Do haum se daun da Kini Heinrich und da zruckkemmane Heazog Arnulf vabünt und haum bschlossn das de Tributzohlungan an de Ungarn eischtön.

933 in da Schlocht vo Riade (Unstrud) haums daun a gressas Ungarnheer in de Flucht gschlogn. 938 haum de Ungarn nuamoi an Eifoi vasucht, dea owa ogschlogn wuan is. 943 hobm de Baiern untam Heazog Berthold de Ungarn auf da Wösa Hoad (Hausruckviadl) gschlogn und 948 nu amoi untam Heazog Heinrich. Und 950 san de Baiern sogoa bis Sopron vuadrunga. Owa im Luidolfschn Aufschtaund hod da Südn vom Kinireich gegan Kini Otto I rebelliat. Des haum de Ungarn glei ausgnuzt und san auf an Rundroasbeutezug bis nochm heidign Belgien und Noadfraunkreich zogn und iwa Noaditalien wieda zruck.

955 hod da Kini Otto a ungarischs Aubot auf Valengarung vo de deitschn Tributzolungan ausgschlogn und hod seine Fiaschtn zua Heafoig eigschwuan. Und nu im söbm Joa, in da Schlocht aufm Lechföd san de eigfoina Ungarn vom vareintn deitschn Heer vanichtand gschlogn wuan und so haum daun a de Ungarneifoi aufghead. Vo do au hod estli da Enns a zwoate Bsiedlungswön aus Süddeitschlaund und Baiern augfaungt.

Heazogtum Ostarrichi[VE | Weakln]

Da Siidostn vom heilige remische Reich ummas Joa 1000.

Ois im Joa 976 da bairische Heazog Heinrich da Zänka gegn sein Vettan, dem deitschn Kini Otto II aufdrahd hod, is a ogsezt wuan und mid Kärntn is daun fost de Höfte vom bairischn Heazogdum otrennd wuan. Da Heinrich is zwoa 985 wida eigsezt wuan und a ob 989 aa in Kärntn. Des neiche Heazogdum is sogoa mid de Moakgrofschoftn vo Verona und Krain aufgweat wuan. Owa weidas is de Nuadestlige Marcha Orientalis untan Babenberger Luitpold a fost eignschtandige Moakgrofschoft gwest. Des eGebiet woa ned oizugross owa zan Ausbaun.

Scho 996 is a Schenkung ans Bistum Freising duachn Otto III beoat woan, mid de Wuat: regione vulgari vocabulo Ostarrichi, Bairisch:In da im Voiksmund so gnenntn Gegand (Region) Ostarichi.

1156 is de Mark Austria endgülti vo Baiern otrend und midm Privilegius minus ausgschtott, und za an reichsunmiddlboan Heazogdum eahobn wuan. Und wias weidagaunga is, des is wida a gaunz a aundane Gschicht.

Schau aaa[VE | Weakln]

Litaradua[VE | Weakln]

  • Wilfried Menghin: Die Langobarden. Archäologie und Geschichte. Theiss, Stuttgart 1985, ISBN 3-8062-0364-4 (Geschicht vo de Langobarden aus archäologisch-historischa Sicht).
  • Walter Pohl, Peter Erhart (Hrsg.): Die Langobarden. Herrschaft und Identität. In: Forschungen zur Geschichte des Mittelalters Band 9. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wean 2005 (Forschungsstand vo da Langobardistik).
  • Walter Pohl, Die Awaren, Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567-822. C.H.Beck, Minga 2002 ISBN 3-406-48969-9
  • Falko Daim (Hrsg.): Reitervölker aus dem Osten. Hunnen + Awaren. Burgenländische Landesausstellung 1996, Schloß Halbturn. Eisenstadt 1996. (Austölungskatalog)
  • Josef Deér: Karl der Große und der Untergang der Awaren. In: Karl der Große. Persönlichkeit und Geschichte. Hrsg. v. Helmut Beumann. Düsseldorf 1965, S. 719–791.
  • Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae, Liber III, Kapitel 44–48.
  • Gerhard von Augsburg: Vita Sancti Uodalrici. (Die älteste Lebensbeschreibung des heiligen Ulrich, lateinisch-deutsch, mit der Kanonisationsurkunde von 993, Einleitung, kritische Edition und Übersetzung besorgt von Walter Berschin und Angelika Häse, Heidelberg 1993 (= Editiones Heidelbergenses 24), v.a. Kapitel 12, daneben Kapitel 3 und 13.)
  • Bodo Anke/ László Révész/ Tivadar Vida: Reitervölker im Frühmittelalter Hunnen - Awaren - Ungarn [Wer waren sie, warum kamen sie und wie lebten sie?]. In: Archäologie in Deutschland, Sonderheft 2008, Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2014-8.
  • Charles R. Bowlus: The Battle of Lechfeld and its Aftermath, August 955. The End of the Age of Migrations in the Latin West, Aldershot, Burlington 2006. ISBN 978-0-754-65470-4. Dt.: Die Schlacht auf dem Lechfeld, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7995-0765-3.
  • Heinrich Büttner: Die Ungarn, das Reich und Europa bis zur Lechfeldschlacht des Jahres 955, in: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 19 (1956), S. 433–458.
  • Ernst Bruckmüller, Peter Urban (Hrsg.): ostarrîchi österreich 996–1996. Menschen, Mythen, Meilensteine. Berger, Horn 1996, ISBN 3-85460-155-7 (Katalog der Österreichischen Länderausstellung Neuhofen an der Ybbs/St. Pölten).
  • K. Brunner: Herzogtümer und Marken 907-1156. In: H. Wolfram (Hrsg.): Geschichte Österreichs. 2. Band, 1994.
  • Manfred Scheuch: Österreich – Provinz, Weltreich, Republik. Ein historischer Atlas. Verlag Das Beste, Wien 1994, ISBN 3-87070-588-4, Österreich unter den Babenbergern, S. 26 f.
  • Textausgabe der Ostarrîchi-Urkunde in Theodor Sickel (Hrsg.): Diplomata 13: Die Urkunden Otto des II. und Otto des III. (Ottonis II. et Ottonis III. Diplomata). Hannover 1893, S. 647 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  • Die Ostarrichi-Urkunde. Faksimile im Originalformat der Urkunde aus dem Besitz des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, München, Kaiserselekt 859. Einleitung, Transkription und Übersetzung von Adam Wandruszka. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1995, ISBN 3-201-01163-0

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Des is a beriga Artike.
Dea Artike is ois berig in de Hall of Fame (Ruhmeshoin) aufgnumma worn.